Tagesarchiv für 6. August 2016

RTZapper

Rico Bernasconi feat. Marianne Rosenberg: Sie tanzt

Samstag, den 6. August 2016
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SO 31.07.2016 | 20.18 Uhr | Ostseewelle

Ist sie’s? Ist sie’s wirklich? Marianne Rosenberg auf der ach so coolen Ostseewelle?
Sie ist’s! Am Sonntagabend überraschte mich das Hitradio mit einem offenbar neuen Song von Marianne “Er gehört zu mir” Rosenberg.
Eingängig ist er: “Sie tanzt und tanzt und tanzte. Sie tanzt und tanzt und tanzt so. Und sie tanzt und tanzt und tanzte. Weiß genau wie sie gefällt.”
Kann man sich merken, kann man irgendwann gut mitsingen.
Allerdings erinnert der Song in seiner Machart schon ziemlich an “Die immer lacht”. Was aber kein Wunder ist. “Die immer lacht” war auch ein Hit dieses Jahres, der durch eine eingängige Melodie mit Elektro-Hammersounds zum Chartstürmer wurde. Sowohl der als auch “Sie tanzt” stammt von Kontor-Records, also aus der selben Musikschmiede.

So hat es Marianne Rosenberg also doch noch in den Pop geschafft. Und auf die Ostseewelle. Aber einmal mehr wirft das die Frage auf, wo denn nun die Grenze zwischen Schlager und Pop verläuft? Wieso sind die schleimigen Silbermond-Lieder Pop und werden freudig von den Hitradios rauf- und runtergedudelt und Helene Fischers “Atemlos” ein Schlager, der von den meisten Radiosendern als ekelhaft verschmäht wird? Und wieso muss erst ein Elektrosound-Tüftler kommen, um auch Marianne Rosenberg aus der ach so piefigen Schlagerecke rauszuholen?

Ach, und noch diese Zusatzfrage: Warum sieht Marianne Rosenberg im dazu gehörigen Videoclip wie eine sonnenbebrillte lichtallergische Alkoholfreundin aus?

Hits: 85

RT liest

Joachim Meyerhoff: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke – Alle Toten fliegen hoch, Teil 3

Samstag, den 6. August 2016

(2) -> 26.2.2014

Wir haben bereits miterlebt, wie er sein Austauschjahr in den USA verbrachte. Auch, wie er zu Hause aufwuchs, inmitten eines Psychiatriegeländes. Nun vervollständigt Joachim Meyerhoff seine Trilogie “Alle Toten fliegen hoch”, und er seufzt: “Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke”.
Es klingt wie ein Stoßseufzer, und irgendwie ist es auch einer.

Diesmal begleiten wir den 20-jährigen Romanhelden auf die Schauspielschule. Eigentlich wollte er ein soziales Jahr absolvieren, hatte sogar schon einen Platz im Schwesternwohnheim. Aber dann: Schauspielschule. Und er wird sogar angenommen, obwohl er, wie er selbst sagt, nicht talentiert ist.
Um dort lernen zu können, zieht er zu seinen Großeltern nach München. Eigentlich wollte er sich eine eigene Bude suchen, doch er bleibt im Haus der Großeltern hängen.

Meyerhoff erzählt eine Geschichte vom Scheitern, und es gibt Momente, da tut es weh, das alles zu lesen. Genau wird beschrieben, welche Übungen Schauspielschüler absolvieren müssen, welcher Irrsinn dort hin und wieder fabriziert wird. Und mit welchen riesigen Problemen der Romanheld zu kämpfen hat.
Gleichzeitig erzählt Meyerhoff wirklich wundervoll über das Leben der Großeltern. Die immer selben Zeremonien im Laufe des Tages. Die Schrullen und Macken – und wie dem orientierungslosen Schauspieler dieses Leben, diese Abende Halt geben.
Manchmal tut’s weh, wie gesagt. Manchmal erwärmt es einem aber auch das Herz, mit wie viel Liebe in der Familie gelebt wird – auch wenn Oma und Opa das nicht so zeigen können und wollen.
Meyerhoff schreibt das alles sehr dicht, sehr flüssig, wirklich lesenswert.
Ist nun wirklich Schluss? Wäre schade. Eine Lücke quasi.

Joachim Meyerhoff: Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke – Alle Toten fliegen hoch, Teil 3
Kiepenheuer & Witsch, 348 Seiten
8/10

Hits: 134

RT im Kino

Ein ganzes halbes Jahr

Samstag, den 6. August 2016

Und am Ende heulen alle. Ja, ja.
Mit “Ein ganzes halbes Jahr” ist mal wieder ein echter Tränenzieher ins Kino gekommen, und bei vielen Zuschauerinnen klappt das sogar ganz gut. Hier und da hört man es schniefen und schnauben. Der Film von Thea Sharrock nach dem Bestseller von Jojo Moyes bietet dafür aber auch den passenden Herz-Schmerz-Stoff.

Louisa Clark (Emilia Clarke) ist 26 und hangelt sich von Job zu Job. Nichts Halbes und nichts Ganzes. Dann aber scheint sie den Hauptgewinn zu ziehen. Sie bewirbt sich im Schloss unweit ihres Dorfes um eine Stelle. Die Mutter von Will Traynor (Sam Claflin) sucht für ihren Sohn (um die 30) eine Helferin, eine Aufpasserin, so was wie eine Begleiterin. Will sitzt seit zwei Jahren im Rollstuhl, brustabwärts ist er gelähmt, seit ihn eines Morgens ein Motorrad überfahren hat.
Louisas Aufgabe ist es, sich um Will zu kümmern, ihn aufzumuntern. Das funktioniert nach anfänglichen Schwierigkeiten sogar ganz gut. Was Louisa aber noch nicht weiß: Sie hat eine Mission zu erledigen. Sie soll Will am Leben halten.

