Tagesarchiv für 15. Oktober 2016

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Bürgermeisterwahl in Kremmen: Bürgernähe im Rathaus

Samstag, den 15. Oktober 2016
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Die Kremmener Bürgermeister-Kandidaten im Check – Teil 1: Sebastian Busse (CDU) will in vielen Bereichen anpacken

MAZ Oberhavel, 15.10.2016

Kremmen.
Er hat Humor. Auf einem von Sebastian Busses Wahlplakaten am Scheunenviertel in Kremmen lautete der Slogan „Busse kann ackern“. Ein Unbekannter malte ein „k“ vor das Wort „ackern“. „Da musste ich auch lachen“, sagt er. Der 37-Jährige aus Staffelde möchte Bürgermeister von Kremmen werden. Der CDU-Mann ist der jüngste der vier Kandidaten. „Die Stadt hat eine neue Zukunft verdient“, sagt er, und sein Wahlslogan lautet: „Busse kann Kremmen.“ Ob das wirklich so ist, will er beweisen.

Sebastian Busse, verheiratet, zwei Kinder, ist noch relativ neu in der Stadtpolitik. In die CDU eingetreten ist er erst im vergangenen Jahr. Vorher führte er diverse Gespräche. „Mit ihr konnte ich mich am besten identifizieren“, sagt er. Kritiker werfen ihm vor, ein „Anhängsel“ des ehemaligen Fraktionschefs Frank Bommert zu sein, aber das weist Busse zurück. „Ich will mich auf mich konzentrieren.“

Nach einigen Jahren im Ortsbeirat ist er 2014 zum Ortsvorsteher von Staffelde gewählt worden, seit 2015 ist er Mitglied des Stadtparlamentes. Präsent war er aber auch schon vorher – zum Beispiel als Fußballer beim FC Kremmen oder als Mitbegründer des Scheunenpartyvereins. Deshalb ist ihm wohl auch Bürgernähe so wichtig. „Ich bin seit 20 Jahren bürgernah“, sagt er. „Ich nehme immer gern Hinweise an, schaue auch auf andere Sichtweisen, suche nach Wegen und Lösungen. Wichtig ist es, die Leute ernst zu nehmen und den Dingen nachzugehen.“

Diese Bürgernähe möchte er auch im Rathaus. Sein Stichwort: Beschwerdemanagement. Das gebe es theoretisch zwar schon, sagt Sebastian Busse, aber keiner wisse, wer sich darum kümmere. An den Öffnungszeiten des Rathauses will er schrauben, auch an einem Onlineservice für die Kremmener.

Auf seiner Agenda stehen noch weitere Themen. „Die Kita-Schließzeiten müssen optimiert werden,“ sagt er. Da könne einiges verändert werden, dass nicht alle Kitas beispielsweise zu bestimmten Zeiten schließen. Das Schulessen will er höher bezuschussen, umsonst soll es aber nicht sein. Die Schulen sollen so bestehen bleiben, wie sie jetzt sind – also Grund- und Oberschule in Kremmen getrennt. Beim Jugendclub strebt er eine Überarbeitung des Konzeptes an. „Da muss auch mehr Werbung für gemacht werden.“
Vereine und das Ehrenamt in Kremmen will Sebastian Busse stärken. Bislang würden nur Fußballvereine berücksichtigt, aber es gebe auch andere Gruppen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und nicht automatisch bezuschusst werdens, so der Staffelder.
Er ist für die Wiederbelebung des Klubhauses. „Wir erwarten viel von unseren Bürgern, mit dem Haus kann man ihnen was wiedergeben“, sagt er. „Der Anfang ist gemacht.“ In die zweite Etage könnten Senioren ihr zweites Zuhause haben. Hinter dem Klubhaus könnten aus seiner Sicht altersgerechte Wohnungen entstehen. „Oder gemischt für Alt und Jung.“
Wichtiges Thema sind auch die Straßen. „In Sommerfeld wächst das Unkraut hoch.“ Das will er ändern. Auch neue Radwege müssten her, und die Straßenschäden auf dem Kremmener Marktplatz sind ihm auch ein Dorn im Auge.

Wenn sich Sebastian Busse gerade nicht politisch engagiert, arbeitet er als Werkstoffprüfer, er hat ein Büro in Kremmen. Ganz oben steht die Familie. „Da besprechen wir alles“, sagt der 37-Jährige. Er fährt gern Rad, geht oft mit dem Hund spazieren, spielt „leidenschaftlich gern“ Fußball. Sein Lieblingsort in Kremmen: „Der alte Pilz am Kremmener See, da bin ich aber viel selten, als Jugendliche waren wir dort sehr oft.“
Jetzt aber will er für seine Wahl kämpfen. Mindestens in die Stichwahl will er – und gewinnen.

