Tagesarchiv für 24. Juni 2016

aRTikel

Bötzower Senioren gehen neue Wege

Freitag, den 24. Juni 2016
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MAZ Oberhavel, 24.6.2016

Bötzow.
Eigentlich hat sich der bisherige Seniorenclub in Bötzow aufgelöst. Für den Vorstand fand sich niemand mehr, der Kreis der Mitglieder ist kleiner und älter geworden. Allerdings hat das Gericht bislang das dazugehörige Protokoll nicht akzeptiert. „Wir haben es richtig gemacht, aber nicht richtig aufgeschrieben“, sagt Helga Duchow. Sie ist die Seniorenbeauftragte für Bötzow. „Wir bemühen uns gerade um eine Lösung, das ist aber schwierig.“ Eventuell muss die Sitzung, in der die Vereinsauflösung beschlossen worden ist, wiederholt werden.

Das Seniorenleben wird deshalb in dem Oberkrämer-Ortsteil aber nicht ruhiger. Die Bötzower haben sich den Senioren in ganz Oberkrämer angeschlossen, die vom Seniorenbeirat betreut werden. Von der Gemeinde erhält die Bötzower Gruppe jedes Jahr 3000 Euro, die für Veranstaltungen oder Ähnliches ausgegeben werden können.
Eigentlich bedeutet diese Veränderung für die Bötzower eine Erleichterung, denn als Verein musten sie Regeln beachten, die es nun nicht mehr gibt. Dennoch passt einigen Senioren im Ort die Auflösung des Clubs nicht, und der Streit darum nagt ziemlich an den Nerven von Helga Duchow.
Auch Erika Kaatsch, die Chefin des Seniorenbeirates in Oberkrämer, war über den mitunter rüden Ton in den Zusammenkünften erschrocken, wie sie unlängst in einem MAZ-Gespräch erzählte. Auch sie sagt, die Bötzower würden nur profitieren von den Erneuerungen, die ihnen ins Haus stehen. Ob Helga Duchow über das Jahresende hinaus weitermacht, hängt nun davon ab, ob sich die Lage in Bötzow beruhigt.

Schon seit 2000 ist Helga Duchow im Dienste für die Senioren, zunächst als Gemeindearbeiterin, später als Ehrenamtliche. Inzwischen ist sie offiziell die Seniorenbeauftragte für Bötzow. „Angetreten bin ich vorwiegend für unsere Ältesten, die kaum noch aus Bötzow rauskommen und dankbar sind, mal bei Kaffee und Kuchen ein paar Worte loszuwerden“, sagt Helga Duchow. „Wir wollen uns an den zentralen Veranstaltungen der Gemeinde beteiligen. Aber auch unsere bisherigen Treffs wie Skat, Kegeln, Gymnastik, Spielenachmittag und vier bis fünf Tanznachmittage im Jahr sollen erhalten bleiben.“
Helga Duchow wünscht sich, dass die Resonanz in Bötzow größer wird als bisher. Oft stehe Arbeit und Zeit nicht im Verhältnis zu den Teilnahmezahlen, sagt sie.

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RT im Kino

Hail, Caesar!

Freitag, den 24. Juni 2016

Es gibt Filme, die scheint die Filmbranche vor allem für sich selbst zu machen. Um sich mal ein wenig selbst zu amüsieren, und im Idealfall schauen sich das dann noch ein paar Leute an.
Im Fall von “Hail, Caesar!” wirkt das tatsächlich wie eine “interne” Spielerei. Wie eine relativ wahllos aneinandergereihte Nummernrevue. Leider ist das jedoch einfach nur unfassbar uninteressant.

Hollywood in den 50ern: Eddie Mannix (Josh Brolin) arbeitet bei einem Filmstudio, muss sich dort um alle anfallenden Probleme kümmern. Da geht es um einen völlig talentfreien Schauspieler, dementsprechend um einen Regisseur am Rande eines Nervenzusammenbruchs oder um einen gekidnappten Hauptdarsteller.

“Hail, Caesar!”: Wenn man sich vorher nicht durchliest, worum es in dem Film geht, bleibt man als Zuschauer relativ ratlos zurück. Szene reiht sich an Szene, einen wirklichen Zusammenhang gibt es zunächst nicht. Wir erleben einen Streifzug durch das Filmstudio, irgendwie soll das alles lustig sein, vielleicht satirisch – oder schlicht Kunst.
Mitten aus einem Dialog heraus, gibt es immer wieder Szenen, in denen irgendeine bildhafte Kunst umgesetzt wird – mitunter minutenlang. Bis sich rausstellt, dass es eine Szene ist, die gerade im Film gedreht wird.
Der Humor wirkt klamaukig, die Kunstzwischenszene langatmig und deplatziert, die ganze Geschichte völlig wirr.
Manchmal hat man den Eindruck, dass Stars wie George Clooney, Scarlett Johansson, Channing Tatum, Tilda Swinton oder Palph Fiennes mal was Lustiges, Abgedrehtes spielen wollten – und vor allem was quasi über ihre eigene Branche.
Filmkenner oder Filmemacher finden das sicher lustig. Na ja. Warum sollen die nicht auch mal Spaß haben…

