Tagesarchiv für 20. August 2016

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Wenn Mensch und Tier ein Team bilden

Samstag, den 20. August 2016
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Die Mitglieder des Hundesportvereins Kremmen-Schwante bieten auch für Gäste Alltagstrainings, Beratungen und vieles mehr

MAZ Oberhavel, 20.8.2016

Kremmen.
Auf Frauchen und Hund kommt ein Mann mit Kinderwagen zu. Er kreuzt dessen Weg, aber der Hund reagiert nicht, die Sache interessiert ihn nicht, er läuft ruhig weiter. Der Hund ist solche Situationen gewöhnt – aber man muss es ihm antrainieren, dass er in so einer Lage nicht unruhig wird und bellt. Darum kümmern sich die Mitglieder des Hundesportvereins Kremmen-Schwante. „Wir bieten ein Alltagstraining für Mitglieder und Gäste“, sagt die Vorsitzende Astrid Braun.
Alltagstraining heißt: Weg von einer Hundeerziehung mit Zwängen, Druck und Strafen. „Früher war es so, wenn es nicht weh getan hat, ist es richtig. Wir arbeiten heute aber über positive Verstärkung“, sagt Astrid Braun. Es gehe darum, den Hund zu belohnen, wenn es etwas richtig macht. „Setzt er sich hin, bekommt er ein kleines Leckerchen.“ Wichtig sei es auch, Grenzen zu setzen. Wer sich einen Hund anschafft, muss Zeit investieren, sich mit ihm zu beschäftigen, eine Bindung aufbauen. Die Rede ist vom „Team Mensch-Hund“. Beide müssen immer wieder ihre Hausaufgaben erledigen.

Die Vereinsmitglieder, die ihr Gelände in der Straße An der Linde in Kremmen (verlängerter Lindenweg in Schwante) haben, trainieren dort immer wieder mit ihren Tieren. Diverse Kurse finden immer am Mittwochnachmittag sowie an den Sonnabend- und Sonntagvormittagen statt. Es ist kein Drang da, kein Drill – alles verläuft spielerisch, aber eben mit feststehenden Regeln für die Hunde. Das geht über „Sitz!“ und „Platz!“ hinaus, beides müssen Hunde lernen wie „Tricks“. Und auch der Mensch müsse sich dafür immer wieder disziplinieren – zum Beispiel nicht ohne zu warten oder zu gucken, mit dem Hund über die Straße zu laufen.
15 Mitglieder hat der Verein, der bereits im Jahre 1979 gegründet worden ist. Erster Vorsitzender war Dietmar Persicke. Heute gehören vier Männer und elf Frauen dazu. Nachwuchs ist immer willkommen. „Wir sind da völlig offen, nicht rassegebunden“, sagt Astrid Braun, die erst seit Juli die neue Vorsitzende ist. Wichtig sei, dass der Hund, der an den Trainings teilnimmt, gesund, geimpft und haftpflichtversichert sei.
Wer auf das Gelände kommt, kann an Alltagstrainings teilnehmen, außerdem an Basisausbildungen bis zur Begleithundprüfung und neuerdings immer mittwochs um 17.30 Uhr an Rally Obedience, einer lockeren Beschäftigung mit klassischen Gehorsamsübungen für den Hund und neuen Herausforderungen mit einem immer neuen Parkourverlauf.
„Wir würden Interessierte auch vor einem Hundekauf beraten“, sagt Astrid Braun. Immerhin müsse entschieden werden: Welche Rasse passt zu mir? Holt man den Hund vom Züchter? Aus dem Tierheim? Die Vereinsmitglieder machen das alles ehrenamtlich, Mitglieder zahlen einen jährlichen Beitrag, Gäste bei den Trainings nur eine kleine Gebühr. Wer ein halbes Jahr dabei ist, kann in die Gruppe eintreten. Erfolge kann der Verein mit seinen Hunden auch schon aufweisen. Im vergangenen Jahr gewann die Schäferhündin Kira mit ihrem Herrchen Dieter Pachal aus Verlorenort die Fährtenhunde-Meisterschaft in Berlin-Brandenburg (MAZ berichtete). In diesem Jahr haben sich drei Hunde aus dem Kremmener Verein für das Finale im September qualifiziert: wieder Kira, die belgische Schäferhündin Jodee und der Labradormix Ayu. „Wir rechnen uns ganz gute Chancen aus“, sagt Vereinsmitglied Sonja Unruh.

Am 24. September, veranstalten die Mitglieder des Hundesportvereins von 15 bis 18 Uhr auf ihrem Gelände einen „Tag der offenen Tür“. „Da wollen wir den Gästen alle Sportarten zeigen, die wir bei uns anbieten, sagt Vereinschefin Astrid Braun. Und natürlich auch die gute Stimmung vermitteln, die immer auf dem Gelände herrscht.

Das Video dazu auf Youtube.

