Tagesarchiv für 3. Oktober 2016

RT im Kino

Findet Dorie

Montag, den 3. Oktober 2016

(1) -> 3.10.2008

13 Jahre nach “Findet Nemo” schicken die Pixar-Studios nun den Nachfolger ins Rennen: “Findet Dorie”.
Dorie spielte auch 2003 schon eine Rolle, der blaue, extrem vergessliche Paletten-Doktorfisch war mit dabei beim Nemo-Abenteuer.

Dorie (Stimme: Anke Engelke) sucht ihre Eltern. Als Kind hat sie sie und ihre Heimat verloren. Durch ihre Vergesslichkeit hat sie nicht nach Hause gefunden – und irgendwann auch vergessen, dass es was war.
Aber nun erinnert sie sich, dass sie Eltern hatte – und dass sie sie vermisst. Sie möchte sie wiederfinden, und wird nun selbst vermisst. Nemo (Vicco Clarén) und sein Vater Marlin (Christian Tramitz) begeben sich auf die Spur von Dorie. Sie führt zur Monterey Bay, einem großen Schauaquarium.

Mit viel Witz und Herz haben sich die Macher an diese Fortsetzung gesetzt. Das merkt man diesem Film an. Mit viel Liebe zu den Figuren wird eine Geschichte über den Zusammenhalt unter Freunden erzählt. Über Hilfsbereitschaft und darüber, sich für andere aufzuopfern. Lauter gute Werte. Die Fische erleben aufregende Abenteuer, für Kinder ist das extrem spannend.
Da lässt es sich auch verschmerzen, dass dem Film der wirklich subversive Witz, der richtige lustige Sidekick fehlt.

PS: Der Vorfilm heißt “Piper”, und der ist allerliebst! Ein kleiner Piepmatz mit von einer Mama sanft dazu gezwungen, sich selbst Futter zu suchen. Wenn das nicht das böse Wasser wäre.
Ein wunderschöner, kurzer Film!

Findet Dorie
USA 2016, Regie: Andrew Stanton, Angus MacLane
Disney, 97 Minuten, ab 0
7/10

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ORA aktuell

Oranienburger Kinderschule will Oberstufe

Montag, den 3. Oktober 2016
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Die Kinderschule Oberhavel in Oranienburg-Eden will eine gymnasiale Oberstufe anbieten. Ein entsprechende Antrag ist im Bildungsministerium in Potsdam gestellt worden. Im September 2017 könnte die Schule mit einer 7. Klasse starten. Später sollen immer zwei Jahrgänge zusammen unterrichtet werden.

In der staatlich anerkannten Schule lautet das Lernprinzip, dass Schüler viel selbst bestimmen, ganz nach ihren Neigungen und Fähigkeiten.

Hits: 18

RTZapper

OGOT – Old Guys on Tour: Finale

Montag, den 3. Oktober 2016
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SO 02.10.2016 | 20.15 Uhr | Tele 5

Sie stritten sich, schwiegen sich an, und am Ende hatten sie sich wieder lieb. Die old Guys haben Santiago de Compostela erreicht.
Zwölf Folgen lang konnten wir Jörg Draeger, Frederic Meißner, Björn-Hergen Schmipf und Harry Wijnvoord dabei zusehen, wie sie auf dem Jakobsweg pilgern. Karl Dall empfing die Männer an den jeweiligen Etappenzielen.
Am Sonntagabend ging “OGOT – Old Guys on Tour” mit der Ankunft in Santiago de Compostela zu Ende. Das aber ein bisschen enttäuschend – für alle Beteiligten.

Tele 5 hat mit der Sendung für ein leider viel zu wenig beachtetes Fernsehhighlight gesorgt. Das Konzept war dabei sehr simpel: vier Männer wandern, und wir schauen zu. Kein Skript, keine Challenges. Nur der Weg. Nur das Ziel erreichen. Nur darum ging es.
Ein wenig war das Slow-TV, denn Tele 5 hat auch darauf verzichtet, dieses Projekt so aufzupeppen, dass das ganz große Ding draus wurde. Fast muss man sagen, Tele 5 hätte ein wenig mehr draus machen können, schon durch den seltsamen Titel, “OGOT”, sind sicherlich viele Zuschauer gar nicht auf das Jakobsweg-Projekt aufmerksam geworden.

Vermutlich ist noch nie so ausführlich – immerhin mehr als 13 Stunden – vom Jakobsweg berichtet worden. Wir haben gesehen, dass es oft öde ist. Dass es tolle Momente und Stellen gibt. Dass man sich anstrengen, überwinden muss. Dass man den inneren Schweinehund besiegen muss. Herrliche Gegenden, runtergekommene Wege, lange Steppen, schöne Dörfer und Städte.

Auch ohne Challenges – eigentlich ist natürlich der Weg selbst die Challenge – ist viel passiert. Denn die vier Männer kamen nicht immer miteinander klar. Jörg und Frederic waren immer schnellen Schrittes, Björn und Harry eher weniger. Und Harry war genervt. Am Ende so sehr, dass er sich mehr und mehr an den anderen entfernte. Was wiederum die anderen aufregte.
So war die Stimmung leider am Ende sehr gedrückt, in Santiago de Compostela herrschte wenig Euphorie. Und dann wurden sie auch noch aus der Kathedrale rausgeschmissen, weil man da nicht mit Rucksäcken rein darf. So gab es auch nicht den berühmten Gottesdienst mit dem großen Weihrauch-Pendel zu sehen. Wirklich schade.

So war das Finale dann eher Gesprächstherapie. Aussprache. Aber wenigstens konnten beim Abschluss-Picknick alle wieder lachen.
Fazit am Ende: “Ogot” – schön, es gesehen zu haben.

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