Tagesarchiv für 3. September 2016

aRTikel

Königin Kristin

Samstag, den 3. September 2016
Tags: ,

Die 20-Jährige aus Bärenklau hat am kommenden Freitag ihren ersten Auftritt auf dem Remontehof

MAZ Oberhavel, 3.9.2016

Bärenklau.
Wenn am nächsten Wochenende in Bärenklau das Erntefest gefeiert wird, dann gibt es auch wieder eine Erntekönigin. In diesem Jahr hat Kristin Röthig diese ehrenvolle Rolle übernommen. „Wir fragen sie schon seit Jahren“, sagt ihr Vater Volker – der Vorsitzende des Kulturvereins Arge Baer – und schmunzelt. „Ich habe das alles ja von klein auf mitbekommen, deshalb wusste ich, worauf es ankommt, und mit 20 Jahren bin ich nun bereit dazu“, sagt die Königin.

Sie ist im Dorf aufgewachsen, machte ihr Fachabitur am Oranienburger Georg-Mendheim-OSZ und studiert nun im fünften Semester Sozialpädagogik und -management in Dresden. Momentan absolviert sie ein Praktikum beim Kreisjugendring in Oranienburg. Wohin es mal beruflich gehen soll, ist noch unklar. „Aber die Heimerziehung reizt mich am meisten“, sagt sie.
Momentan genießt sie es, in der Großstadt zu wohnen, auch wenn sie gerade jetzt im Sommer während ihres Praktikums wieder in Bärenklau lebt. „Wenn ich selbst mal Kinder habe, dann möchte ich eigentlich auch wieder zurück ins Dorf“, sagt Kristin Röthig. Am liebsten natürlich nach Bärenklau, denn ein schöneres Dorf kenne sie nicht.

„Die Menschen hier sind nett und lustig, sie sind alle sehr offen“, sagt sie. Schade findet sie, dass gerade von den jungen Leuten kaum jemand im Kulturverein mitmacht – immerhin sorge er ja für Events wie das Erntefest.
Am Freitag, 9. September, hat sie um 20.30 Uhr ihren ersten Auftritt auf dem Remontehof – und dann beim Erntefest am Tag danach.

Hits: 16

RTZapper

Lesermeinung: “Wo sollen Kinder sonst pullern?”

Samstag, den 3. September 2016
Tags: , ,

DO 01.09.2016 | Berliner Kurier

Das Schöne am Internet ist ja, dass jeder alles schreiben kann. Dass jeder seine Meinung kund tun kann. Gleichzeitig ist das aber auch das Schlimme am Internet.
Sarah Kuttner, zum Beispiel. Hat sich sich doch tatsächlich und unverschämterweise über Berliner Mütter beschwert, die ihre Kinder fix mal an den Baum pinkeln lassen. Weil’s ja so süß ist und es ja auch nicht anders geht, sagen die Mütter. Die REGEN SICH NÄMLICH JETZT TOTAL AUF, die EMPÖRUNG ist mal wieder groß. Wie kann es sich Frau Kuttner bloß ERDREISTEN, zu sagen, dass sie an Bäume pinkelnde Kinder doof findet und die Eltern gleich mit.

Nun kann man gern darüber diskutieren, aber leider werden solche Diskussionen eher selten wirklich sachlich geführt. Stattdessen wird gepöbelt und beschimpft – gern auch mehr oder weniger anonym in Internetforen.
Und im Berliner Kurier.
Auf der Lesemeinungsseite durften sich die Leser der Zeitung mal so richtig auskotzen. “Wenn Frau Kuttner Kinder hätte, gäbe es die Diskussion nicht”, schrieb jemand unter Pseudonym (es sei denn, Michael Randberliner heißt wirklich so). Ist eine Meinung, aber sie ist Unsinn, weil es ja eventuell sein könnte, dass Sarah Kuttner ihre Kinder, wenn sie denn welche hätte, trotzdem nicht an den Baum pissen lassen würde.
Oder: “Wenn meine Kinder pinken müssen, ist es so! Ich werde ihnen das nicht verbieten”, schreibt eine Erna Schmidt, und man fragt sich dann doch, was Eltern ihren Kinder eigentlich so beibringen und was nicht. Dass sie mit dem Pinkeln auch mal warten müssen, gehört auch dazu.
Eine Kathrin Pilakovic rief gar in der Leserbriefspalte des Berliner Kuriers dazu auf, nun doch bitte alle Kinder in Frau Kuttners Gegend laufen lassen sollen. Da muss man dann schon nach dem Niveau sehr weit unten suchen – um es nicht mal dort zu finden.

Trauriger als die Art der Diskussion ist aber, dass das so ein niveauloses, teilweise anonymes Gerquatsche im Berliner Kurier stattfinden kann. Man fragt sich erstens, was diese Zeitung bloß für Leser hat – und was für Redakteure, denen es scheinbar völlig wurscht ist, was sie da veröffentlichen.

Hits: 15

RTelenovela

Ganz schön eng!

Samstag, den 3. September 2016
Tags: ,

Die Sache mit der Parkerei in Innenstädten ist ja immer so eine Sache. Da muss man dann schon dreimal durch den Kiez fahren, ehe man ein Plätzchen findet.
Besonders krass ist das im Wohngebiet rund um die Hönower Straße in Berlin-Karlshorst. Schon wenn man in die Straße einbiegt, sieht man: Das ist eng. Auf der linken Seite parken Autos, auf der rechten auch. Aber die Straße ist so eng, dass weder Begegnungsverkehr möglich ist, noch für einen selbst kaum Spielraum besteht.

Ich frage mich ja ganz ernsthaft: Was ist, wenn da mal eine Feuerwehr durch muss? Passt die da durch? Und gibt es nicht Regelungen darüber, wie breit eine Straße sein muss? Und ab wann das Parken auf der Straße verboten ist, wenn sie zu schmal ist?
In der Hönower Straße jedenfalls scheinen alle Verantwortlichen alle Augen zuzudrücken.
Wer dort tatsächlich zufällig eine Lücke findet, sollte jedenfalls besser die Seitenspiegel einklappen.

Hits: 14