Tagesarchiv für 12. Februar 2016

RTZapper

Seal: Kiss from a Rose

Freitag, den 12. Februar 2016
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MO 08.02.2016 | 22.33 Uhr | VH-1 Classics

Woran erkennt man, dass man langsam, aber sicher, alt wird? Wenn Songs aus der Jugend bereits auf einem Classic-Musiksender laufen.
“Kiss from a Rose” von Seal ist ja tatsächlich schon 22 Jahre alt, von 1994. Der Videoclip lief am Montagabend bei VH-1 Classic.

Und irgendwie ist es ein wenig deprimierend, sich das dort anzusehen. Denn zur Philosophie von VH-1 Classic scheint es zu gehören, die alten Clips auch wirklich alt aussehen zu lassen. Das Seal-Video sah aus wie auf einer schäbigen VHS-Kassette. Leicht verrauscht, vergilbt, farblich übersteuert und natürlich im alten 4:3-Bildformat.
Damit sich die Zuschauer vermutlich noch älter fühlen – und sich Jugendliche denken: Mein Gott, was für eine alte Scheiße.
VH-1 Classic macht mich da dann doch eher traurig. Nicht so ganz mein Sender.

Hits: 28

RT im Kino

Sibylle

Freitag, den 12. Februar 2016

Sie laufen aneinander vorbei, sie sehen sich nur kurz in die Augen. Kurz danach muss Architektin Sibylle Froebisch (Anne Ratte-Polle) eine erschreckliche Entdeckung machen. Die andere Frau von gerade eben liegt unter der Klippen. Sie blutet. Sie ist abgestürzt. Und stirbt wenig später in der Klinik.
Für Sibylle ist nun alles anders. Sie kann nicht schlafen, sie sieht Dinge und Leute, die offenbar nicht da sind. Andere halten sie plötzlich für die Frau von den Klippen.
Sibylle stürzt in eine tiefe seelisch-psychische Krise. Und mit ihr die Familie. Ihr Mann Jan (Thomas Loibl) kommt mit der Sache eben so wenig klar wie die Söhne David (Dennis Kamitz) und Luca (Levi Lang). Zumal David selbst rebelliert – mit seinen merkwürdigen Sex-Vorlieben und dem Vorhaben Bodybuilder zu werden.
Sibylle entgleitet ihr Leben mehr und mehr.

Was ist los mit Sibylle? Was geht in ihrem Kopf vor? Davon handelt der Psychothriller von Michael Krummenacher. Beginnt “Sibylle” recht harmlos, wird er mehr und mehr zu einem Psychospiel.
Das gelingt allerdings zu Beginn nur bedingt, erst im letzten Drittel nimmt der Thrill ordentlich Fahrt auf, da tritt die wirklich gruselige Stimmung in den Vordergrund. Was auch daran liegt, dass zu Beginn die Szenen und Dialoge noch recht steif wirken, der Horror ein wenig zu gewollt, da werden durch etwas unbeholfene Schnitte Leute ins Bild gebeamt, was eher nicht für Grusel sorgt.
Das Finale ist dann wenigstens wirklich spannend, das Ende dann allerdings irgendwie unbefriedigend, so seltsam inkonsequent.
So hat “Sibylle” einige gute Ansätze, aber der ganz große Thriller ist der Film nicht geworden.

Sibylle
D 2014, Regie: Michael Krummenacher
eksystent distribution filmverleih, 86 Minuten, ab 12
6/10

Hits: 24

RTZapper

Akte X

Freitag, den 12. Februar 2016
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MO 08.02.2016 | 21.10 Uhr | ProSieben

Unfassbar lange her, Herbst 1994. Jeden Montagabend ab 20.15 Uhr gab es auf ProSieben eine gehörige Dosis Thrill. Unheimliche Fälle. Damals war “Akte X” das ganz große Ding. Es war ein Running-Gag, wenn irgendwas unklar war, dass man fragte: “Mulder? Scully?””
Aber wie das immer so ist – die Macher haben kein Ende gefunden, so dümpelten die letzten der neun Staffeln dahin, und ich habe dann auch irgendwann das Interesse verloren.

Nun gibt es, 14 Jahre nach Staffel neun, eine zehnte Staffel. “Akte X” ist zurück, und wieder gehört der Montagabend sechsmal den unheimlichen Fällen des FBI.
Mulder und Scully sind wieder dabei, auch FBI-Mann Skinner und der geheimnisvolle Raucher.

Ein wirklicher Knaller war Folge 1 noch nicht, konnte es aber nicht sein, denn nach so langer Zeit musste ja wieder so etwas wie eine Pilotfolge her. Mulder und Scully(inzwischen per Du, Ex-Paar und ein Kind) treffen wieder aufeinander, weil es wieder mal eine Verschwörung gibt. Wieder mal geht es um Ufos und Außerirdische und den Beweis, ob es sie wirklich gibt. Oder eben nicht gibt – niemand kann sich sicher sein, auf welcher Seite er da steht.

Noch haben uns die Macher nicht bewiesen, dass wir wirklich eine zehnte “Akte X”-Staffel gebraucht haben. Für die restlichen fünf Folgen muss schon noch eine Schippe raufgelegt werden. Denn während bei der Premiere das Wiedersehen im Vordergrund stand, müssen jetzt wieder die Geschichten und der Thrill her.

Hits: 44

RTelenovela

Das Zebrastreifen-Phantom

Freitag, den 12. Februar 2016
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Es war eine Begegnung der absolut unheimlichen Art. Ich traf auf ein echtes Phantom. Es befindet sich mitten im Zentrum der Gemeinde Neulußheim in Baden-Württemberg. Die dortige Hauptkreuzung besteht aus einem Kreisverkehr, und an jeder der vier Seiten befinden sich Zebrastreifen.

Phantom? Ja! Schon seit Wochen streiten sich die Leute in diversen Foren auf Facebook über den neuen Kreisverkehr in der Sachsenhausener Straße in Oranienburg. Der mit den vier Zebrastreifen. Die selbst ernannten Verkehrsexperten im Internet schäumen nämlich und sagen, dass es so was außerhalb Oranienburgs ja gar nicht gäbe. Gibt es aber doch, zumindest in mehreren badischen Orten.

Und irgendwie scheint das System dort auch zu funktionieren. Nämlich: Dass der Autofahrer vor dem Kreisverkehr Fußgänger kreuzen lassen muss – und beim Rausfahren ebenfalls. Das Stichwort der gegenseitigen Rücksichtnahme gilt dort natürlich auch. Wieso sollte das also in Oranienburg nicht funktionieren, wenn die Menschen anderswo auch damit klarkommen?

Hits: 26