Tagesarchiv für 25. November 2015

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N. Pratt: Fuck you Leben!

Mittwoch, den 25. November 2015

Hannah gilt als Schlampe. Als eine, die es mit jedem treibt. Alles wird anders, als die 15-Jährige merkt, dass sie schwanger ist.
Sie weiß, wer der Vater ist, will es aber nicht verraten, und in der Schule wird sowieso schon getratscht. Dabei ist es einer, den sie wirklich liebt. Oder geliebt hat?
Aaron ist der Neue in der Schule. Keiner weiß, warum seine Familie umgezogen ist – mitten in Schuljahr. Er gilt als Sonderling. Aber vielleicht ist er ja ganz anders, Hannah bietet er an, Vater “zu spielen”. Hannah ist dabei, verkündet, dass Aaron der Vater ihres Kindes ist.
Aber sie können beide nicht ewig lügen…

“Fuck you Leben!” heißt der Debütroman von N. Pratt. Das heißt, eigentlich ist das der der ziemlich dämliche deutsche (na ja…) Titel. Im Original heißt er “Trouble”, und das passt auch viel besser.
Die Story braucht ein bisschen, bis sie in Fahrt kommt. Anfangs besteht sie aus ziemlich viel Laberei, und man schaut ängstlich daruf, dass das Ding mehr als 400 Seiten hat.
Später kommt dann aber doch noch Spannung ins Spiel, die Autorin schafft es geschickt, ein paar überraschende Wendungen aufzubauen, zumal sich die Story mit Verlauf der Schwangerschaft mehr und mehr zuspitzt.

N. Pratt: Fuck you Leben!
dtv, 413 Seiten
7/10

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Abschied von Helmut Schmidt

Mittwoch, den 25. November 2015
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MO 23.11.2015 | 10.00 Uhr | Das Erste

Warum ist es einigen Fernsehleuten eigentlich nicht möglich, mal fünf Minuten den Mund zu halten. Mal fünf Minuten Stille zu ertragen. Einfach mal zu schweigen.
Rolf Seelmann-Eggebert war das am Montagmittag leider nicht möglich. Irgendjemand hielt es für eine gute Idee, ihn im Ersten die Trauerfeier für den verstorbenen Helmut Schmidt kommentieren zu lassen.

Bei so einer Trauerfeier gibt es Momente der Stille. Wenn der Sarg aus der Kirche getragen wird, da ist so ein Moment. Wenn der Sarg raus auf den Platz vor die Kirche gebracht wird.
Rolf Seelmann-Eggebert hat diese stillen Momente auf unfassbar ärgerliche Weise zugequatscht. In dem er uns mitteilte, dass jetzt der Sarg rausgetragen wird, dass da die Bundeswehr übernimmt, dass ja total schönes Wetter herrsche. Lauter Dinge, die in diesem Momentz nun wirklich nicht gesagt werden mussten. Es war ein sehr trauriger Moment, und Rolf Seelmann-Eggebert hat ihn zugelabert.
Und es gab offenbar niemanden, der ihm einfach mal den Ton abgedreht hat.

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