Tagesarchiv für 5. Februar 2016

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Kira nimmt die Fährte auf

Freitag, den 5. Februar 2016
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Dieter Pachal aus Verlorenort nimmt mit seiner Schäferhündin erfolgreich an Meisterschaften teil – jeden Tag ist er stundenlang mit ihr unterwegs

MAZ Oberhavel, 5.2.2016

Kremmen.
Jeden Tag ist Dieter Pachal mit seiner Kira unterwegs. Wirklich jeden Tag, bei Wind und Wetter. Mehrere Stunden lang. Hund und Herrchen brauchen und lieben den Auslauf. Die Pachals leben mit zwei Hunden in Verloren-ort, einem sehr kleinen Dorf mitten im Wald zwischen Schwante, Kremmen und Hohenbruch.

Kira – eigentlich heißt die Altdeutsche Schäferhündin Jakira vom Zehnergrund – muss in Übung bleiben, schließlich ist sie eine erfolgreiche Fährtenhündin. Bei den Meisterschaften für Berlin und Brandenburg landete sie im Herbst 2015 auf dem ersten Platz. In der vergangenen Woche erhielt Dieter Pachal dafür zusätzlich die Urkunde „Sportler des Jahres“ des Schutz- und Gebrauchshundesportverbandes (SGSV) der Region.

Eine Fährte legen – wie funktioniert das eigentlich? Rund drei Stunden, bevor sich Dieter Pachal mit Kira auf den Weg macht, legt er sie aus. Das sind Fußspuren und einige Gegenstände aus Holz, Plastik oder anderem Material, die die Hündin finden muss. Bei der Meisterschaft macht das ein Fremder, und Kira erschnüffelt sich zunächst dessen Geruch. „Hautpartikel, die Fußsohle, alles hat Gerüche“, sagt Dieter Pachal. Und dann geht es los, Kira nimmt die Fährte auf, sie schnuppert. Findet sie einen Gegenstand, darf sie ihn nicht aufnehmen, sie muss sich davor setzen und das Gefundene zwischen die Vorderpfoten platzieren.

„Am Tag der Meisterschaften in Berlin-Karow war Sturm und Regen, und ich hätte nicht gedacht, dass sie das durchhält“, erzählt der Verlorenorter. Beim Suchen der Fährte hält er Kira an einer zehn Meter langen Leine. „Die wenigsten lassen ihre Hunde bei Prüfungen frei laufen, das sind dann wirklich schon Tophunde.“ Seit drei Jahren kümmert sich Dieter Pachal mit Kira um dieses Hobby. „Man muss Zeit und Ruhe investieren“, sagt er. „Die meisten Leute haben da zu wenig Ausdauer. Die machen das fünfmal, dann haben sie keine Lust mehr.“
Zwischen Velten und Königshorst ist er mit der Hündin unterwegs, auf Wiesen und – wo es erlaubt ist – auf Feldern. Das fast fünfjährige Tier hat offenkundig Spaß daran. „Es liegt ja in der Natur des Hundes zu schnuppern und zu suchen“, erzählt Dieter Pachal. Wenn er Kira ein bestimmtes Geschirr anlegt, dann weiß sie schon: Jetzt geht’s los.

Für Dieter Pachal und seine Frau Doris spielen Hunde eine große Rolle. Mit ihren beiden Tieren fahren sie auch in den Urlaub. „Das ist immer schwierig, eine Unterkunft zu finden, wo das möglich ist. Aber unser Leben ist auf Hunde eingestellt“, erzählt Doris Pachal. „Aber das geben sie uns auch wieder zurück, wir müssen viel über sie lachen.“ Ihr Mann ergänzt: „Man bewegt sich mehr, was bleibt uns übrig.“ Der große Garten in Verlorenort reicht nicht aus. „Wenn man sich nicht mit ihnen beschäftigt, dann sitzen sie meistens ja auch nur rum“, erzählt er und lächelt ein bisschen. Oft sind sie auf den großen Wiesen bei Hohenbruch unterwegs. „Bei Regen oder Schnee oder Sonne. Und das ist ja auch gut für unsere eigene Gesundheit.“

So ein Erfolg wie der erste Platz bei den Berlin-Brandenburg-Meisterschaften lässt sich übrigens nicht immer wiederholen. Schon bei den ostdeutschen Meisterschaften in Thüringen kurz danach landete Kira nur auf Platz 19 von 20 Teilnehmern.“Auch solche Tage gibt es“, sagt Kiras Herrchen. „Das muss man abkönnen, und das ist auch völlig in Ordnung so.“

Familie Pachal ist Mitglied im Hundesportverein Kremmen-Schwante. „Seit acht Jahren“, sagt Dieter Pachal, der bis zu seinem Ruhestand vor fünf Jahren als Instandhalter bei Siemens arbeitete. Seitdem er in Rente ist, kümmert er sich um Kira. Und langweilig wird den beiden wohl ganz sicher nicht.

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RTelenovela

Ups, wo kommt denn der Höhenunterschied her?

Freitag, den 5. Februar 2016
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Der Straßenbau in der Oranienburger Mittelstraße ist komplizierter, als viele denken. Und es scheint, er ist selbst für die Bauleute zu kompliziert.
An der Ecke Mittel- und Schulstraße ist die komplette Kreuzung schon im Dezember gepflastert gewesen. Die ganze Kreuzung? Nein! Der Eingang zum Haus der Märkische Allgemeinen war noch nicht neu gepflastert. Und wer genauer hingesehen hat, wird festgestellt haben, dass die alten Steine sehr viel höher lagen die die neu gebauten ein paar Zentimeter weiter.

Nun ja. Den Bauleuten ist das scheinbar nicht aufgefallen. Nun haben sie nämlich auch das Pflaster vor dem Eckhauseingang erneuert. Stur legten sie Stein neben Stein. und als sie halbwegs fertig waren: ups!
Plötzlich war da eine Stufe zwischen Altem und Neuem. Zunächst haben die Bauleute da ein bisschen Sand hingeschüttet, worüber auch gleich ein paar Leute gestolpert sind. Ganz schön stümperhaft!

Warum sieht man denn nicht schon in der Planung, dass es an der Kreuzung unterschiedliche Höhen gibt? Oder ist es Zufall, dass auf der Kreuzung regelrechte Wellen, kleine Berge und Täler im Pflaster sind? Soll das so sein?

Jedenfalls begann nun die große Bastelei – die bis Donnerstag immer noch nicht zu Ende war. Wie bringt man beide Höhenniveaus zusammen?
Also ist ein Teil des schon verlegten Pflasters wieder aufgenommen worden. Es scheint, als würde an der Ecke nun noch eine “Welle” entstehen.
Wie wir erfahren haben, sollte vor dem Hauseingang überhaupt gar kein neues Pflaster gebaut werden, sondern das alte Zeug sollte ans Neue “angeschlossen” werden. Warum auch immer.
Wir sind jedenfalls extrem gespannt, wie das an der Kreuzung weitergeht. Ist ja nicht die erste Panne.

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