Tagesarchiv für 18. August 2016

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Die ersten Autogrammkarten sind schon verteilt

Donnerstag, den 18. August 2016
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Beata Wardzinska (29) ist die neue Kremmener Erntekönigin

MAZ Oberhavel, 18.8.2016

Kremmen.
Sie fühlt sich sichtlich wohl in ihrer neuen Rolle. Am Sonntag nahm sie beim Drescherfest in Staffelde schon mal ein Bad in der Menge. Herzlich und offen geht auf die Menschen zu. Sie verteilt ihre Autogrammkarten, die gleichzeitig die Werbung für das diesjährige Kremmener Erntefest sind. Denn genau das ist ihre Botschaft – nun genau ein Jahr lang. Beata Wardzinska ist die neue Kremmener Erntekönigin.
Am Sonntag übernahm die 29-Jährige das Amt von Diana Steinke. In Staffelde hat sie die Schärpe bekommen. „Das ist schön“, sagt sie. „Eine große Ehre.“ Sie strahlt, wenn man mit ihr über ihr neues Ehrenamt spricht. Ein Jahr lang wird sie Kremmen vertreten. Sie wird zu diversen Messen reisen. Auf der Grünen Woche, der Internationalen Tourismusmesse (ITB) und auf vielen anderen Schauen und Veranstaltungen wird sie die Ackerbürgerstadt, ihre Vorzüge und touristischen Attraktionen anpreisen, und das macht sie ganz offensichtlich gern. In Staffelde nahm die Erntekönigin auf der alten Dreschmaschine Platz.Robert Tiesler
„Ich wurde vom Erntefestkomitee gefragt, ob ich das gern machen möchte“, erzählt sie. „Ich musste gar nicht lange nachdenken“, schiebt sie hinterher und strahlt wieder.

Seit vier Jahren lebt sie in Kremmen, vorher wohnte sie in Berlin. Aufgewachsen ist Beata Wardzinska in Polen, in der Nähe von Danzig. Dass sie ein nahezu akzentfreies Deutsch spricht, hat damit zu tun, dass sie die Sprache studiert hat. Die Liebe zog sie nach Brandenburg, nach Kremmen. „Ich mag ihre offene Art und Weise und natürlich ihr blondes Haar“, sagt ihr Partner Ricky Schlichting.
Ab September werden besonders die Kremmener Kinder mit ihr zu tun haben. Sie ist dann nämlich Lehrerin für Deutsch und Englisch an der Goethe-Grundschule. „Ich habe mich in Oberhavel beworben, dass ich nun sogar in Kremmen eingesetzt werde, ist Zufall“, erzählt sie.

Für ihre Arbeit als Erntekönigin bleibt trotzdem Zeit. „Das kann man gut planen“, sagt Beata. Die meisten Veranstaltungen finden am Wochenende statt. Und ein bisschen hat sie ja schon miterlebt. „Ich war bei einer Tour in Polen schon mal mit dabei“, sagt sie. Sie war die Dolmetscherin für die Kremmener Delegation im Nachbarland. „Da habe ich mich schon bei Diana Steinke erkundigt.“ In diesem Jahr möchte sie jeden möglichen Termin wahrnehmen. „Ich freue mich natürlich besonders auf das Erntefest in Kremmen im September, aber auch auf die ITB und die Grüne Woche. Man trifft dort interessante Leute.“
Bühnenerfahrung hat sie auch schon. „Ich war zehn Jahre in einer Volkstanzgruppe, da hatte ich ziemlich oft Auftritte.“ Das war zu ihrer Schulzeit. Außerdem liest sie gern und geht oft spazieren. „Diese Stadt ist wirklich wunderschön.“ Sie mag das historische Scheunenviertel und den Spargelhof. „Und unsere schöne Altstadt ist sehenswert.“ Auch durch ihren Freund habe sie sich schnell in der Stadt eingelebt. Im neuen Wohngebiet am Sittelskanal in Kremmen werden sie bald ein neues Zuhause haben.
Bis August 2017 wird Beata Wardzinska sicherlich viele ihrer Autogrammkarten verteilen. Was sie meistens draufschreibt? „Schöne Grüße aus Kremmen.“

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Astro fast ohne Astro

Donnerstag, den 18. August 2016
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Es gab einige Leute, die die Nase gerümpft haben, als es hieß, dass ich in einer Sendung von Astro TV zu Gast sein werde. Und ich muss zugeben, dass ich da natürlich auch erst mal kurz drüber nachgedacht habe. Schließlich habe ich in meiner “RT Zapper”-Rubrik schon einige Male über diesen Sender geschrieben, und eher nicht immer positiv.
Das Magazin, um das es ging, heißt “Leichter leben”, Läuft zwar bei Astro TV, nennt sich das “spirituelle Magazin”, hat aber oft Themen, die gar nichts mit Astrologie zu tun haben.
Deshalb sagte ich Ja. Zumal das Thema ja passte: alte und neue Medien. Und natürlich ging es auch darum, Promotion für mein “RT Zapper”-Buch zu machen.

Astro TV sitzt in der Zimmerstraße in Berlin, und wie im Film habe ich einen Parkplatz tatsächlich direkt, aber wirklich direkt vor dem Eingang bekommen.
Zunächst wartete ich im Gästebereich. Und schmunzelte. Denn da hingen einiger meiner Fernsehfreunde auf einer Bilderwand. Lorelei und Luke zum Beispiel. Und viele weitere der Astroexperten, die teilweise schon mehr als zehn Jahre in diversen Sendungen unterwegs sind.
Während in einem der Studios gerade eine Astro-TV-Live-Sendung lief, leider nicht mit Hilli Hotan, besprachen wir dann den Ablauf der Sendung. Es würde spannend werden: Denn der zweite Gast präsentierte eine Virtual-Reality-Brille, die wir dann auch mal ausprobieren würden.
Verpasst haben wir allerdings Mario-Max Schaumburg-Lippe, der uns etwas über den Tod einer rumänischen Königin erzählen wollte, dann aber seltsamerweise telefonisch nicht erreichbar war. Schade, denn mit ihm in einer Sendung aufzutauchen, wäre skurril gewesen, denn immerhin kommt der junge Mann ja auch in meinem Büchlein vor.

Zum ersten Mal in meinem Leben saß ich dann in einer Maske. Ein ruhiger Moment, man wird pudert, man wird um die Augen herum bearbeitet, der eine oder andere (nicht alle) Pickel wird wegretuschiert. Dann noch ein bisschen Gel und Spray in die Haare.
Die Stimmung im Studio war sehr locker, ich war erstaunlicherweise kaum nervös. Was auch daran lag, dass außer Moderatorin Andrea Plewig, dem zweiten Gast Danny, dem jungen Aufnahmeleiter niemand weiter da war. Die Kameras funktionieren automatisch.
Aus der lockeren Plauderei heraus, begann dann auch schon die Live-Sendung.
Wir plauderten übers Fernsehen damals und heute – und probierten die VR-Brille aus (dazu demnächst mehr).
Die Stunde verging wie im Flug, und mir hat es Spaß gemacht. Auch wenn das zwischenzeitliche Thema, als eine Dame am Telefon plötzlich über ihr inneres Kind redete, durchaus wunderlich war.
Aber was soll’s. Es war mein erster Talkshow-Auftritt, und er lief sehr gut. Auch wenn es für mich ein wenig gewöhnungsbedürftig war, als “Medienexperte” betitelt zu werden. Aber man gewöhnt sich ja an alles.

Die Sendung auf Youtube.

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