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Wenn Handballer Immobilien verticken

In Leegebruch ist ein schönes Häuschen frei. Ganz schnuckelig. Ganz reizend.
Ich habe das vom Oranienburger Handballclub erfahren. Das Immobilien-Angebot stand auf deren Facebook-Seite.
Und, ja, das darf man merkwürdig finden. Mindestens die Art und Weise.

Zu den größeren Sponsoren des OHC gehört auch eine Immobilienfirma aus der Region. Daran ist nun wirklich nichts Verwerfliches, denn es ist immer gut, wenn Unternehmen einen Sportverein unterstützen, der viel Gutes tut.
Es ist auch nicht verwerflich, dass der Sponsor mit Bannern oder Anzeigen im Handballer-Umfeld auftritt. Das ist üblich und normal. Es wäre nicht mal schlimm, wenn der Verein auf seiner Facebook-Seite mal die Internet- oder Facebook-Seite eben jener Unternehmen teilt – um den Menschen zu sagen, wer ihnen da Gutes tut.

Der OHC aber macht das anders. Plötzlich taucht auf der Facebook-Seite des Vereins ein Immobilienangebot auf, schon mehrfach ist das geschehen. Der Verein teilt einen entsprechenden Beitrag seines Sponsors. Der Verein macht das völlig unkommentiert.
Der OHC-Fan, der vielleicht gar keine Lust auf Immobilienanzeigen hat, bekommt also völlig unkommentiert vom OHC, dass in Leegebruch ein schönes Haus zu haben ist. Ohne Erklärung, warum der OHC das teilt. Für einen Hinweis, dass es sich um einen Beitrag eines der Sponsoren handelt, reicht es beim OHC nicht. Die Handballer verticken das Haus einfach so. Ziemlich unseriös.

Und die Admins finden das völlig normal. Spricht man sie darauf an, warum kommentarlos Werbung weitergeleitet wird, herrscht Unverständnis, und man müsse das doch verstehen, und überhaupt wolle man ja nur alles madig machen.

Wer weiß, vielleicht werden ja bald auch Handballspiele mittendrin abgebrochen, damit jemand auf das Parkett treten kann, um ohne Vorankündigung die allerneuesten Immobilienangebote vorzulesen.
Andererseits wäre das immerhin konsequent.

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