Tagesarchiv für 14. Oktober 2016

RT liest

Ben Lerner: 22:04

Freitag, den 14. Oktober 2016

Man kann dem Rowohlt-Verlag nur gratulieren. Denn auf das Buchcover kommt es echt an. Wenn das was her macht, dann macht es den potenziellen Leser neugierig, und bei mir hat es funktioniert.
Man sieht die nächtliche Skyline von New York, und dazu der Titel: “22:04”.
Klingt spannend, sieht auch spannend aus.
Nur: Es ist nicht spannend. Nicht mal im Ansatz.

Es geht um Ben, und Ben ist Schriftsteller in New York. Er lebt so vor sich hin, scheinbar. Einen Bucherfolg konnte er schon landen, er arbeitet an einem Nachfolger. Zwischendurch muss er zum Zahnarzt, auch zum Neurologen. Verdacht: Gehirntumor. Und eine alte Collegefreundin will ein Kind von ihm. Aber ist sein Sperma gut genug?
Ach ja, und dann droht der Stadt auch noch ein gewaltiges Unwetter.

Die Story hat ein gewaltiges Problem: Sie handelt von allem und von nichts. Die Geschichte plätschert vor sich hin, es passiert im Grunde genommen wenig Interessantes. Teilweise ist es eine lahme Abfolge von Szenen.
Angesichts des Titel erwartet man da was ganz anderes, aber die Uhrzeit 22.04 Uhr spielt eigentlich keine Rolle. Sie hat schlicht mit dem Film “Zurück in die Zukunft” zu tun – und irgendwas mit neuer Hoffnung.
Aber für einen dermaßen knalligen Romantitel ist das inhaltlich viel zu mau.
Auch wenn der Schreibstil an sich ganz in Ordnung ist – tatsächlich eine ziemliche Enttäuschung.

Ben Lerner: 22:04
Rowohlt, 312 Seiten
3/10

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RTZapper

Inside Wikileak – Die fünfte Gewalt

Freitag, den 14. Oktober 2016
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DI 11.10.2016 | 20.15 Uhr | ProSieben Maxx

Wenn Fernsehmacher eine Free-TV-Premiere in einem ihrer Kleinstsender gegen ein Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft programmieren – dann ist entweder der Film total mies. Oder es werden eh schlechte Quoten erwartet. Oder es sollen gar nicht so viele Leute den Film sehen.

“Inside Wikileak – Die fünfte Gewalt” ist vielleicht keine Filmperle, aber schon ein spannendes Stück Zeitgeschichte. Immerhin geht es darum, wie Julian Assange die Onlineplattform Wilileaks ins Leben ruft, um dort eigentlich geheime, brisante Dokumente zu veröffentlichen. Der Film zeigt, wie Assange (Benedict Cumberbatch) Daniel Berg (heute Domscheit-Berg, gespielt von Daniel Brühl) kennenlernt, und wie sie zusammenarbeiten. Anfangs jedenfalls.

Klar, der Film ist umstritten, denn dass Julian Assange wirklich so wirr und psychotisch ist, wie dort dargestellt, sehen bei weitem nicht alle Experten so.
Dennoch erlaubt “Inside Wikileaks” interessante Einblicke in diese Welt, und dass ProSieben Maxx das Ding am Dienstagabend gegen den Fußball versendete, ist gerade tragisch. Nur 170.000 Zuschauer waren dabei.
Der Film hätte mehr Zuseher verdient gehabt.

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ORA aktuell

Haushalt: Oranienburg muss sparen

Freitag, den 14. Oktober 2016

2017 ist im Oranienburger Haushalt ein Fehlbetrag von 2,8 Millionen Euro geplant. Das teilte Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) den Stadtverordneten mit. Noch lasse sich das aber aus den Rücklagen finanzieren. Doch die schmelzen, ab 2019 seien Investitionen nur noch über Kredite bezahlbar. 2019 werden so 3,1 Millionen, 2020 sogar 6,2 Millionen Euro aus Krediten benötigt.

Für 2017 liegt das Investitionsvolumen bei 8,9 Millionen Euro

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