Aus der klassischen Unterhaltungsliteratur wurde nun ein Unterhaltungsfilm. “Ein ganzes halbes Jahr” ist Komödie und Drama. Ein bisschen seicht zwar, manchmal seltsam naiv und oberflächlich – aber eben vor allem unterhaltend und dabei nicht langweilig.
Dass eine völlig ungelernte Kraft mir nichts, dir nichts zur Pflegehelferin wird, erscheint ziemlich seltsam, und irgendwie hat es sich die Autorin da auch ziemlich licht gemacht, und natürlich musste es auch ein unfassbarer Schönling sein, um den sich die unfassbar Schöne da kümmern muss.
Aber wurscht. Ist egal. Dieser Film will nur unterhalten, das tut er, wenn auch manchmal ein wenig zu “tränenberechnend”. Aber die meisten wussten das ja vorher und hatten Taschentücher dabei…

Ein ganzes halbes Jahr
USA 2016, Regie: Thea Sharrock
Warner, 111 Minuten, ab 12
7/10

Hits: 105

ORA aktuell

Oranienburger Walther-Bothe-Straße wird erneuert

Samstag, den 6. August 2016
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Die Walther-Bothe-Straße in Oranienburg bekommt eine neue Fahrbahn. Betroffen ist der Abschnitt zwischen der Kitzbüheler Straße und der Berliner Straße. Sie hat unter anderem durch die Bombensuche stark gelitten. Gebaut wird vom 8. bis 12. August.

Hits: 74

RTZapper

N24 News-Ticker V.I.P.

Samstag, den 6. August 2016
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SA 30.07.2016 | 3.11 Uhr (So.) | N24

Die “Fack ju Göthe”-Schauspielerin Jella Haase wünscht sich ein Studentenleben. Aha.
Sänger Mark Forster kann nicht ohne Käppi. Soso.
Das sind wirklich spannende Neuigkeiten, die der Teilzeit-Nachrichtensender N24 in der Nacht zum Sonntag verbreitete. Im durchs Bild laufenden News-Ticker V.I.P..

Die echten Nachrichtenstrecken sind bei N24 ja rar geworden, gerade am Wochenende. Und insbesondere nachts wartet man auf Nachrichten beim Nachrichtensender vergeblich – fast.
Immerhin gibt es den News-Ticker, der kontinuierlich durchs Bild laufen und innerhalb von gut fünf Minuten aus diversen Bereichen die relevanten News anbieten. Und die Promi-News. Wobei man da über die Relevanz noch mal reden müsste.

Da knallt man den Leuten also hin, dass Herr Forster “nicht ohne Käppi” kann. Ohne näher zu erklären, was Herr Forster damit genau meint. Und Frau Haase will also Studentin sein? Warum studiert sie dann nicht, und wen könnte das interessieren?
Was läuft bald sonst noch durch den V.I.P.-Nachrichtenticker bei N24? “Herbert Grönemeyer: Ich summe, wenn ich das Haus verlasse.” Oder: “Max Riemelt kann nicht ohne Schuhe.”
Das wäre doch schon fast eine Breaking News, oder?

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RTelenovela

Rügen 2016 (7): Ich wünsche mir zwei Kreisverkehre

Samstag, den 6. August 2016
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(6) -> 9.4.2016

Gerade war Angela Merkel mal wieder auf der Insel Rügen – um ein bisschen zu buddeln. Oder zumindest um ein bisschen so zu tun. Für die neue B96 fand für den Abschnitt zwischen Samtens und Bergen der erste Spatenstich statt. War der Neubau zwischen der Rügenbrücke und Samtens schon umstritten, ist es der zweite Abschnitt noch mehr.
Ich halte ihn in dieser Form für überflüssig, denn in diesem Teilstück gibt es bis auf eine Ampelkreuzung bei Teschenhagen keine Hindernisse mehr. Aber das Geld muss halt verpulvert werden.
Dabei gäbe es ganz andere Stellen, um die man sich mal kümmern könnte und die der Verkehrssicherheit auf Rügen dienlicher wären.

Rügen hat mich diesmal eher unwirtlich empfangen. Als ich in Glewitz die Autofähre verließ, schüttete es kräftig. Der Himmel hatte sich verfinstert, und es wirkte, als wolle mich die Insel nicht wirklich willkommen heißen.
Aber nicht nur das Wetter machte die Anreise kompliziert.
Womit wir wieder bei den Stellen wären, wo man sich um Rügen mal um die Verkehrssicherheit kümmern könnte.
Bei Göhren und in Sellin sind kürzlich neue Kreisverkehre entstanden. Die sind eine gute Sache, da der Verkehr dort auch ohne Ampel ganz gut vorankommt.

Es gibt es mindestens zwei Stellen, wo sich ein Kreisverkehr auch gut machen würde. Zum einen: Die Kreuzung an der B196 bei Serams, wo die Landesstraße nach Binz wegführt. Dort bilden sich vor allem aus Binz kommend in den Stoßzeiten längere Schlangen, weil das Linksabbiegen in Richtung Sellin schwierig ist.
Ähnlich ist es nur ein paar hundert Meter weiter, auch an der B196, am Abzweig in Richtung Putbus. Auch dort wäre ein Kreisverkehr eine tolle Sache, denn der Verkehr aus Putbus kommend hat es schwer, nach links in Richtung Bergen abzubiegen.
Beides müssten wohl Bund und Land bezahlen, aber da geht wohl der B96-Bau vor.

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