*

Zur Person: Sebastian Busse ist geboren am 14. Januar 1980 in Hennigsdorf. Seit 2002 lebt er in Staffelde. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.
Beruf: Er war Gas-Wasser-Installateur, später Berufspendler, Groß- und Außenhandelskaufmann und nun Werkstoffprüfer.
Politik: Seit 2014 ist er Ortsvorsteher in Staffelde, seit 2015 im Stadtparlament, CDU-Fraktionschef, Mitglied in vier Ausschüssen.
Hauptziele: Neue Strukturen, mehr Bürgernähe, Unterstützung für Kitas und Schulen, Stärkung von Vereine und Ehrenamt, Arbeiten im Straßenbild.
Die Wahl: Am 6. November wählen die Kremmener. Vier Kandidaten stellen sich zur Wahl.
Die Serie: Die MAZ stellt die vier Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor. Es folgen noch Arthur Förster (UWG/LGU), Eckhard Koop (parteilos), Klaus-Jürgen Sasse (SPD).

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RTZapper

Wetten, dass…?: Neo Magazin Royale

Samstag, den 15. Oktober 2016
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DO 13.10.2016 | 22.20 Uhr | zdf_neo

Jan Böhmermann meinte es ernst: “Wetten, dass…?” ist zurück. Er wollte die Show mal wieder ins Gedächtnis der Menschen zurückholen. Und sich als neuer Moderator bewerben?
Die Show lief am Donnerstag bei zdf_neo und am Freitag im ZDF auf dem Sendeplatz vom “Neo Magazin Royale”. Also, eigentlich war es ja das auch, Böhmermanns Team hat einfach nur die Deko ein wenig umgebaut.

Und so ernst, wie Böhmermann es angekündigt hatte, war das Mini-Comeback der Show dann doch nicht. Zwar waren die Gäste – u.a. DJ Bobo und Eko Fresh – echt, die Wetten waren es nicht. Und waren die Wetten schon ausgedacht, die Kandidaten Fakes, war es aber leider auch nicht besonders lustig.
Das war dann doch ein bisschen enttäuschend.

Aber vielleicht ging es Böhmermann ja auch nur darum, uns zu zeigen, wie verzichtbar “Wetten, dass…?” ist und war. Wie doof und öde und langweilig. Wie bescheuert.
Denn in “Neo Magazin”-Manier hat Böhmermann in diese “Wetten, dass…?”-Sendung nette Gimmicks eingebaut. Den etwas verplanten Moderator, den schleimigen gegenüber den Gästen, die holprigen Schalten zu den Außenwetten.

So pendelte diese Show zwischen Nostalgie und Satire, zwischen Ernsthaftigkeit und Nonsens. Mal lustig, mal fad. Aber so war sie ja immer, diese Sause.

Nächste Woche gibt’s übrigens Teil 2 – beim ZDF war man einfach nicht bereit, mehr Sendezeit für Böhmi freizuschaufeln. Also gibt’s das Ganze in Häppchen.

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RTelenovela

Feuer im Kiez

Samstag, den 15. Oktober 2016
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Es war eine merkwürdige Mischung aus einem Knall und einem Zischen.
Wenn es nachts im Wohngebiet ganz ruhig ist, nimmt man jedes Geräusch wahr. So auch in der Nacht zu Freitag.
Zu sehen war aber zunächst nichts, als ich aus dem Fenster schaute und mich umblickte. Wieder im Bett war aber doch irgendwas, draußen herrschte Unruhe. Für 2.40 Uhr ziemlich ungewöhnlich. Und tatsächlich: Blaulicht – und Feuer!

Im Wohngebiet in der Oranienburger Mittelstraße waren Flammen zu sehen. Ein Auto brannte so heftig, dass die umstehenden Wagen in Mitleidenschaft gezogen worden sind.

Autos entzünden sich eher selten von selbst – und wie später rauskam, fand die Polizei Brandbeschleuniger. Das macht mich wütend. Wer macht so was? Hinzu kommt: Als Anwohner und Autobesitzer ist man vollkommen ratlos, denn was kann man denn schon dagegen tun? So schnell kann niemand sein, um in solchen Fällen noch was retten zu können – oder gar um es zu verhindern. Die völlige Ohnmacht.

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