Tagesarchiv für 17. Juni 2016

aRTikel

An der Dorfaue könnten neue Wohnungen entstehen

Freitag, den 17. Juni 2016
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Bötzow bekommt wieder einen Bolzplatz – und auch das daneben stehende Haus wird saniert

MAZ Oberhavel, 17.6.2016

Momentan ist das Gelände noch eine Wiese. Aber im Laufe dieses Jahres könnte sich an der Ecke Schönwalder Straße/Dorfaue in Bötzow etwas tun.

Für die Jugendlichen im Dorf wird dort der neue Bolzplatz entstehen. Bötzow hatte schon mal einen, und zwar in der Nähe des Fußballplatzes. Die Gemeinde musste ihn im vergangenen Jahr abreißen – nicht weil sich Anwohner beschwert hatten, sondern weil er einst illegal errichtet worden ist – es fehlte ein gültiger Bauantrag. Zehn Jahre gab es den Platz, dann hatte der Landkreis eine Beseitigungsverfügung geschickt, der sich die Gemeinde Oberkrämer beugte.
Doch nun war guter Rat teuer. Denn die Bötzower fanden zunächst keinen geeigneten neuen Ort für einen Bolzplatz. Überall wären die Emissionswerte zu hoch gewesen, sagte Bürgermeister Peter Leys (BfO). Eine Fläche gab es am Ende aber doch: in der Dorfaue 1, direkt an der Landesstraße 20.

Im April ist der Erbbaupachtvertrag unterzeichnet worden. Das bedeutet, dass die Gemeinde Oberkrämer 66 Jahre lang Besitzer der Fläche und des danebenstehenden Hauses ist. Kurz danach haben Arbeiter begonnen, das Gelände zu beräumen – aber es ist immer noch viel zu tun, um daraus einen Bolzplatz zu machen. „Das ist schwierig, so von heute auf morgen“, so Peter Leys am Donnerstag.
Zunächst muss das Grundstück, eine riesige Senke, mit Boden aufgefüllt werden. Genaue Pläne müssen her, ein Bauantrag, später dann eine Baugenehmigung. Ortsvorsteher Günter Franke (Linke) hofft zwar, dass der Platz noch in diesem Jahr fertig wird, Peter Leys aber glaubt nicht daran. Er geht vom kommenden Frühjahr aus.

Es wird aber noch mehr passieren auf diesem Grundstück, denn auch das daneben stehende Haus gehört dazu. Im Erdgeschoss befand sich lange Zeit eine Arztpraxis. „Ich denke, es läuft darauf hinaus, dass wir dort vier bis fünf neue Wohnungen einrichten, der Platz dafür wäre da“, sagte Bürgermeister Leys am Donnerstag. „Das Haus hat eine bessere Substanz als wir vermutet haben.“ Da die untere Etage ebenerdig ist, könnten sie auch alters- und behindertengerecht ausbaut werden. Im Haushalt sind für 2017 dafür 300.000 Euro eingeplant, aber die werden wohl nicht ausreichen. Allerdings „können wir dafür wahrscheinlich Fördergelder bekommen“, so Peter Leys.
Mit den jetzigen Mietern der oberen Etage sei man schon im Gespräch – für die Zeit des Umbaus könnten sie in eine Ersatzwohnung ziehen, endgültige Entscheidungen seien da aber noch nicht getroffen worden.

Der Ortsbeirat von Bötzow wird sich in nächster Zeit weiter mit dem Grundstück befassen. „Wir erarbeiten Vorschläge, wie das gestaltet werden soll“, so Ortsvorsteher Günter Franke. Auf dem Bolzplatz werden auf jeden Fall zwei Stahltore stehen, zwei Basketballkörbe, umringt von einem 6,50 Meter hohen Zaun. Für die komplette Vorbereitung des Geländes und des Bolzplatzbaus an sich sind im Haushalt von Oberkrämer momentan etwa 120 000 Euro vorgesehen.

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RTelenovela

Die Verkehrsregler von der Polizeischule

Freitag, den 17. Juni 2016
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Wenn die Oranienburger Polizeischüler auf den Straßen der Kreisstadt lernen, dann lernen auch die Autofahrer. Am Mittwochmittag standen die jungen Studenten an der Kreuzung André-Pican-Straße, Ecke Byk- und Heidelberger Straße, um den Verkehr zu regeln.

Das ist aber auch für die Autofahrer der Moment, mal kurz darüber nachzudenken, wie das eigentlich funktioniert mit dem Polizisten, der auf der Kreuzung stehend, bestimmt, wer fahren darf und wer nicht. So gab es schon mal einige irritierte Blicke, wenn Autos aus einer der Seitenstraßen auf die Kreuzung zufuhren.
Dabei ist das ja eigentlich relativ einfach: Wendet sich der Polizist dem Autofahrer mit dem ganzen Körper zu, dann ist „Rot“, dann ist meine Fahrtrichtung gerade gesperrt. Sehe ich ihn seitlich, darf ich fahren, hebt er oder sie die Hand, heißt das „Achtung“, also im Ampeldeutsch: Gelb. Ist dazu noch eine Ampel in Betrieb, haben die Zeichen des Polizisten Vorrang.

Gut, wenn man sich das mal wieder ins Gedächtnis rufen kann.

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RT liest

Marion Kaufmann: Die Harpune

Freitag, den 17. Juni 2016
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Ermittelt die Polizei so, wie sie ermitteln soll? Warum werden Maulkörbe an die Beamten verteilt, warum dürfen sie über bestimmte Dinge nichts sagen? Es passierten merkwürdige Dinge in Potsdam.
Es ist ein Maskierter mit Harpune, der für Angst und Schrecken sorgt. Ein Hotelier stirbt, ein Wachmann, und dann wird ein Banker entführt.
Für Katja Brenner, Journalistin beim “Brandenburger Wort” ist das ein neuer Fall, dem sie nachgeht. Auch wenn ihre Kollegen eigentlich viel lieber Tiergeschichten ins Blatt nehmen. Aber irgendwas an dieser Geschichte stimmt nicht, denn bei der Polizei läuft während der Ermittlungsarbeiten längst nicht alles rund. Auch Polizistin Andrea Deininger ist skeptisch…

Es ist der zweite Fall aus Potsdam, den Marion Kaufmann zu einem Roman verarbeitet hat. Angelehnt ist die Story an einem wahren Fall, der in Potsdam für Furore sorgte.
So heißt es aber auch: “Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Personen und Begebenheiten sind natürlich rein zufällig…” – Was ja fast ironisch klingt, denn es ist nicht nur der geschilderte Fall, der sehr ähnlich klingt. Sondern auch Brenners Job bei der Zeitung und was Kaufmann darüber erzählt, klingt so, als wäre es nicht sehr weit hergeholt.
Ansonsten kann “Die Harpune” leider nicht mit dem Erstling mithalten. Die Geschichte ist mit nicht mal 200 Seiten verhältnismäßig kurz und irgendwie auch oberflächlich. Es fehlt zudem an wirklichen Höhepunkten, am Ende plätschert das Ganze aus. Der wahre Thrill fehlt, allerdings soll der Roman ja auch nur eine “Kriminette” sein.

Marion Kaufmann: Die Harpune
Wagner-Verlag, 199 Seiten
5/10

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