Tagesarchiv für 15. Februar 2016

RTZapper

Starshine – Das Comedy-Promi-Magazin

Montag, den 15. Februar 2016
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DO 11.02.2016 | 23.00 Uhr | RTL II

Micaela Schäfer holt ständig und überall ihre Brüste raus. Das wissen wir schon. Was wir noch nicht wussten: Sie macht täglich Nacktflöten. Auch beim Frühstücken holt sie ihre operierten Titten raus. Auf der Straße trägt sie Klamotten, die auch nichts verhüllen.
Irre? Joa.

Georgina Fleur macht gern Selfies. Nur leider bekommt sie von sich selbst immer zu wenig aufs Bild. Deshalb lässt sie eine aufwändige OP machen, bei der ihr der rechte Arm stark verlängert wird, und ein Team von RTL II ist exclusiv dabei.
Irre? Total.

Aber ein Fake.
Am Donnerstagabend startete bei RTL II “Starshine – Das Comedy-Promi-Magazin”. Denn alle Storys, die durch gezeigt werden, sind nicht echt. Sie sollen lustig sein.
Und im Grunde sind sie das auch.
Dass die Sendung trotzdem nicht so richtig zündet, liegt zum einen an Moderatorin Collien Ulmen-Fernandes, die in dem Magazin die etwas überdrehte Ansagerin leider nur schlecht und sehr gestelzt spielt. Zum anderen daran, dass man diese bekloppten Geschichten fast glauben möchte. Insbesondere die Micaela-Story, die noch vor dem Vorspann lief, hätte auch wahr sein können, denn Frau Schäfer tut ja bekanntermaßen vieles, um ihre beiden Rundungen zu präsentieren.
Hinzu kommt: RTL II hat so viele bescheuerte Sendungen im Programm, dass diese – die, ja gewollt überdreht-bescheuert sein will – kaum heraussticht, kaum auffällt.

“Starshine” hat aber dennoch Potenzial, und vor allem darf man gespannt sein, welche Promis sich in den kommenden Wochen für die ausgedachten Storys hergeben.

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RTelenovela

Hannover, Stadtteil Klein-Istanbul

Montag, den 15. Februar 2016
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Eigentlich wollte ich nur schnell mal ein Mitbringsel kaufen – macht man ja meist so, wenn man irgendwo zu Besuch ist.
Leider gibt es rund um den Königsworther Platz in Hannover keinen einizigen Laden, wo es etwas zu Kaufen gibt.
Also ging ich zum U-Bahnhof – wo es auch keinen Laden gibt – und fuhr eine Station weiter zum Steintor.

Dort angekommen suchte ich immer noch – zunehmend entmutigt – nach einem Laden oder einem Supermarkt. Aber nichts dergleichen! Seltsam, in einer Großstadt wie Hannover müsste es doch ein bisschen was zum Einkaufen geben?!
Auf der anderen Straßenseite erblickte ich ein Geschäft, in dem unter anderem Handys verkauft werden. Aber auch anderes Zeugs?
Als ich reinkam, unterheilten sich lauthals zwei Männer auf Türkisch. Als sie mich bemerkten, lief sie raus und ließen die kleine Frau hinterm Tresen allein zurück.
Ich lief einmal durch den kleinen Laden, um festzustellen, dass es dort nichts für mich gibt. Ich fragte die Frau, ob es in der Gegend einen Supermarkt gibt. In gebrochenem Deutsch wies sie mich ein paar Meter weiter.

Also lief ich los. Auf der Suche nach Netto-, Lidl- oder Aldilogos. Stattdessen traf ich auf eine Art Supermarkt, dessen Namen ich nicht kannte.
Ich lief rein – und war in einer anderen Welt. Niemand dort sprach Deutsch, es lief ganz leise türkische Musik und es gab dort ausschließlich türkische Ware.
Ich war noch nie in Istanbul, aber irgendwie fühlte es sich so an. ich war nicht mehr in Hannover, sondern irgendwo im Ausland. Total fasziniert lief ich durch die Reihen. Süßigkeiten, Obst und Gemüse, Konserven und Getränke. Ganz hinten eine Fleischtheke, wo gerade irgendwas zerhackt worden ist.
Theoretisch und praktisch hätte ich auch etwas gefunden, was ich hätte kaufen können. Aber die Schlange an der Kasse war so lang, dass ich dann doch die Lust verlor.

Ich lief noch ein paar Meter weiter – und stand vor dem nächsten türkischen Konsum. Auch dort werden fast nur türkische Waren verkauft. Ich kaufte mir eine türkische Cola und etwas zum Knabbern – Letzteres war dann mein kleines Mitbringsel.
Auf der Straße schaute ich mich dann noch mal um. Dönerläden, türkische Blumenläden, ein Telefonladen, ein Reisebüro – alles auf Türkisch.
Später, im Internet, habe ich dann rausgefunden, dass das Steintorviertel in Hannover auch “Klein-Istanbul” genannt wird.

Einerseits ist es toll, dass es so was gibt. Andererseits spricht das eher wenig für Integration. Denn in den Läden gibt es kaum oder keine deutschen Leute, sicherlich auch, weil es eine so unbekannte Welt für sie ist. Stattdessen bleiben die Türken dort unter sich. So hat “Klein-Istanbul” Vor- und Nachteile.

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