Tagesarchiv für 29. März 2016

RTelenovela

Fernsehturm: Vorbestellt und hochgesaust

Dienstag, den 29. März 2016
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Vor 31 Jahren, am 20. Oktober 1985, war ich das erste Mal überhaupt auf dem Berliner Fernsehturm. 55 Minuten Wartezeit, aber immerhin konnten wir danach dort oben frühstücken. Ich war danach schätzungsweise zwei- oder dreimal noch oben.
Ostermontag 2015 sollte es dann wieder so weit sein. Damals hätten wir aber 140 Minuten warten müssen, deshalb hatten wir darauf verzichtet und beschlossen: Wir holen das nach und bestellen die Tickets einfach schon im Internet vor.
Ostermontag 2016: gesagt, getan.

Das geht ganz schön ins Geld! Wer vorbestellt, zahlt pro Ticket 20,50 Euro, das ist erheblich mehr, als wenn man vor Ort kauft und gegebenenfalls wartet. Aber immerhin darf man überall vordängeln, weil man ja ein Premiumticket hat.

Wer an den Fernsehturm denkt und schon mal oben war, dem fällt wohl zuerst ein: Das Drücken in den Ohren beim Fahrstuhlfahren.
Aber da muss eine neue Technik im Spiel sein. Die Fahrt dauert 40 Sekunden, ist aber viel erträglicher als früher. Man kann oben rausgucken und in den Schacht schauen, den wir entlangsausen. Seltsamerweise merkt man weder, wie der Fahrstuhl losfährt, noch wie er stoppt – plötzlich öffnet sich die Tür wieder.
In dieser Hinsicht braucht also niemand Angst haben. Die Fahrt nach oben oder unten ist völlig stressfrei.

Und dann natürlich dieser Blick über Berlin! Wir hatten Glück, die Sonne schien, der Himmel war frei.
Wir hatten tolle Blicke auf die Stadtschloss-Baustelle, auf Kirchen, das Rote Rathaus, den Tiergarten, das Tempelhofer Flugfeld, nach Treptow, zu den Hochhäusern von Marzahn und dem Märkischen Viertel – und so weiter.

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RTZapper

Unvergesslich – “Verstehen Sie Spaß?” mit Kurt Felix

Dienstag, den 29. März 2016
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SO 27.03.2016 | 20.15 Uhr | SWR-Fernsehen

Dieter-Thomas Heck ist sauer. Da steht er nun im SWF-Funkhaus, aber sein Auftritt bei den “Montagsmalern” war angeblich schon gestern – der Ärger darum steht sogar in der Zeitung.
Hape Kerkeling ist mit den Nerven am Ende. Sein Publikum reagiert komisch – klatscht, wo es nichts zu klatschen gibt, lacht, wo es nichts zu lachen gibt. Oder lacht nicht, wo es was zum Lachen gibt.
Carolin Reiber ist geschockt. Bei der Eröffnung einer Ausstellung mit Glasmalerei fallen alle Kunststücke um und ergeben einen Scherbenhaufen.
Thomas Gottschalk und Mike Krüger sind irritiert. Bei einem Filmdreh mit Trikes in München werden sie von der Polizei angehalten.

Es sind allesamt Streiche mit der versteckten Kamera – aus der Zeit von 1980 bis 1990. Als Kurt Felix fragte: “Verstehen Sie Spaß?”.
Was für die in die Jahre gekommenen Sketche spricht: Die meisten davon sind auch 2016 immer noch lustig. Mehr noch: Sie sind meist sogar lustiger als die Filmchen, die heutzutage fabriziert werden.

Wer sich heute Streiche mit versteckten Kameras ansieht, wundert sich oft: Alles wirkt perfekt, alles ist gut zu verstehen, Mikros sind da, wo man sie braucht. Es gibt zig Kameraeinstellungen, und alle sind am Ende totaaal überrascht.
Oft wirken diese Filme heute gestellt und unecht.

Damals, als Kurt Felix aktiv war, waren die Filme alles andere als perfekt. Teilweise mit schlechter Qualität, oft nur mit einer (!) Kamera gefilmt, der Ton manchmal mies. Aber darum ging es ja auch nicht. Es ging darum, die Promis auf die Schuppe zu nehmen. Diese Unperfektheit war aber gleichzeitig in der Regel der Beweis, dass alles echt war. Die Situationen, die Reaktionen.
Viele Filme von damals sind Kult, sind Klassiker. Das schaffen heute nur noch wenige derartige Shows.

Der SWR zeigte am Ostersonntagabend zum 75. Geburtstag des 2012 verstorbenen Kurt Felix wieder mal Highlights. Und wieder mal machte das Spaß!

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