Hail, Caesar!
USA 2015, Joel und Ethan Cohen
Universal, 106 Minuten, ab 0
2/10

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RTZapper

phoenix vor Ort: Das Referendum

Freitag, den 24. Juni 2016
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DO 23.06.2016 | 22.45 Uhr | phoenix

Wenn du glaubst, dass die “Tagesschau” im Ersten oder die “heute”-Leute im ZDF ein großes Studio haben, dann hast du wahrscheinlich noch nie die Nachrichten der BBC gesehen.
Im Laufe der phoenix-Berichterstattung über das britische Referendum zum möglichen EU-Austritt ist auch immer wieder zur BBC geschaltet worden, um deren Live-Sendung zu übernehmen.

Um einen Tisch saßen lauter Experten, aber dahinter, irgendwo ganz klein im hinteren Teil des Studios stand ein weiterer Moderator, um zu zeigen, wo in Großbritannien schon abgestimmt worden ist. An einer riesigen, ewig langen Wand wurde irgendwelche Balken eingeblendet. Es schien, als ob jeder Wahlkreis einen Balken hatte, denn es waren unfassbar viele Balken.
Davor war noch auf dem Boden eine große Karte der britischen Insel, die immer farbiger wurde, je nachdem wo schon ein Ergebnis vorlag. Aber selbst die Kameraleute schienen Probleme gehabt zu haben, die riesigen Studiodimensionen einzufangen. In einigen Einstellungen war der BBC-Mann so klein, das man ihn im Bild kaum noch erkennen konnte.
Zumal es sich offenbar um ein virtuelles Studio handelt, denn der Moderator stakste ein wenig unsicher durch seine Fernsehhalle. Ist ja auch blöd, wenn man stundenlang und immer wieder ins grüne Nichts zeigen muss.
Dagegen ist das Tagesschau-Studio ja noch kuschelig klein und beruhigend real.

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RTelenovela

Das Zapper-Buch – Making of (4): PDF

Freitag, den 24. Juni 2016
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(3) -> 23.6.2016

Es geht ja nicht nur darum, die Texte auszusuchen, die ich für das 20-Jahre-Buch verwenden wollte. Auch Schrifttypen sind wichtig – und noch wichtiger: Schriftgrößen. Und die richtigen Ränder. Und Seitenzahlen.

Was die Schriftgröße angeht, fehlten mir schlicht Erfahrungswerte, und ich habe mir dann einfach andere Bücher angeschaut und die Schriftgrößen gemessen. Das führte dazu, dass ich zweimal die Schriftgröße für mein Buch vergrößerte. Das wirkte auf meinem Rechner am Ende sehr groß, ist es aber nicht, wenn man sich das fertige Produkt ansieht.

Nächstes Problem: Seitenzahlen. Seitenzahlen sind ein Muss. Ich hatte mal ein Buch in der Hand, bei dem die Seitenzahlen fehlten, und das hat mich wahnsinnig gemacht. Sie sind ja eigentlich nicht zwingend notwendig, aber ich wüsste trotzdem gern, wie viele Seiten ein Buch hat und auf welcher ich mich befinde.
Allerdings durften die Seitenzahlen erst auf Seite 3 beginnen – und ich muss sagen: Ich hasse solcherlei Fummelarbeiten. Ich musste mich erst auf diversen Internetseiten schlau machen, wie man überhaupt Seitenzahlen auf Dokumente bringt, und wie man Seitenzahlen erst später einsetzen lässt. Um es einfach zu sagen: Man muss das Buch in Abschnitte einteilen, die Seiten 1 und 2 sind ein Abschnitt, die Seiten 3 bis 296 der zweite Abschnitt. Das führt auch dazu, dass auf der letzten Seite (296 eben) auch eine Seitenzahl steht, obwohl es eigentlich dämlich aussieht. Na ja.

Apropos Dokument: Um den Textblock beim Verlag hochladen zu können, musste ich das Dokument in eine PDF-Datei umwandeln. Und wieder begannen das Suchen und die Fummelei, und irgendwie wurde langsam die Zeit knapp. Anfang Juni wollte ich alles fertig haben, weil ich ja auch nicht wusste, wie lange es dauert, bis der Verlag druckt und liefert.
Nun kann man sich zwar entsprechende Programme runterladen, aber funktioniert hat es trotzdem nicht so wirklich. Ich hatte am Ende zwar eine PDF-Datei, aber sie entsprach plötzlich nicht mehr den Maßen, die ich brauchte.
Nun kamen Juliane und Christoph ins Spiel. Eigentlich bat ich Juliane, mir zu helfen, weil sie einfach mehr Ahnung davon hat als ich. Aber auch ihr Partner war es dann, der mir half. Das PDF war fertig, ich konnte es nun hochladen.
Nun hatte ich aber immer noch kein Cover und den Buchumschlag.

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