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Kritik? Ausländerhasser!

Die Probleme rund um den Bau der neun Häuser für Flüchtlinge in Kremmen sind ein Politikum. Kein Wunder, immerhin investiert die Stadt dort nach aktuellem Stand 3,55 Millionen Euro. An der Berliner Straße, am Rand der Altstadt, entstehen gerade neun Häuser, in die im Oktober zunächst für mindestens drei Jahre Flüchtlinge einziehen sollen. Danach könnten die Häuser für den Wohnungsmarkt offen stehen.
Die Stadt baut, der Landkreis mietet an.

Von Anfang gab es Streit um das Projekt. Auch weil die Gegner unter anderem der Meinung waren, dass dieses Projekt nicht Sache der Stadt sein sollte, sondern des Landkreises. Immerhin war ursprünglich ein ähnliches Projekt geplant.

Ärgerlich an der Debatte dabei ist: Sobald jemand kritische Fragen stellt, warum dieses oder jenes nicht so funktioniert wie es funktionieren sollte – der wird sofort bezichtigt, gegen das komplette Projekt und eigentlich auch gleich gegen Ausländer zu sein.
So ist es schon mehrfach in der Sitzung des Stadtparlaments geschehen – und auch schon in internen Telefonaten, die ich mit Politikern aus der Stadt führte.
Aber das ist diffamierend und kein guter Stil – und vor allem falsch.
Man ist doch noch lange kein Ausländerhasser, nur weil man bestimmte Dinge hinterfragt. Was ist das eigentlich für ein einfaches Weltbild, das da einige haben?

Das Projekt ist sinnvoll, und auch die, die öffentlich Kritik üben, sagen grundsätzlich, dass sie die Häuser wollen. Sie betonen es immer wieder, und ich habe keinen Grund, ihnen das nicht zu glauben.
Es ist gut, bei Bauprojekten genau hinzuschauen. Auch wenn es um Häuser für Flüchtlinge geht. Einfach alles schulterzuckend durchzuwinken, weil man ja sonst etwas gegen dieses Flüchtlingsprojekt haben könnte – damit machen es sich einige Politiker zu einfach.

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