Tagesarchiv für 16. Februar 2016

aRTikel

Sein Traum: eine eigene Show auf ProSieben

Dienstag, den 16. Februar 2016
Tags: , , ,

Niko Schicketanz (21) aus Mühlenbeck ist Komparse bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“

MAZ Oberhavel, 16.2.2016

Mühlenbeck.
Kleinere Komparsenrollen hatte Niko Schicketanz bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ schon öfter mal. Diesmal war der 21-Jährige aus Mühlenbeck aber gleich für vier Drehtage in Potsdam. Seine Auftritte in der RTL-Daily-Soap sind in diesen Tagen zu sehen. „Da sind wir in einem Vereinsheim, die haben eine neue Bedienung, mit der ich nicht einverstanden bin“, erzählt er. „Ich pöbele dann ein bisschen rum.“
Für Niko ist es wieder ein kleiner Schritt weiter rein ins Fernsehbusiness. Denn da will er hin, das ist sein Ziel. Am GZSZ-Set hatte er eine Frau von einer Castingagentur kennengelernt und so den Weg in die Komparserie gefunden. So war er beim Dreh von „Vier gegen die Bank“ mit Til Schweiger und Matthias Schweighöfer, der Weihnachten 2016 in den deutschen Kinos anläuft, dabei.

Eigentlich studiert Niko Schicketanz Medienmanagent an der BBW-Hochschule in Berlin. 2013 machte er sein Abi am Neuen Gymnasium in Glienicke. Seinen Traum vom Sportstudium musste er nach einer Meniskusverletzung sausen lassen.
Oft arbeitet er nebenher als DJ, wird als solcher von Hotels für Partys gebucht – auch immer wieder auf Promifesten oder in der Clubszene am Berliner Kudamm. „Man kann mich buchen“, sagt Niko, „auch für Privatpartys.“ Auf einem dieser Events lernte er den Designer und Dschungelcamp-Teilnehmer Julian F. M. Stöckel kennen. „Das ist inzwischen einer meiner besten Freunde“, erzählt er. „Er nimmt mich immer mal zu Events mit.“ Dadurch kennt Niko inzwischen viele Leute aus der Medienszene. „Oft ist es so, dass die ganz großen Promis nur so lange auf einer Party bleiben, wie Kameras und Reporter vor Ort sind, danach gehen sie dann. Aber mit den anderen ist es danach immer locker und cool.“ Durch Julian F. M. Stöckel gelingt es Niko immer mal wieder, an bekannte Leute ranzukommen und sich bei ihnen vorzustellen. „Heino zum Beispiel ist ein super cooler Typ. Auch H.P. Baxxter von Scooter ist sehr locker drauf. Florian Silbereisen aber hat so viele Bodyguards um sich, an den kommt man gar nicht ran.“

Der Mühlenbecker macht aber noch mehr. Für einen Reiseveranstalter arbeitet er als Animateur und war dafür vergangenes Jahr drei Monate auf Sardinien. Hin und wieder arbeitet er als Tanzlehrer. Auch als Moderator ist er unterwegs. So führte er im Herbst 2015 durch das Warm-up der Show „Wer besiegt Paul“ in Hohen Neuendorf.
Darüber hinaus dreht er kurze Filme, die er auf seine öffentliche Facebook-Seite stellt oder auf Youtube verbreitet. „Das sind Filme mit Botschaften“, erzählt er. „Sie sollen zum Nachdenken anregen.“ In einem geht es darum, am Steuer des Autos nicht das Smartphone zu benutzen: „Don’t tap and drive“, lautet der Spruch am Ende, nachdem der Fahrer im Clip mit dem Auto von der Straße ab kam, weil er am Handy spielte.

Im Sommer möchte Niko ein Praktikum absolvieren – im Idealfall in einer Fernsehproduktion. Sein ganz großer Traum ist aber auch schon ein konkreter: „Ich schaue gern die Late-Night-Show mit Jimmy Fallon“, erzählt er. Sie läuft auf dem US-Sender NBC und hierzulande täglich gegen 23  Uhr auf Einsfestival. „Das Konzept finde ich toll. Jan Böhmermann geht ja auch in diese Richtung.“ So etwas will er auch machen: „Einmal pro Woche abends auf ProSieben.“ Er weiß, dass das ein unglaublich hohes Ziel ist. Deutsche Vorbilder hat er aber auch. Da nennt er Daniel Hartwich und Thomas Gottschalk. „Zu seinen ,Wetten, dass …?’-Zeiten fand ich den toll“, sagt Niko.
Was seine berufliche Zukunft angeht, bleibt er gelassen. Klar ist „Irgendwie werde ich schon Fuß fassen. Ich kenne zum Glück jetzt schon unglaublich viele Menschen. Ich sehe mich selber als relativ kreativen Kopf.“ Auf den Roten Teppichen fühlt er sich jedenfalls schon ganz gut. Auf den Fotos, die er auf seiner Facebook-Seite postet, hat er die entsprechenden Posen schon drauf. Niko lächelt und sagt: „Ja, das ist mein Ding.“

Hits: 39

RTZapper

Die versteckte Kamera 2016

Dienstag, den 16. Februar 2016
Tags:

SA 13.02.2016 | 20.15 Uhr | ZDF

Warum müssen Fernsehshows in Deutschland immer dermaßen aufgeblasen werden, dass sie einen ganzen Abend dauern? Warum muss eine Sendung wie “Die versteckte Kamera 2016” im ZDF unfassbare 187 Minuten dauern? Warum reichen keine 90 oder 120 Minuten?

