Tagesarchiv für 14. Februar 2016

RT im Kino

Sisters

Sonntag, den 14. Februar 2016

Wenn man erst mal 40 ist, eine Familie hat, dann ist in Sachen Party nicht mehr viel los. Aber das muss nicht sein. Warum nicht mal wieder so richtig abfeiern? Tanzen! Party machen! Spaß haben!
Wenn man sich die Komödie “Sisters” ansieht, dann kommen einem schon diese Gedanken, dass man das vielleicht auch mal wieder machen sollte – tanzen gehen und Spaß haben. Hatte man ja lange nicht.

Für die Party sorgen die Schwestern Maura (Amy Poehler) und Jane (Tina Fey). Ihre Eltern haben das Haus verkauft, in dem sie aufgewachsen sind. Und die letzte Nacht vor dem Verkauf wollen sie die Sau rauslassen. Sie laden die Freunde aus ihrer Jugendzeit ein, und es kann losgehen. Klar, dass sie das alles bald nicht mehr im Griff haben.

Diese Party sorgt für viele sehr schöne, ziemlich witzige Augenblicke. Bis es aber so weit ist, zieht sich “Sisters” leider ein wenig dahin. Die Gags sind so lala, manchmal vulgär (aber nicht witzig-vulgär). Die beiden Hauptdarstellerinnen Amy Poehler und Tina Fey können das auch nicht rausreißen. Erstz mit der Party nimmt auch der Film Fahrt auf – allerdings wird das alles mit der Zeit so irre, dass widerum der Bogen überspannt wird und den Drehbuchschreibern auch die guten Ideen ausgehen.
Somit hat “Sisters” gute Ansätze auch ein interessantes Thema, über das jeder selbst eventuell mal nachdenken könnte. Ansonsten aber bleibt nur wenig übrig.

Sisters
USA 2015, Regie: Jason Moore
Universal, 118 Minuten, ab 12
6/10

Hits: 42

RTZapper

Tagesschau: Zugunglück bei Bad Aibling

Sonntag, den 14. Februar 2016
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DI 09.02.2016 | 10.35 Uhr | Bayerisches Fernsehen

In Bad Aibling in Bayern passiert ein schreckliches Zugunglück, und was zeigt das Bayerische Fernsehen an diesem Dienstagvormittag? Die “Närrische Weinprobe”.
Erst vier Stunden nach dem Unglück reagiert man beim BR, bricht die Faschingssendung ab und schaltet sich zum Ersten zur “Tagesschau”.
Einige Medienblogger sind schon wieder munter dabei, sich zu empören, empören, empören. Vier Stunden hat der BR gebraucht, um zu reagieren?
Darüber kann man sich empören, dass das so lange gedauert hat – man kann sich aber auch mit der Situation an diesem Dienstagmorgen mal näher befassen.

Um kurz vor 7 Uhr ist es passiert. Auf einer eingleisigen Strecke stoßen zwei Züge frontal zusammen. Das Unglück passiert nahe Bad Aibling, in einer schwer erreichbaren, schwer einzusehenden Gegend, in einem Waldstück.
Um 8 Uhr berichtet die “Tagesschau”, ohne dass Einzelheiten bekannt sind.
Um 9 Uhr berichtet die “Tagesschau”, und es gibt es kurze telefonische Einschätzung eines Reporters vor Ort, aber noch keine bewegten Bilder.
Gegen 9.50 Uhr unterbricht Das Erste das Programm für eine kurze Extra-Tagesschau, es gibt erste Bilder und eine Einschätzung eines Korrespondenten. Das ganze schlimme Ausmaß wird langsam klar.
Um 10.35 Uhr läuft die nächste Tagesschau mit ausführlicheren Berichten.

Bis nach 9.30 Uhr war somit das ganz furchtbare Ausmaß des Unglücks noch nicht klar. Also scheint man sich beim BR entschieden zu haben, das Programm erst mal weiterlaufen zu lassen. Es ist der Fastnachtsdienstag, da gibt es ein heiteres Vormittagsprogramm. Das ist ein wenig unglücklich, ja. Es gab immerhin Einblendungen, mit denen informiert worden ist.
Um 10.35 Uhr endete der BR-Fasching abrupt, das Bayerische Fernsehen übernahm die Tagesschau.

Klar, der BR hätte noch schneller reagieren können. Aber wegen der widrigen Umstände war schlichtweg sehr lange nicht klar, welches Ausmaß des Zugunglück hatte, dass es so groß war, dass man nicht nur bei der Tagesschau handeln musste, sondern auch im Dritten des BR.
Andererseits: Auch wenn so ein Unglück in Bayern passiert, ist die erste Adresse eh Das Erste und die Tagesschau – und die hielt die Menschen auf dem Laufenden.
Im Dritten läuft die Nachrichtenmaschine etwas langsamer an. Das kann man sicherlich kritisieren, das kann man sicherlich besser machen – aber die ARD als Gesamtverbund und eben auch der BR für die ARD hat gearbeitet.

Hits: 73

RTelenovela

Falkensee – ab in die Kältekammer!

Sonntag, den 14. Februar 2016
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Es weht ein kühler Wind in Falkensee. Zumindest hörte es sich so an, als ich am Mittwochabend während der Fahrt auf der Autobahn den Wetterbericht hörte. Die Temperaturen in Berlin und Brandenburg: überall waren es vier oder fünf Grad Nur Falkensee stach heraus: ein Grad. Ganz schön kalt!

Konnte ich eigentlich nicht glauben, denn noch am Autobahndreieck Werder zeigte mir mein Auto kuschelige 5,5 Grad an. Ich machte mir Gedanken darüber, ob vielleicht die Messdaten nicht stimmen.
Als ich dann aber nahe Elstal das Kreuz Berlin-Spandau erreichte und auf die B 5 abbog, stutzte ich: Plötzlich waren es nur noch drei Grad. Näherte ich mich also doch einer Kältekammer? Als ich am ehemaligen olympischen Dorf vorbeifuhr, waren es dann schon nur 2,5 Grad. Bis Dallgow ging es runter auf zwei Grad.

Mein Weg führte weiter zur Heerstraße nach Berlin-Staaken, dort stieg die Temperatur wieder an. Aber an der Kältekammer Falkensee schien am Mittwochabend tatsächlich was dran gewesen zu sein. Brrr!

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