Tagesarchiv für 17. Januar 2016

RT im Kino

Creed – Rocky’s Legacy

Sonntag, den 17. Januar 2016
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Aus der Reihe “Was macht eigentlich…?”: Rocky! Wie geht es dem ehemaligen Weltklasse-Boxer?
Alt ist er geworden, leicht gebrechlich – aber er steht wieder im Boxring. Oder eigentlich eher: am Boxring.

Adonis Johnson (Michael B. Jordan) steht eines Tages im Lokal von Rocky (Sylvester Stallone). Er bittet den Mann, ihn zu trainieren, ihm Tipps zu geben, aus ihm einen großen Boxer zu machen. Adonis ist der Sohn von Apollo Creed, der einst Boxweltmeister war. Adonis hat seinen Vater nie kennengelernt, er war das Ergebnis einer Affäre. Aber das Boxen, die Kämpfernatur – die hat er definitiv von ihm.
Und er bekommt eine Chance. Von Rocky. Er trainiert ihn – und bereitet ihn auf den ersten Kampf vor. Ein steiniger Weg.

Zum Glück ist es nicht “Rocky VII”, den wir da im Kino zu sehen bekommen – auch wenn Rocky wieder präsent ist. Diesmal steht Adonis im Mittelpunkt, ein junger Boxer, der in Rockys Fußstapfen treten will – und auch die Story um Rocky selbst ist angemessen.
Es ist eine ganz schöne Geschichte geworden. Spannend, aufwühlend, rührend, manchmal lustig. Adonis braucht Rocky, aber Rocky braucht auch Adonis.
Am Anfang wirkt das ein kleines bisschen langatmig, aber das ändert sich. Ryan Coogler hat eine gelungene Mischung aus einem Drama um einen jungen Mann, der sich finden muss, um einen ehemaligen Boxstar, der noch mal Mut fasst und um den anberaumten Boxkampf gestrickt.
Und das mit einem furiosen Finale, das die Spannung bis zum Schluss hochhält – toll in Szene gesetzt, wenn auch blutig und brutal.
Das ist doch ganz sicher eine Fortsetzung drin!

Creed – Rocky’s Legacy
USA 2015, Regie: Ryan Coogler
Warner, 134 Minuten, ab 12
8/10

Hits: 151

RTelenovela

Hauen Sie ab, wir schließen bald!

Sonntag, den 17. Januar 2016
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Okay, ich kann das ja verstehen, ganz ernsthaft! Der Job ist beschissen bezahlt, man will keine Überstunden machen, man will den Laden einfach pünktlich dicht machen und nach Hause gehen. Da muss man dann vor Ladenschluss einfach mal Druck ausüben. Sanften, aber sicht- und spürbaren Druck.

Neulich in einem Schnellimbiss am Oranienburger Bahnhof. Es sind noch 20 Minuten, bis der Laden dichtmacht. Ich bestelle mir etwas zu essen und gehe in den hinteren Bereich. Essen, trinken, “stern” lesen. Schließlich habe ich ja noch 18 Minuten.
Aber ich merke schon: Irgendwie störe ich.
Erst kommt eine Mitarbeiterin, um den Tisch abzuwischen. Sie wischt quasi um mich herum. Sie sagt nichts, aber ich merke, sie würde gern was sagen. Aber ich habe ja noch 16 Minuten.
Eine andere Mitarbeiterin kommt mit dem Wischwagen angefahren und beginnt zu wischen. Sie scheut in die Nische, wo ich bin. Sie sagt nichts, aber ich habe das Gefühl, sie würde gern was sagen. Ich lasse mir nichts anmerken, denn ich habe ja noch 12 Minuten.
Vorn am Tresen ist schon Hektik. Was, Sie wollen hier essen? Wir machen gleich zu! Eine Frau verspricht, ganz schnell zu essen. Ich trinke noch etwas, lese noch etwas, denn ich habe ja noch 8 Minuten.
Irgendwann bin ich doch fertig. Ich quetsche mich am Wischwagen vorbei, der den Weg versperrt. Es sind noch 4 Minuten bis der Laden schließt. Oder eher: null. Denn hier mir wird die Tür schon abgeschlossen. Keiner darf mehr rein.

Aber es geht noch besser: Bei einem Asia-Imbiss in den Borsighallen in Berlin-Tegel. Es sind 20 Minuten, bis der Laden schließt. Das weiß ich, aber ich bin der festen Überzeugung, dass das ausreicht, um aufzuessen.
Ich bestelle, und die Frau hinterm Tresen fragt: Zum Mitnehmen? Ich: Nein, zum Hieressen. Worauf sie meint, man könne jetzt nur noch was zum Mitnehmen anbieten, man schließe ja gleich. Ich schaue auf die Uhr: 18 Minuten. Stimmt, da wurde es ganz schön eng. Huijuijui.
Ich habe woanders was gegessen.

Hits: 67