Tagesarchiv für 22. April 2016

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Sasse lässt Vorgänge um Vergaben prüfen

Freitag, den 22. April 2016
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Weiter Wirbel um Bau einer Wohnanlage in Kremmen

MAZ Oberhavel, 22.4.2016

Kremmen.
Auf dem Grundstück neben dem Aldi-Markt in der Berliner Straße in Kremmen herrschte am Donnerstagnachmittag rege Bautätigkeit. Nachdem die Kommunalaufsicht der Stadtverwaltung mitgeteilt hatte, dass der Vergabebeschluss für dieses Vorhaben beanstandet wird, wird im Rathaus noch abgewartet. „Wir sind dabei, das zu prüfen“, sagte Hauptamtsleiterin Bianca Haak am Donnerstag. Es werde durch einen Anwalt ein Gutachten erstellt, danach werde man entscheiden, wie es mit dem Bau weitergehe. Das Gutachten könnte in der kommenden Woche vorliegen, so Haak weiter.

Was genau die Kommunalaufsicht beanstandet hat, bleibt der Öffentlichkeit unterdessen verborgen. „Beanstandet wurde ein nichtöffentlich gefasster Beschluss, der durch die Kommunalaufsicht des Landkreises Oberhavel gegenüber der Stadt Kremmen im Einzelnen begründet wurde“, sagte Kreis-Pressesprecher Ronny Wappler am Donnerstag. „Dieser Tatsache Rechnung tragend, sind die Gründe der Beanstandung entsprechend vertraulich zu behandeln und können daher nicht weiter ausgeführt werden.“

Ob es sich tatsächlich um die angesprochenen Punkte handelt, die sechs Stadtverordnete in einem Schreiben an die Kommunalaufsicht formuliert hatten, kann nur vermutet werden. Darin ging es unter anderem um das Leistungsverzeichnis bei den Angeboten und den Zeitpunkt der Ausschreibung und der Baugenehmigung. „Wir müssen jetzt erst mal abwarten“, sagte Frank Bommert (CDU) am Donnerstag. Fehler, die gemacht wurden, müssten nun durch den Bürgermeister ausgebessert werden, so Bommert weiter. Eckhard Koop (parteilos) will mit seinen fünf Abgeordnetenkollegen darüber beraten, Akteneinsicht zu fordern, um die genauen Gründe für die Beanstandung der Kommunalaufsicht zu erfahren.

Irritationen gibt es zudem um die Stadtverordnetenversammlung, die eigentlich am Donnerstagabend hätte stattfinden sollen, nun aber verschoben ist – wegen Problemen bei der Vergabe der Erschließungsarbeiten. In dem Zusammenhang fragt sich Ortsvorsteher Koop, was denn da momentan auf der Baustelle an der Berliner Straße passiere.
Die Arbeiten hätten nichts mit dem Ausschreibungsverfahren zu tun sagte Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse. „Alles, was jetzt passiert, ist Bestandteil des Beschlusses vom Februar.“ Auf dem Baugrundstück würden momentan der Unterbau für die Wege angelegt, Zäune gesetzt und jede Woche eine Grundplatte für die neun Häuser. Diese Arbeiten seien nicht Teil der Vergabe, so Sasse weiter.
Er gehe davon aus, dass Fehler in der Aktenführung und der Vergabe heilbar seien. Dies werde in der Verwaltung und mit den unabhängigen Ingenieuren und Architekten geklärt. Sasse stellt aber auch klar: „Ich trage die Verantwortung und versuche die Fehler auszumerzen.“ Es müsse aber auch geklärt werden, ob die Kommunalaufsicht schlicht einiges anders sehe als die Kremmener Verwaltung.
Sasse habe die Vorgänge rund um die Vergaben stoppen lassen. „Alle Vergaben stehen noch mal auf dem Prüfstand.“ Dies sei auch der Grund für die Versammlungsabsage gewesen.

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RTelenovela

Die private Blinklicht-Disco

Freitag, den 22. April 2016
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Die Musik war mir schon aufgefallen, als ich vor der Berliner Kulturbrauerei stand. Wo sie her kam, konnte ich aber nicht entdecken. Es schien, dass im Haus gegenüber jemand besonders laute Musik hörte.
Nach dem Film stand ich dann wieder vor dem Kino – und die Disco war immer noch aktiv.
Nun war es draußen aber längst dunkel, und der DJ machte selbst auf sich aufmerksam.

In der Sredzkistraße, direkt vor der Kulturbrauerei in Prenzlauer Berg, stand auf der anderen Straßenseite ein Auto am Bordstein. Darin ein Mann am Steuer. Er hörte laute Musik. Sein Special-Effect: Er bediente im Rhythmus der Musik seinen Scheinwerfer. Licht ein, Licht aus, ein, aus, ein, aus – alles im Takt der Musik.
Das offenbar minutenlang, stundenlang.
Der Mann am Steuer machte auch nicht den Eindruck, dass er sich dabei amüsierte. Er saß völlig unbeteiligt am Steuer, nur seine Finger bewegten sich am Hebel für die Lichthupe.

Damit aber zog er zumindest die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich. Viele blieben stehen und beobachteten das Treiben amüsiert. Ob der junge Mann einfach ein Musikfan war? Ob er auf Freunde wartete, die im Kino waren? Oder war er einfach nur depressiv, gelangweilt?
Immerhin war die Musik gut – 90er-Jahre-Techno. Zum Mitwippen.

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ORA aktuell

An der Oranienburger Havel entstehen fünf Stadtvillen

Freitag, den 22. April 2016

Direkt an der Havel in Oranienburg, zwischen Schloss und Schlosshafen entstehen fünf Stadtvillen mit 47 Wohnungen. Bis Weihnachten 2017 sollen sie bezugsfertig sein. Am Dienstag war Grundsteinlegung.
Die Baukosten betragen 12,5 Millionen Euro, 8 Millionen Euro zahlt davon die DKB, 4,5 Millionen die Woba. Es handele sich um Wohnungsbau für Besserverdiende, so heißt es.

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