Tagesarchiv für 10. März 2016

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Kremmen erlebt bald einen neuen Bauboom

Donnerstag, den 10. März 2016
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Noch in diesem Jahr entstehen am Sittelskanal und an der Hörste Ein- und Mehrfamilienhäuser

MAZ Oberhavel, 10.3.2016

Kremmen.
Noch sind die Gebiete hinter dem Lidl-Markt und den Plattenbauten an der Ruppiner Chaussee in Kremmen leere Brachen. Aber das wird sich im Laufe des Jahres ändern. Die Stadt könnte einen lange nicht mehr erlebten Bauboom erleben. In beiden Gebieten sind Wohngebiete geplant, sagte Eckhard Kuhn von der Wohnungsbaugenossenschaft.

Im Wohngebiet „Am Sittelskanal“ beginnt in gut zwei Wochen der Straßenbau. Wenn er Ende April abgeschlossen ist, dann können die Baufahrzeuge ins Gebiet fahren. Alle neun dort geplanten Baugrundstücke sind verkauft, die meisten davon an Kremmener. „Die Leute drängeln schon mächtig und rufen bei uns an“, sagt Eckhard Kuhn. „Sie wollen loslegen.“ Die Bauanträge können bald bearbeitet werden, so Kuhn weiter. „Ich bin selbst gespannt, wie das funktioniert, wenn sieben Häuser gleichzeitig gebaut werden.“ Dann komme Bewegung in das Gebiet.
„Ossis Döner“ ist bereits aus dem Container in ein dahinter stehendes Haus gezogen, auch das sind Mieter der Woba. Die Lagerhalle in der Nähe nutzt nun der Stadthof. Das kleine Haus an der künftigen Einfahrt zum Wohngebiet bleibt erst mal stehen und wird an eine Flüchtlingsfamilie vermietet – bis zum Abriss, für den es aber keinen Termin gibt.

Im Gebiet „An der Hörste“ zwischen dem Netto-Markt, den Wohnblöcken und der Bahngleise an der Ruppiner Chaussee entstehen weitere Häuser. Von sieben Baugrundstücken seien drei bereits vergeben, zwei weitere „so gut wie“, sagte Eckhard Kuhn. Für die letzten beiden gäbe es Interessenten. So könnte dort auch ein Pflegeheim entstehen – ähnlich wie am Bahnhof in Schwante.
Darüber hinaus will die Woba an der Stelle zwei weitere Mehrfamilienhäuser errichten und vermieten. Im ersten Haus entstehen vier Wohnungen sowie im Erdgeschoss eine Arztpraxis, für die es bereits eine Interessentin gibt. Im zweiten Haus entstehen sechs weitere Wohnungen – mit drei Zwei-Raum- und drei Drei-Raum-Wohnungen. Wenn danach immer noch Bedarf besteht, könnten hinter den Plattenbauten vier weitere solcher Häuser entstehen. Für dieses Wohngebiet gäbe es laut Eckhard Kuhn bereits jetzt zwölf Miet-Interessenten, obwohl dafür bislang kaum geworben worden sei. Das erste Gebäude dort mit der Praxis könnte zum Jahresende fertig sein, das Wohngebiet dahinter ebenfalls.
Jede dieser Bauten wird wohl etwa 750 000 Euro kosten, die in rund 30 Jahren refinanziert werden würden. „Im Moment sind wir durch niedrige Zinsen begünstigt“, sagt der Woba-Chef. „In den ersten zehn Jahren könnte der Großteil des Kredits schon getilgt sein.“ Man wolle aber dennoch vorsichtig sein und schrittweise vorgehen. Auch in Hinblick auf die neun geplanten Häuser in der Berliner Straße, die zunächst für Flüchtlinge genutzt werden und eventuell in einigen Jahren ebenfalls dem Kremmener Wohnungsmarkt offen stehen. Das wären dann noch mal mehr als 30 weitere Wohnungen.

Viele Jahre ist in Kremmen in der Hinsicht wenig passiert. „Wie überall“, sagt Eckhard Kuhn. Es sei finanziell allerdings auch immer schwierig gewesen. Dass es nun plötzlich voran geht, habe aber nichts mit den Flüchtlingen zu tun, so der Woba-Chef. Am Plan für das Gebiet „Am Sittelskanal“ werde schon zwei Jahre gearbeitet, „An der Hörste“ noch länger.

RTelenovela

Tür zu, Schlüssel steckt

Donnerstag, den 10. März 2016
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Einmal kurz unaufmerksam, und dann ist es passiert. Wohnungstür zu, Schlüssel steckt. Von innen.
So. Ein. Mist.

Normalerweise sind das alles ja geübte Handgriffe, sie verlaufen immer gleich. Diesmal aber war ich abgelenkt, ich hatte mich gerade mit meinem Freund unterhalten, ich griff in die Jackentasche, fühlte meinen Autoschlüssel – und mein Gehirn muss irgendwie das Wort “Schlüssel” abgespeichert haben. Aber eben nicht der Schlüssel.
Ich zog jedenfalls die Tür zu – und wusste sofort: scheiße.

Immerhin: Der Schlüsseldienst kam innerhalb einer halben Stunde, er hat etwas gekostet, aber zum Glück nicht so viel, dass man von Abzocke sprechen konnte. Und die Tür war ja nicht zugeschlossen, die Öffnung also auch nicht so aufwendig.
Aber den Vorgang werde ich wohl erst mal so schnell nicht vergessen und beim Rausgehen an den SCHLÜSSEL SCHLÜSSEL SCHLÜSSEL SCHLÜSSEL denken.