Tagesarchiv für 29. September 2016

aRTikel

Eine besonders lange Familientradition

Donnerstag, den 29. September 2016
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Das Autohaus Mühle in Kremmen feiert am Sonnabend das 125. Jubiläum – 1891 begann alles mit einer Stellmacherei

MAZ Oberhavel, 29.9.2016

Kremmen.
125 Jahre. Das ist eine sehr lange Zeit für ein Familienunternehmen. Das Autohaus Andreas Mühle in Kremmen feiert am Sonnabend dieses doch sehr bemerkenswerte Jubiläum.
„Wir feiern im kleineren Kreis“, sagt der Chef des Hauses, Andreas Mühle. „Es kommen Geschäftspartner, Vertreter, größere Kunden und natürlich Freunde und Familie.“ Es könne auch sein, dass spontan Leute vorbeikommen.

Ein Gründungsdokument gibt es zwar nicht mehr, aber eine Glückwunsch-Urkunde zum 50. Betriebsjubiläum. Sie ist auf den 1. Oktober 1941 datiert.
Friedrich Rührmund war es, der 1891 den Grundstein für das langjährige Unternehmen legte. Er eröffnete damals eine kleine, 36 Quadratmeter große Stellmacherei. Die war damals wichtig für die Landwirtschaft, Stellmacher kümmerten sich um die Holzarbeiten an den damaligen Fahrzeugen, meist waren es Kutschen. Er fertigte Schubkarren an, Achsenwagen, auch Fenster und Türen.
Nachdem Sohn Fritz Rührmund die Firma übernahm, verdoppelte er nach dem Zweiten Weltkrieg die Größe der Werkstatt. Allerdings starb er schon früh mit nur Mitte fünfzig. Per Anzeigen wurde nach einem Nachfolger gesucht. Siegfried Mühle kam aus der Oberlausitz nach Kremmen, übernahm den Betrieb – und heiratete auch gleich noch die jüngste Tochter der Rührmunds.
1964 war die Werkstatt schon 300 Quadratmeter groß, der Übergang vom Holz zum Metall bahnte sich an. 1970 wurde Siegfried Mühle Meister des Karosseriebauerhandwerks. Das erwies sich als zukunftsweisende Entscheidung.
1984 stieg Sohn Andreas Mühle in den Betrieb ein, 1988 machte er seinen Meister. Die Werkstatt wuchs weiter. Inzwischen spielte die Unfallinstandsetzung eine immer größere Rolle, eine Lackiererei kam hinzu, auch ein Verkaufspavillon mit Büroräumen.

Sechs Festangestellte und zwei Lehrlinge arbeiten momentan in der Firma. Bald wird sie sich wieder vergrößern, auf einem Nachbargrundstück könnte bald gebaut werden, ein entsprechender Bauantrag ist gestellt. Dort soll eine neue Mechanikabteilung entstehen. Mit Martin Mühle steht schon die fünfte Generation für das Familienunternehmen bereit. Das zu wissen, ist für Andreas Mühle ein guter Gedanke. „Das ist mein Motor, nur für mich hätte ich die Investitionen der vergangenen Jahre nicht getätigt.“ Dem Unternehmen geht es gut, auf dem Hof herrscht geschäftiges Treiben. „Aber wenn es früher der Kampf um Material war, sind es heute die Auftraggeber, um die man mit ständigen Preisverhandlungen kämpft“, sagt Andreas Mühle. Der Privatkunde dürfe dabei nicht in den Hintergrund geraten, aber es würden große Auftraggeber wie Versicherungen benötigt.
Um immer mit der Technik mithalten zu können, gibt es Schulungen. „Die Technik in den Autos wird immer anspruchsvoller“, sagt Andreas Mühle. Auch das Stichwort Elektroautos beschäftigt ihn, denn dort gibt es weniger Teile zu reparieren. „Die haben zum Beispiel keinen Auspuff.”
Dennoch herrscht auf den Firmengelände in der Kremmener Altstadt große Zuversicht, dass noch weitere Jubiläen gefeiert werden.

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RTZapper

40 Jahre extra 3

Donnerstag, den 29. September 2016
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MI 28.09.2016 | 22.00 Uhr | NDR fernsehen

Als das NDR fernsehen noch Nord III hieß (oder auch III.Programm der Nordkette). Als es eine Mauer in Deutschland gab und die DDR. Als Helmut Schmidt Bundeskanzler war.
1976 war das. Da startete das Satiremagazin “extra 3”. Jetzt haben wir 2016, vieles ist anders geworden (also, sehr sehr anders) – aber “extra 3” gibt es immer noch. Nun seit 40 Jahren.

Am Mittwochabend lief im NDR fernsehen die Jubiläumsgala. Die NDR-Leute haben völlig zurecht gefeiert, denn wenn ein Magazin 40 Jahre lang durchgängig auf Sendung geht, dann ist das eine große Leistung.
Ich bin etwas mehr als 20 Jahre dabei. Zu einer Zeit, als “extra 3” noch etwas dröge von einem Sofa aus und ohne Publikum moderiert worden ist. Später als Jörg Thadeusz moderierte und zum Kult wurde. Und als ich mich total gefreut hatte, als es hieß, Tobias Schlegl übernimmt das Magazin.

Jetzt also: Herzlichen Glückwunsch! Auf dass der reale Irrsinn in Deutschland nie aufhört. Auf dass die Reporter weiter so bissig auf die Politiker zugehen. Auf dass weiterhin satirisch auf Missstände eingegangen wird. Und auf dass es weiterhin nette Songs gibt, über die sich humorfreie Politiker aufregen. Um es kurz zu machen: Weiter so!

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RTelenovela

Der Herbst ist da!

Donnerstag, den 29. September 2016
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Ich fahre mit dem Auto auf der Strecke zwischen Amalienfelde und Kremmen. Es ist windig. Laub fällt von den Bäumen und wird aufgewirbelt. An den Bäumen selbst verfärben sich die Blätter.
Da fällt es mir auf: Es ist Herbst.

Es ist, als ob in der Nacht der Schalter betätigt worden ist. Denn wir bewegen uns zwar auf das September-Ende zu, der kalendarische Herbst hat längst begonnen – zu sehen war das aber bisher noch nicht. Kein Wunder, bisher war es immer noch recht warm und sonnig.
An diesem Mittwoch aber, da blieb die Sonne ein paar Stunden weg, und schon war der Jahreszeitenumschwung zu merken.

Und ehrlich gesagt: Wir sind nun auch an dem Punkt, an dem ich mich auf den Winter freue. Auf die dunkle, kuschelige Gemütlichkeit. Auf die Kälte draußen und die Wärme drinnen. Und natürlich auf die Advents- und Weihnachtszeit. Der Countdown läuft.

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