Tagesarchiv für 25. August 2016

aRTikel

Ab jetzt mehr Freizeit nach 15 Jahren Lobbyarbeit

Donnerstag, den 25. August 2016
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Joachim Wiemann (80) aus Sommerfeld hat den Kremmener Seniorenbeirat verlassen

MAZ Oberhavel, 25.8.2016

Sommerfeld.
Mit 80 ist Schluss! Das hatte sich Joachim Wiemann fest vorgenommen. Und der Sommerfelder hat sein Vorhaben wahr gemacht und hat sich aus dem Kremmener Seniorenbeirat verabschiedet. „Die Feier zur Brandenburgischen Seniorenwoche in Kremmen war meine letzte Amtshandlung“, sagt er. Seit drei Jahren war er neben Gerhard Mittelstädt der Vize-Vorsitzende, davor vier Jahre lang der Chef des Gremiums, insgesamt war Joachim Wiemann 15 Jahre lang dabei.

Die Zeit sei mit viel Arbeit verbunden gewesen, sagt er und lächelt. Aber er wollte in seinem Ruhestand etwas tun. „Nur hinsetzen, lesen, fernsehen und im Garten sein, das ist nicht so meine Art. Ich wollte mich noch ein bisschen beschäftigen.“ Wobei „ein bisschen“ dann wohl leicht untertrieben ist. Immerhin geht es um Seniorenbeirat um Lobbyarbeit, die zu leisten ist.
Das ist nicht immer leicht, wenn auch anders, als man denkt: „Bei den Behörden, da hatten wir immer Unterstützung“, sagt der Sommerfelder. Es haperte manchmal eher an der Unterstützung der Senioren selbst. „Es war hin und wieder schwierig, die Senioren aus den Ortsteilen zu mobilisieren.“ Und überhaupt gibt es ein „Nachwuchsproblem“. „Die Leute sagen heutzutage: Ich fühle mich noch nicht so alt. Wenn sie in Rente gehen, wollen sie erst noch mal was erleben, und das ist ja heute auch kein Problem mehr. Wer ist gesund ist und mobil, braucht keine Seniorengruppe. Das ist merkwürdig, ist aber so.“ Die Zeit sei schnelllebiger geworden.
Die größte Aufgabe in seiner Zeit als Seniorenbeirat war die Umfrage zur „Generation 55 plus“ in Kremmen. „2009 haben wir damit begonnen, haben Fragebögen verteilt und ausgewertet.“ Am Ende ist eine Broschüre entstanden. „Im Moment ruht das Projekt, es soll aber fortgeschrieben werden.“ Immerhin werde der Beirat seitdem noch besser unterstützt. „Man hatte immer ein offenes Ohr für uns.“

Aber damit wird sich Joachim Wiemann jetzt nur noch am Rande beschäftigen. Natürlich wird er aber weiter die Veranstaltungen der Senioren besuchen. „Da unterstütze ich auch weiter, ich lasse mich da nicht nur bespaßen.“ Auch im „Sommerfelder Seniorentreff” wird er aktiv bleiben. „Aber nur als Mitläufer“, sagt er und lächelt wieder.
An sich hat er jetzt aber mehr Freizeit. Gemeinsam mit seiner Frau will er in Zukunft mehr verreisen. „Wir wollen uns noch ein bisschen die Umgebung angucken.“ Erst kürzlich waren sie in Stockholm. 1994 ist das Paar von Berlin-Moabit nach Sommerfeld gezogen. Wiemanns wohnten in der Nähe des Lehrter Bahnhofes, er arbeitete in der Berliner Justizverwaltung. „Als der Plan kam, dass bei uns der neue Hauptbahnhof entsteht, war klar, dass es Zeit wird, rauszuziehen.“ In Sommerfeld fanden sie damals ihre neue Heimat. „Das haben wir bisher nicht bereut.“ Und vielleicht wird der Ruhestand jetzt ja wirklich ein wenig ruhiger.

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RTZapper

VIVA Top 100: Buch? Hihi!

Donnerstag, den 25. August 2016
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MI 24.08.2016 | 10.00 Uhr | VIVA

Schaut man sich die “VIVA Top 100” an, kann man eigentlich nur noch heulen. Live gibt’s die sogenannte Show nur noch im Netz, und deshalb scheint VIVA dafür nicht wirklich Kohle rauszuhauen. Die Kamera steht fest, das Studio ist das billgste, was VIVA bekommen konnte.
In der am Mittwochvormittag wiederholten Sendung moderierte ein Rapper namens T-Zon. Das weiß erstaunlicherweise nicht mal Wikipedia, und dabei weiß Wikipedia alles. Na ja, sagen wir mal, er, äh, stammelte, äh, irgendwas, äh, und sein, äh, liebstes Füllwort, äh, war: “ääääh”. Es schien, als brachte er keinen vernünftigen, äh, Satz zustande. Damit qualifiziert man sich als VIVA-Moderator?

Für Gäste scheint auch kein Geld übrig zu sein, im Hintergrund saß ein gewisser Jona Selle. Er macht Musik, und wenn man sich mal bei Youtube reinklickt, ist das sogar ganz nett – allerdings ist kein Video dort jünger als neun Monate. Aber immerhin bekommt man im Netz schnell raus – und das wurde auch erwähnt – dass die beiden zusammenarbeiten.
So saß der VIVA-Charts-Stammelator also mit seinem Kumpel im Rumpelstudio.
Warum auch immer, aber T-Zon fragte Jona Selle kurz vorm Tschüsssagen noch, wann er denn das letzte Buch gelesen habe. Das sei lange her, meinte Selle, und er musste kurz überlegen. Ohje. Und dann: In der Schule habe er einen dicken Wälzer gelesen – bis Seite zwei. Hihi.
Die Szene sagte so einiges.

Liebe VIVA-Leute – dann spielt doch am besten die Chartclips pur ab! Dann muss sich dieses Möchtegernsendungs-Trauerspiel niemand mehr ansehen.

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RTelenovela

Countdown: Feuer und Flamme für Kremmen 2016

Donnerstag, den 25. August 2016
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Heute mal wieder Werbung in eigener Sache. Am Sonnabend, 27. August 2016, moderiere ich zum vierten Mal das Bühnenprogramm beim Festival “Feuer und Flamme für Kremmen”. Los geht es um 14 Uhr auf dem Platz vor dem Theater “Tiefste Provinz” im Kremmener Scheunenviertel.

Eigentlich beginnt es schon am Vormittag mit einem Flohmarkt. Um 14 Uhr startet dann das Bühnenprogramm. Kremmens Bürgermeister kommt zur Eröffnung, es werden dann Luftballons vom Scheunenviertelverein in die Luft gehen, und um 16 Uhr startet “Feuer und Flamme für Kremmen – Der Talk”. Da werde ich auf der Bühne spannende Kremmener zu Gast haben. Die neuen Betreiber der Galeriescheune erzählen, wie sie in die Stadt gezogen sind. Malte Voigts berichtet von der ersten Heidelbeersaison auf dem Spargelhof. Matthias Dill vom 800-Jahre-Fest und Andreas Busse über den Tourismus in der Stadt.

Im Anschluss geht es musikalisch weiter. Die Kulturranzen geben ein Konzert, am Abend “Die Unbestechlichen”, später die KickerDibs und am Ende noch eine Coverband.
Das Wetter wird sommerlich, also könnte es eine schöne Party werden.
Der Eintritt kostet nüscht!

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