Mit einem nicht gerade taufrischen Format meldete sich erstmals Steven Gätjen im ZDF zu Wort. Dass er Shows moderieren kann, hat er in den vergangenen Jahren bei ProSieben bewiesen, und auch im ZDF machte er seine Sache gut.
Nur war leider die Show nicht besonders gut.

“Die versteckte Kamera” im ZDF ist nicht nur eine Ansammlung von Filmstreichen. Eine Jury musste die Filme dann auch noch bewerten. Til Schweiger, Heiner Lauterbach und Carolin Kebekus fanden die Filme natürlich alle total toll, Schweiger war der Einzige, der ab und zu mäkelte. Dabei hätte es durchaus was zu mäkeln gegeben:
Michelle Hunziker erschreckt kleine Kinder mit niedlichen Streichlein. Nett, aber kaum lustig. Ralf Moeller muss in einen Körperscanner und wird dort, nun ja, gequält. Kann man machen, kann man aus Nichtlustigkeitsgründen aber auch einfach mal sein lassen.

Nur drei der zig Filme waren komisch: Nelson Müllers Streich mit einem Hund in einem riesigen Spinnenkostüm, der damit Passanten erschreckte (ja, niveaulos und kindisch, aber trotzdem lustig). Matthias Schweighöfer, der seinen Kumpel Florian David Fitz reinlegte – wobei eher das Lustige war, wie sich Schweighöfer beömmelte. Fitz, der Reingelegte, schien kaum Reaktionen zu zeigen. Und zu guter Letzt Thomas Anders, der von Uwe Ochsenknecht verarscht wurde: Bei der ZDF-Silvestersendung trat Ochsenknecht verkleidet auf und sang Anders’ Song auf Deutsch, genau bevor Anders selbst mit demselben Song auf Englisch autreten sollte. Thomas Anders war entsetzt und sauer, und genau DAS war der witzigste Augenblick des ganzen Abends: Wie Thomas Anders lust- und emotionslos sein Playback runtersang. Ein Brüller – auf den man gut 160 Minuten lang warten musste.

Die Art und Weise der Show war durchaus modern, aber inhaltlich beamte das ZDF seine Zuschauer wieder zurück in die 80er.
Wobei das ja genau das Problem der versteckten Kamera ist (auch von “Verstehen Sie Spaß”): Entweder sind die Gags lahm oder sie sind so abgedreht, dass sie kaum noch glaubhaft sind und als Zuschauer alles für eine Inszenierung hält. Insofern ist auch interessant, was Matthias Schweighöfer an einer Stelle erzählte: Dass ihn das Team gefragt habe, ob man noch mal drehen könne, weil Fitz ja kaum reagiert habe. Aha?! Interessant!

Nee, im Großen und ganzen war das zu wenig. Dann doch lieber zeitlich eindampfen – und dann die wirklich nur guten Gags zeigen. Ach ja: Und die Jury weglassen.

Hits: 31

RTelenovela

Das A2-Geschwindigkeitslotto

Dienstag, den 16. Februar 2016
Tags: ,

Wer auf der A2 von Hannover nach Berlin unterwegs ist, hat es kaum noch mit festen Geschwindigkeitsregeln zu tun. In Niedersachsen und Sachsen-Anhalt wird der Verkehr elektronisch beeinflusst. Das heißt, dass das Tempolimit je nach Verkehrslage angepasst wird, dass Überholverbote gelten könnten oder vor Staus gewarnt wird.

Manchmal wundert man sich aber, nach welchen Kriterien das Tempolimit bestimmt wird.
100, 130, 100, 120, 130, 100, 130.
So wechselhaft waren vergangenen Mittwoch die Limits zwischen Hannover und Magdeburg. Mitunter wechselten die Begrenzungen im Kilometer-Takt – und gerade zwischen Hannover und Helmstedt gibt es erstaunlich viele Blitzer. Wen oder was will man damit wie beeinflussen, und welchen Sinn hat es, das Tempo ständig zu drosseln und wieder aufzuheben?
Ein System war da kaum erkennbar, an der Dichte des Verkehrs kann es jedenfalls nicht gelegen haben.

Hits: 31