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RTZapper

Rügen TV Nachrichten: Angela Merkel in Baabe

Samstag, den 20. August 2016
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FR 20.08.2016 | 18.00 Uhr | Rügen TV

Angela Merkel muss die Welt retten? Sie muss sich um die Türkei kümmern? Um ein eventuelles Burka-Verbot? Um die Flüchtlingskrise?
Nein, sie muss einen Wasserwanderrastplatz am Bollwerk in Baabe eröffnen.
Das ist einerseits schrecklich unspektakulär, aber andererseits: Auf Rügen und in ganz Mecklenburg-Vorpommern ist Wahlkampf, bald wird dort ein neuer Landtag gewählt. Da muss dann eben auch mal die Kanzlerin ins Ostseebad Baabe, um irgendwas einzuweihen.
Seltsam, dass die großen Medien das Thema nicht aufgegriffen haben. Das hätte Deutschland doch ganz sicher interessiert! Immerhin der Lokalsender Rügen TV berichtete darüber in den Nachrichten – aber auch da nicht mal mit Bewegtbildern.

Aber vielleicht sind das für Angela Merkel auch die Momente, um mal runterzukommen. Um auch mal die Lokalpolitik zu genießen. Denn das dürfen wir nicht vergessen in all dem Welt-, Europa- und Deutschlandgedöns: Angela Merkel (CDU) ist auch Lokalpolitikerin auf Rügen. Dort hat sie nämlich ihren Wahlkreis, dort muss sie sich also ab und zu auch mal blicken lassen.
Und wenn sie dann einen Wasserwanderrastplatz (bitte fünfmal schnell und laut vorlesen) in Baabe eröffnet, mag das lustig klingen. Aber auch das ist eben das Politgeschäft einer Kanzlerin.

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RTelenovela

Instastory

Samstag, den 20. August 2016
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Ich habe neulich meine erste Instastory gedreht, und sie hatte genau vier Zuschauer. Also, zumindest der erste der vier Teile.
Instastory ist das neue ganz große Ding bei Instagram – und genau genommen ein Abklatsch von Snapchat. Bei Instastory kann man Minifilmchen drehen, die bis zu zehn Sekunden lang sein können. Man kann sich selbst filmen oder etwas anderes. Man kann Fotos machen und beschriften oder bemalen. Und nach 24 Stunden ist die komplette Instastory wieder gelöscht.

Also legte ich los. Nachts um halb zwei auf dem Potsdamer Platz in Berlin. Laberte ein bisschen. Und fragte, ob das überhaupt irgendjemand sieht.
Na ja, die Antwort steht oben und heißt: eigentlich nicht.
das könnte aber daran liegen, dass ich ja noch nicht wirklich viele Follower habe. Bei Promis ist das schon anders, die können mit den Filmchen große Aufmerksamkeit bekommen.

Und ich habe schon tolle Instastorys verfolgen können. Mit Shai Hoffmann, einem Bekannten von mir, der musikalisch, schauspielerisch und sozial unterwegs ist, war ich neulich in Tel Aviv. Das heißt, er war da und hat viele kurze Clips gedreht, die allesamt spannend waren, weil sie viel von der Atmosphäre dort rüberbrachte.
Moderator Jan Köppen stellte neulich Videos einer Sportchallenge mit Moderator Daniel Boschmann hoch. Sinnfrei, aber lustig. Sido gab an einem Tag Backstage-Eindrücke eines Konzertes preis.

Das alles braucht man nicht, und momentan ist es für mich selbst noch nicht so reizvoll, solche Werke zu schaffen, die nach einem Tag im Nichts verschwunden sind – interessante Momente bietet das Spielzeug aber doch.

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RTZapper

Kessler ist… Hugo Egon Balder

Samstag, den 20. August 2016
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DO 18.08.2016 | 23.35 Uhr | ZDF

Es war vielleicht Michael Kesslers schwerster Fall: Hugo Egon Balder.
In der wunderbaren Reihe “Kessler ist…” trifft der Schauspieler einen prominenten Menschen, er beobachtet ihn, er studiert ihn, und er trifft Leute, die ihn gut kennen und etwas über ihn erzählen können.

Am Donnerstagabend aber war alles ein bisschen anders. Denn Hugo Egon Balder lässt sich nicht in Karten blicken. Balder ist ein sehr humorvoller Mensch, und in jede Antwort verpackt er einen Gag, und er sagt auch: Mit einem guten Gag musst du nie die Wahrheit sagen. Das scheint er zu beherzigen. Wenn Balder auf eine Frage antwortet, dann macht er das immer scherzhaft. Immer mit einem lockeren Spruch. Und das, ohne die eigentliche Frage wirklich zu beantworten. Nie war es für Michael Kessler so schwer, hinter die Kulissen seines Gastes zu schauen.

Umso spannender war diesmal der Augenblick, als der Balder dem kesslerschen Balder gegenüber saß. Es war wieder eine dieser außergewöhnlichen Momente dieser Reihe. Denn plötzlich fiel die Maske. Hugo Egon Balder war baff. Darüber wie sehr Kesslers Verkleidung und Maske dem wahren Balder ähnelte.
Und immer wenn Kessler alias Balder etwas über den wahren Hugo Egon erzählte, war diesem wahren Hugo Egon die Überraschung und der Schock deutlich anzusehen. Zumal Kessler seinem Gast bittere Wahrheiten um die Ohren haute – dass er eben durch seinen Humor sehr viel verdecke, dass er unnahbar sei, und dass das nicht immer gut sei.
Am Ende zog Hugo Egon Balder ein spannendes Fazit: Er müsse wohl mehr über sich nachdenken.

Den Machern dieser Reihe, aber besonders Michael Kessler kann man nur den größten Respekt für diese Leistungen in dieser so völlig anderen ZDF-Porträtreihe aussprechen.

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