Tagesarchiv für 4. September 2016

RTZapper

Promi Big Brother: Edona

Sonntag, den 4. September 2016
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SA 03.09.2016 | 22.15 Uhr | Sat.1

Es muss immer schwieriger sein, Fernsehnasen für Reality-Live-Formate zu finden. Anders ist die Castingkatastrophe nicht zu erklären, die momentan bei Sat.1 zu betrachten ist. “Promi Big Brother” 2016 ist gestartet, und so langweilig war die Show noch nie. Wenn es das Ziel war, die uninteressantesten und lahmsten Menschen zu finden, die man im Haus einsperren kann, dann ist das Sat.1 gelungen.

Irgendwie aus “Verbotene Liebe” ist dabei. Irgendwie, die mal was beim “Bachelor” war. Natascha Ochsenknecht. Der schnarche und rauchende Mario Basler. Irgendeiner, der sich Prinz nennt. Ein Ex-Soap-Darsteller. Und so weiter. Alles nette Leute, aber alle nicht sonderlich interessant.
Mario Basler wird ja nicht gleich spannend, nmur weil er laut schnarcht. Oder die Tante aus der “Verbotenen Liebe”, weil… weil… ähm… Ach, lassen wir das.

Immerhin hat Sat.1 Edona James? Die war mal irgendwas bei “Adam und Eva” (eine Nackt-Doku-Soap), war früher mal ein Mann und hat nun Monstertitten. Und eine Muschi. das muss man an dieser Stelle betonen, denn Mördertitten und Muschi musste sich gleich im Haus ausgiebigst präsentieren. Mit einer der anderen Kandidaten macht sie vor laufenden Kameras einen Muschivergleich. Beine breit und staunen. Das sind die ganz großen Momente im BB-Haus. Ob sich die Herren auch die Schwänze gezeigt haben, ist bislang nicht bekannt.
Edona aber streitet sich, die blökt rum, sie keift, sie spricht Kauderwelsch – sie ist unerträglich, und doch momentan das einzig Interessante in der ganzen Show. Immerhin füllte sie einen Großteil der Sendung vom Sonnabend, während vom zweiten Team so gut wie nichts zu sehen war – vermutlich weil da einfach nichts Spannendes passiert ist.

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RTelenovela

Kritik? Ausländerhasser!

Sonntag, den 4. September 2016
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Die Probleme rund um den Bau der neun Häuser für Flüchtlinge in Kremmen sind ein Politikum. Kein Wunder, immerhin investiert die Stadt dort nach aktuellem Stand 3,55 Millionen Euro. An der Berliner Straße, am Rand der Altstadt, entstehen gerade neun Häuser, in die im Oktober zunächst für mindestens drei Jahre Flüchtlinge einziehen sollen. Danach könnten die Häuser für den Wohnungsmarkt offen stehen.
Die Stadt baut, der Landkreis mietet an.

Von Anfang gab es Streit um das Projekt. Auch weil die Gegner unter anderem der Meinung waren, dass dieses Projekt nicht Sache der Stadt sein sollte, sondern des Landkreises. Immerhin war ursprünglich ein ähnliches Projekt geplant.

Ärgerlich an der Debatte dabei ist: Sobald jemand kritische Fragen stellt, warum dieses oder jenes nicht so funktioniert wie es funktionieren sollte – der wird sofort bezichtigt, gegen das komplette Projekt und eigentlich auch gleich gegen Ausländer zu sein.
So ist es schon mehrfach in der Sitzung des Stadtparlaments geschehen – und auch schon in internen Telefonaten, die ich mit Politikern aus der Stadt führte.
Aber das ist diffamierend und kein guter Stil – und vor allem falsch.
Man ist doch noch lange kein Ausländerhasser, nur weil man bestimmte Dinge hinterfragt. Was ist das eigentlich für ein einfaches Weltbild, das da einige haben?

Das Projekt ist sinnvoll, und auch die, die öffentlich Kritik üben, sagen grundsätzlich, dass sie die Häuser wollen. Sie betonen es immer wieder, und ich habe keinen Grund, ihnen das nicht zu glauben.
Es ist gut, bei Bauprojekten genau hinzuschauen. Auch wenn es um Häuser für Flüchtlinge geht. Einfach alles schulterzuckend durchzuwinken, weil man ja sonst etwas gegen dieses Flüchtlingsprojekt haben könnte – damit machen es sich einige Politiker zu einfach.

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RT im Kino

Mike and Dave need Wedding Dates

Sonntag, den 4. September 2016

Es gibt Filme, für die muss man in Stimmung sein. Einmal auf den falschen Fuß erwischt, kann das Urteil vernichtend ausfallen. Oder man findet ihn einfach: lustig.
Im Fall von “Mike and Dave need Wedding Dates” ist eine Bewertung deshalb schwierig. Denn die Komödie hat wirklich furchtbare Momente, diese Furchtbarkeit, dieser Trash ist dann aber letztlich auch erstaunlich lustig.

Die Brüder Mike (Adam DeVine) und Dave (Zac Efron) sind echte Nervensägen. Auf Partys sorgen sie regelmäßig für Katastrophen. Deshalb haben die Eltern nun eine Forderung: Wenn Mikes und Daves Schwester heiratet, dann müssen die beiden je ein Date mitbringen, um zu verhindern, dass wieder Schlimmes passiert.
Als suchen die beiden über das Internet nach zwei Frauen, die sie nach Hawaii zur Hochzeit begleiten. Es melden sich Alice (Anna Kendrick) und Tatiana (Aubrey Plaza). Sie beiden sind aber nur auf den Hawaii-Urlaub aus – und in Wirklichkeit noch schlimmer drauf als Dave und Mike.

Ja, dieser Film hat schlimme Momente. Fremdscham-Augenblicke. Es gibt Dialoge, die bekloppt sind. Schlecht gespielt sind. Dass Eltern von den Söhnen fordern, sich irgendwelche Tanten für eine Feier aufzureißen, ist, nun ja, unglaubwürdig.
Aber wie gesagt: irgendwas ist da. Irgendwie ist er dann doch lustig, es gibt wirklich lustige, gelungene Gags. Wie und sich herausstellt, sind – wie am Anfang befürchtet – nicht alle ausschließlich dämlich, doof und unerträglich. Das Blatt wendet sich.
Regisseur Jake Szymanski sorgt für niveaulose Unterhaltung. Aber eben für Unterhaltung, für kurzweiligen Trash.

Mike and Dave need Wedding Dates
USA 2016, Regie: Jake Szymanski
Fox, 99 Minuten, ab 12
6/10

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