Tagesarchiv für 10. Oktober 2016

RTelenovela

Immer diese Feuerwehr-Rowdys!

Montag, den 10. Oktober 2016
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Skandal in Hennigsdorf! Da donnerte doch glatt eine Feuerwehr durch’s Wohngebiet. Es heißt, die hatte 50 oder 60 Sachen auf der Uhr. Und das an einem Demenzheim und an einer Kita, wo gerade viele Kinder abgeholt worden seien.
Das war so empörend, dass da jemand gleich einen Eintrag in eine die Hennigsdorf-Gruppen auf Facebook schreiben musste.
Ihm sei fast das Herz stehen geblieben, schrieb derjenige. Und er fragt, ob das verhältnismäßig sei.

Okay, die Feuerwehr war im Einsatz. Aber wirklich mal: Muss die echt an der Kita vorbeidonnern, kann die da nicht mal ein bisschen langsamer fahren – und am besten einen Umweg ums Demenzheim machen?

Manchmal frage ich mich, was in einigen Leuten vorgeht. Da kommt eine Feuerwehr mit Tatütata. Sie muss zu einem Einsatz, irgendwas ist passiert. Und da kommt jemand und beschwert sich, weil sie an der Kita kein Schleichtempo fährt? Und fragt nach der Verhältnismäßigkeit?

Vermutlich wird die Feuerwehr künftig länger brauchen, weil sie an Kitas und werweißnochwo abbremsen und das Martinshorn abstellen muss. Wegen die Leute. Die sich erschrecken. Und Angst haben. Und rumblubbern.

Dass die Feuerwehr da nicht aus Spaß langrast, muss nicht diskutiert werden. Auch nicht, dass wir alle so erzogen worden sind (hoffentlich) – und dass man seine Kinder auch so erziehen sollte -, dass, wenn eine Feuerwehr, Polizei oder ein Krankenwagen mit Blaulicht kommt, man aufpassen, zur Seite treten und Platz machen muss.
Das kleine ein-mal-eins das Verkehrserziehung.

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RT liest

Maximilian Hecker: The Rise and Fall of Maximilian Hecker

Montag, den 10. Oktober 2016
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Der Musiker Maximilian Hecker ist ein echtes Phänomen. Er ist ein Star – in Asien verehrt man ihn regelrecht. Einige seiner Alben waren dort große Erfolge. In Europa dagegen laufen seine Konzerte so lala. In seinem Heimatland Deutschland besetzt er nur eine Nische, spielt in kleinen Clubs, den Durchbruch hat er nicht wirklich geschafft.

In “The Rise and Fall of Maximilian Hecker” schreibt er über seine große Zeit in Asien. Es ist kein Roman, es ist seine wahre Geschichte, die er da erzählt. Von seinen Bemühungen und Enttäuschungen in Deutschland. Vom Hadern und Zaudern, wenn seine Stimme mal wieder nicht so wollte, wie er. Vom Erfolg in Asien, wo er gehypt worden ist, und wo die Mädels kreischen, wenn sie ihn sehen. Dass aber auch das deprimierend sein kann, weil er dennoch sehr alleine ist.

Warum es in Deutschland nicht klappen will, kann Hecker selbst natürlich nicht erklären. Sein Buch ist im Grunde eine bloße Abfolge von Geschehnissen in Heckers (Tour-)Leben. Wie ein Tagebuch. Das ist leider nicht immer spannend. Zumal das Buch auf nichts hinsteuert. Das ist natürlich bei einer Biografie nicht üblich, aber die bloße Erzählung dessen, was auf einer Tour so passiert oder nicht passiert, ist erst mal noch kein Buch wert.
Andererseits ist Heckers Buch aber auch Seelenstriptease, und es tut manchmal regelrecht weh, zu lesen, wie mies es dem Musiker teilweise ging. Auf welchem Depri-Trip er sich befand. Dass er mit seinem Ruhm (in Asien) nicht immer klar kam – beziehungsweise mit dessen Umständen.
Deshalb bietet dieses Buch zwar neue Erkenntnisse, aber es ist schon erstaunlich, dass sich dieser an sich sympathische Musiker damit auch ziemlich selbst mies macht. Aber vielleicht gelingt ihm ja auch noch der deutsche Durchbruch – es wäre ihm zu wünschen, denn seine Musik kann sich durchaus hören lassen.

Maximilian Hecker: The Rise and Fall of Maximilian Hecker
Schwarzkopf & Schwarzkopf, 251 Seiten
5/10

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RTelenovela

Wer besiegt Paul? Eine ehrenamtliche Höchstleistung

Montag, den 10. Oktober 2016
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Sie nennt sich „Deutschlands größte ehrenamtliche Gameshow“: Sie heißt „Wer besiegt Paul?“ und findet einmal im Jahr in der Hohen Neuendorfer Stadthalle statt. Nur wer dabei ist und sieht, was da abgeht, der bekommt einen Eindruck davon, was das bedeutet.

Es sind um die 50 junge Leute, die sich für dieses Spektakel engagieren. Aus Spaß an der Freude – nicht für Geld und Ruhm. Sie planen die Show, sie sammeln Ideen für Spiele, machen sich auf die Suche nach Sponsoren, ohne die das alles gar nicht möglich wäre. Tagelang bauen sie das Set in der Stadthalle auf. Hauen sich die Nächte um die Ohren. Während der Show helfen sie beim Auf-, Ab- und Umbau von Requisiten. Sie sorgen für die technische Umsetzung, die so professionell wirkt, dass man meinen könnte, man säße in einem großen Fernsehstudio.

Auch wenn Fehler passieren – und es sind welche passiert, es ist eine unfassbare, atemberaubende Leistung, die das Team in Hohen Neuendorf abliefert. Mit großem Engagement und Herzblut arbeiten sie im großen Verbund. Für sich, für die Zuschauer, für die Region. Dafür meinen größten Respekt!

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