Tagesarchiv für 13. September 2016

RTelenovela

Wenn Handballer Immobilien verticken

Dienstag, den 13. September 2016
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In Leegebruch ist ein schönes Häuschen frei. Ganz schnuckelig. Ganz reizend.
Ich habe das vom Oranienburger Handballclub erfahren. Das Immobilien-Angebot stand auf deren Facebook-Seite.
Und, ja, das darf man merkwürdig finden. Mindestens die Art und Weise.

Zu den größeren Sponsoren des OHC gehört auch eine Immobilienfirma aus der Region. Daran ist nun wirklich nichts Verwerfliches, denn es ist immer gut, wenn Unternehmen einen Sportverein unterstützen, der viel Gutes tut.
Es ist auch nicht verwerflich, dass der Sponsor mit Bannern oder Anzeigen im Handballer-Umfeld auftritt. Das ist üblich und normal. Es wäre nicht mal schlimm, wenn der Verein auf seiner Facebook-Seite mal die Internet- oder Facebook-Seite eben jener Unternehmen teilt – um den Menschen zu sagen, wer ihnen da Gutes tut.

Der OHC aber macht das anders. Plötzlich taucht auf der Facebook-Seite des Vereins ein Immobilienangebot auf, schon mehrfach ist das geschehen. Der Verein teilt einen entsprechenden Beitrag seines Sponsors. Der Verein macht das völlig unkommentiert.
Der OHC-Fan, der vielleicht gar keine Lust auf Immobilienanzeigen hat, bekommt also völlig unkommentiert vom OHC, dass in Leegebruch ein schönes Haus zu haben ist. Ohne Erklärung, warum der OHC das teilt. Für einen Hinweis, dass es sich um einen Beitrag eines der Sponsoren handelt, reicht es beim OHC nicht. Die Handballer verticken das Haus einfach so. Ziemlich unseriös.

Und die Admins finden das völlig normal. Spricht man sie darauf an, warum kommentarlos Werbung weitergeleitet wird, herrscht Unverständnis, und man müsse das doch verstehen, und überhaupt wolle man ja nur alles madig machen.

Wer weiß, vielleicht werden ja bald auch Handballspiele mittendrin abgebrochen, damit jemand auf das Parkett treten kann, um ohne Vorankündigung die allerneuesten Immobilienangebote vorzulesen.
Andererseits wäre das immerhin konsequent.

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RTZapper

Die blaue Stunde

Dienstag, den 13. September 2016
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SO 11.09.2016 | 16.05 Uhr | radioeins

Während Jan Böhmermann und Olli Schulz weiterhin jeden Sonntag zu hören sind – nun eben bei Spotify – hat nun Serdar Somuncu ihren ehemaligen Sendeplatz am Sonntagnachmittag auf radioeins übernommen.
“Die blaue Stunde” heißt die zweistündige Sendung, in der Somuncu in den Abend reinplaudert.

Reinplaudert, und das ist durchaus ein bisschen überraschend. Wer den Kabarettisten kennt, weiß, dass er schon mal ordentlich austeilen und laut werden kann. Umso entspannter war das, was er am Sonntag ablieferte. Er erzählte. Über den Sommer. Über seine Reisen. Über den Abend, als in der Türkei der Putschversuch geschah.
Das war über lange Strecken interessant – und doch ein wenig ernüchternd. Somuncu kam die ganz Zeit fast schon brav und bieder daher. Ihm fehlt in seiner Sendung ein Gegenpart. Und da geht es nicht um eventuelle Provokation, sondern schlicht darum, dass es spannender und abwechslungsreicher ist, einem Gespräch zu lauschen. Zwei Leuten, die sich austauschen, die lachen, diskutieren, streiten.

Um “Die blaue Stunde” auch weiterhin spannend und hörenswert zu machen, sollte sich Serdar Somuncu auf jeden Fall öfter Gäste dazu holen – und sich einen dauerhafte(n) Partner(in) suchen.
Auf jeden Fall ist es schön, dass radioeins am Sonntag weiterhin verstärkt auf das Wort setzt. Ein wichtiger Kontrast zum sonstigen Einerlei im Radio.

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RT im Kino

Now you see me 2

Dienstag, den 13. September 2016

(1) -> 13.7.2013

Mit ihren unfassbaren Magieshows haben die “vier Reiter” das Publikum begeistert und das FBI zur Weißglut getrieben. Noch immer werden sie verfolgt, und eigentlich waren sie erst mal untergetaucht.
Doch sie haben einen Plan. Sie wollen eine Technologieshow kapern, um den Menschen zu zeigen, dass der Datenschutz mit Füßen getreten wird. Aber sie scheitern, haben die Lage nicht mehr unter Kontrolle. Außerdem fliegt auch noch Dylan Rhodes (Mark Ruffalo) Identität auf – der FBI-Mann ist immerhin der Leiter der Reiter.
Sie treffen auf Walter Mabry (Daniel Radcliffe). Der hat einen Plan, und was die Reiter (Jesse Eisenberg, Dave Franco, Woody Harrelson, Lizzy Caplan) nicht wissen: Er ist der Sohn von Arthur Tressler (Michael Caine) – und der will den Magiern nichts Gutes.

“Now you see me 2” (deutscher Verleihtitel, der aber nirgendwo auftaucht: “Die Unfassbaren 2”) ist leider nicht ganz so cool geworden wie der erste Teil. Denn die Magier haben dieses Mal kaum Gelegenheit, in ihren Shows aufzutreten. Was sie auf dem Kasten haben, müssen sie aber im Laufe des Films dennoch zeigen. Denn sie geraten in eine Situation, die verzwickt ist.
Ganz nebenbei erfährt der Zuschauer einiges über Zaubertricks und wie sie funktionieren. Das ist ganz nebenbei interessant und unterhaltsam. Und erscheinen Teile der Handlung manchmal sehr abstrus, dann bekommt der Zuschauer zum Ende des Films eine sehr ausführliche Auflösung aller Fragen. Das ist dann doch schon wieder ziemlich cool.

Now you see me 2
USA 2016, Regie: Jon M. Chu
Concorde, 130 Minuten, ab 12
7/10

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