Tagesarchiv für 20. Dezember 2015

RTZapper

Schlag den Raab: Raabschied

Sonntag, den 20. Dezember 2015
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SA 19.12.2015 | 20.15 Uhr | ProSieben

“Ich hoffe, Sie hatten ein bisschen Spaß.”
Stefan Raab

Danke, Stefan Raab!
Danke für 21 Jahre, die du mich fernsehmäßig begleitet hast.
Danke für den vielen Irrsinn, das Chaos, den du ins heimelige Wohnzimmer gebracht hast.
Danke für viele Ideen, für wahnsinnig tolle, lustige, spannende Fernsehstunden.
Danke dafür, dass du mit deinen Shows die Leute dazu gebracht hast, ganze Abende gemeinsam zu verbringen, um sich zu amüsieren.

Danke für…
…den beißenden Spott, den du einigen bekloppten Gästen bei “Vivasion” entgegengebracht hast.
…den Irrsinn bei der Fußball-WM 1994.
…die bösen, respektlosen Auftritte in der ZDF-Hitparade und den Hass, den du von den Schlagerfans auf dich gezogen hast.
…”TV total” und dafür, dass du uns gezeigt hast, welchen Blödsinn es im deutschen Fernsehen gibt.
…die Auffrischung des Eurovision Song Contests. Du hast das Musikevent aus deutscher Sicht entstaubt und Maßstäbe gesetzt.
…für den Humor, die Comedy, die Songs.
…alles.

Am frühen Sonntagmorgen hat er gegen 1.56 Uhr das “Schlag den Raab”-Studio verlassen. Er hat angekündigt, das Fernsehen Fernsehen sein zu lassen. Ein echter, ein großer, ein für uns Zuschauer sehr trauriger Abgang.
Auch Raab hat manchmal in die Scheiße gegriffen, auch Raab hat Fehler gemacht. Spielt in der Endbilanz aber kaum eine Rolle.

Nun ist da eine sehr große Lücke. Nicht nur bei ProSieben. Beim linearen Fernsehen überhaupt.
Es ist das Ende einer Ära.
Comeback? Irgendwann? Ungewiss.
Tschö, Stefan Raab!

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RTZapper

Der Blaulicht Report

Sonntag, den 20. Dezember 2015
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SA 19.12.2015 | 12.45 Uhr | RTL

Polizisten haben einen wirklich beschissenen Job. Ständig haben sie mit Leuten zu tun, die in irgendwelche Sex-Affären verstrickt sind.
Könnte man jedenfalls denken, wenn man sich den “Blaulicht Report” bei RTL ansieht. Am Sonnabendmittag.

Fall 1: In einem Haus werden Einbrecher vermutet. Sind dann aber doch nur ein Vater mit seinem Sohn, der mit einer jungen Frau einen Porno drehen wollte. Natürlich nur einen Softporno, denn es ist ja Sonnabendmittag, und am Mittag möchte man bei RTL nichts mit, ähm, echten Pornos zu tun haben.
Weil das alles noch nicht aufregend genug ist, stellt sich raus, dass erstens die junge Frau erst 17 ist und zweitens sie von ihrer Mutter dazu angestiftet wurde, Softpornos zu drehen.
Was für eine Aufregung! Alle blöken durcheinander. Die fette Mama, die biersaufend auf dem Sofa liegt. Und Töchterchen, die empört ist, dass die doofen Bullen sich da einmischen. Und natürlich die dicke Schwester, die total entsetzt, entsetzt und entsetzt ist und auch ganz dolle rumschreit.

Fall 2: Durch einen Unfall kommt raus, dass ein Typ seine Frau betrügt. Die Polizei erwischt den Mann nur mit einer Art Windel “bekleidet” mitten im Schäferständchen. Mann guckt doof. Seine Frau blökt. Und die Geliebte rückt ihre Titten zurecht.

Zwischendurch habe ich mal ein Stündchen weggeschaltet. Beim Wieder-reinzappen stoße ich auf einen weiteren Fall: Polizei entdeckt fast nackten jungen Mann bei einer älteren Frau. Sie blökt was von “Vergewaltigung”, dann stellt sich aber raus, dass sie Lehrerin ist und den Jungen verführt hat.

Sonnabendmittag bei RTL. Nicht nur, dass sich zum Mittagessen alles rund ums Ficken dreht. Nicht nur, dass sich permanent irgendwelche Leute ankeifen und ereifern. Ich frage mich ganz ernsthaft, wer sich mit Absicht und Spaß so einen Mist ansieht. So eine laienhaft gespielte, klischeemäßige Story. Und ich frage mich auch, ob diese Leute stolz darauf sind, bei so einem Müll mizumachen. Vermutlich halten sie ihren Auftritt im “Blaulicht Report” für große Kunst und den Beginn einer großen Karriere.

Das Schlimme ist: RTL fährt damit Quoten ein, die nicht die schlechtesten sind. Wer sich aber an so ein Niveau gewöhnt, schaut sich natürlich keine Serien wie “Deutschland 83” bei RTL an. Da braucht man sich beim Sender eigentlich nicht wundern.

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RT liest

Ralf Günther: Das Weihnachtsmarktwunder

Sonntag, den 20. Dezember 2015
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Kleinhainichen in Sachsen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Martin (15) darf zum ersten Mal mit zum Striezelmarkt nach Dresden, um dort das Holzspielzeug zu verkaufen, das sie vorher selbst geschnitzt haben.
Als aber der Händler und auch Martins Vater krank werden, entschließt er sich, allein nach Dresden aufzubrechen. Eine echte Herausforderung: der weite Weg, der Schnee und Leute, die Martin in Dresden aufs Kreuz legen wollen.

Noch heute ist der Striezelmarkt in Dresden ein großer Anziehungspunkt. Ralf Günther erzählt eine Geschichte, die gut 200 Jahre her. Sie ist spannend, sie geht ans Herz und zeigt nebenher natürlich auch, wie schwierig das Leben zur damaligen Zeit war. Über Freud und Leid eines jungen Mannes in der Vorweihnachtszeit.

Ralf Günther: Das Weihnachtsmarktwunder
Kindler, 141 Seiten
7/10

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ORA aktuell

Star Wars: 180 Leute bei Oranienburger Premiere

Sonntag, den 20. Dezember 2015
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Auch in Oranienburg gab es in der Nacht zum Donnerstag eine Premierenvorführung des neuen “Star Wars”-Films. Wie der Oranienburger Generalanzeiger berichtet, sahen ab 0.01 Uhr im Filmpalast etwa 180 Menschen das “Kapitel VIII – Das Erwachen der Macht”.

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