Tagesarchiv für 23. November 2015

RTelenovela

Totensonntag: Schnell mal das Gebinde abwerfen

Montag, den 23. November 2015
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Zum Totensonntag werden die Gräber abgedeckt. Mit speziellen Gebinden oder Zweigen oder was sonst noch schön aussieht. Das ist Brauch in Deutschland.
So ist das auch auf den verschiedenen Gräbern unserer Familie, und immer am Totensonntag gehen wir auf den städtischen Friedhof in Oranienburg, um der kurzen Andacht zu lauschen und ans Grab meiner Oma zu gehen. Zum letzten Mal übrigens, weil sie im nächsten Jahr 20 Jahre tot ist und das Grab dann geräumt wird.
Im Herzen wird meine Oma natürlich trotzdem immer bleiben – und auf Fotos und durch Erinnerungsstücke.

Ob wir dann 2016 zum Totensonntag wieder auf den Friedhof gehen, wissen wir noch nicht. Ich weiß aber, dass wir dann kein Gebinde oder Blumen mitbringen.
Es ist ein Ritual, das mir ein wenig fremd erscheint. Vor einem Denkmal auf dem Friedhof legen die Leute Totensonntag Blumen ab, dazu Kerzen, Gebinde und einiges mehr.
Ich kann ja verstehen, dass man damit an seine Lieben denkt, aber die Art und Weise verstehe ich nicht. Ich sehe irgendwie keinen Sinn darin, irgendwohin irgendwas abzulegen, das an dieser Stelle irgendwie keinen Nutzen hat. Dann stelle ich lieber zu Hause eine Kerze hin und denke an diese Person, um die es geht.

Am seltsamsten wirkte eine Frau, die am Sonntag während der Predigt des Pfarrers den Weg langlief. Sie hatte ein Gebinde in der Hand, das sie scheinbar gerade im Blumenladen nebenan gekauft hat. Sie lief auf das anonyme Gräberfeld zu einer bestimmte Stelle. Sie schmiss ihr Gebinde ab – liebevoll war das jedenfalls nicht. In Gedenken an irgendjemanden kann das auch nicht gewesen sein. Sie hielt auch nicht kurz inne. Sie schmiss das Ding ab, machte kehrt und lief zurück.
Ich finde, so was kann man sich dann auch echt sparen.

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RT im Kino

Marry me!

Montag, den 23. November 2015

Kissy (Maryam Zaree) ist Deutsch-Inderin, aber das lässt sie nicht so raushängen. Sie betreibt im Haus ihrer Familie ein Bistro, und alles könnte so gut sein.
Bis ihre indische Oma Sujata (Bharati Jaffrey) vor der Tür steht. Die ist entsetzt. Das Haus wirkt runtergekommen, und eigentlich fände sie es besser, wenn dort statt des Bistros ein indisches Restaurant öffnet. Und dass Kissy noch nicht verheiratet ist, trotz Kind, das kann ja auch nicht sein. Sie setzt Kissy unter Druck: Sie verkauft das Haus, wenn sie nicht heiratet.
Also tut sich Kissy mit Robert (Steffen Groth) zusammen. Sie haben zwar ein Kind, lieben sich aber nicht. Nun müssen sie aber durch: eine indische Hochzeit, mit allem Drum und Dran.

“Marry me!” ist leider im Sommer im deutschen Kino scheinbar untergegangen, im Dezember erscheint er dann auf DVD.
Regisseurin Neelseha Barthel hat eine nette Komödie voller Irrungen und Wirrungen geschaffen. Keine deutsche Bollywood-Offenbarung, eher eine Mischung aus Berlin-Film und indische Traditionen.
Das ist zugebenermaßen heutzutage nicht mehr sonderlich originell, aber dann doch durchaus humorvoll. Das liegt vor allem an den sympathischen Darstellern, auch in den Nebenrollen. Mit dabei sind Fahri Yardim sowie Wolfgang Stumph und Renate Krößner als Roberts Eltern, die plötzlich so tun müssen, als seien sie reiche Anwälte.
Kein großer Wurf, aber ein schöner Zeitvertreib.

Marry me!
D 2015, Regie: Neelesha Barthel
NFP, 94 Minuten, ab 0
6/10

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RTZapper

Willkommen bei Mario Barth: Schwanzvergleich

Montag, den 23. November 2015
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SA 21.11.2015 | 23.00 Uhr | RTL

Robbie Williams hat einen schönen Penis.
Dieser Aussage wird umso interessanter, wenn man weiß, von wem sie stammt: von Mario Barth. Denn angeblich haben Mario Barth und Robbie Williams schon mal ihre Schwänze verglichen. Hat Barth jedenfalls am Sonnabend in seiner RTL-Sendung behauptet.

In einem Wahrheit-oder-Lüge-Spiel erzählte er die Geschichte, wie die beiden angeblich in der Garderobe ihre Schwänze verglichen haben, und Robbie soll damit angefangen haben. Und das Fazit war das oben schon Genannte.
Klar, dass in der Show Jürgen von der Lippe und Chris Tall mehr als erstaunt über diese Story waren, die bislang offenbar unbekannt war, und sie kann eigentlich auch nur zu einem gefundenen Fressen für die Regenbogenpresse werden. Ich frage mich allerdings: Wie könnte diese bebildert werden?

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