Tagesarchiv für 18. November 2015

RTelenovela

Terror: Paris, Hannover, überall

Mittwoch, den 18. November 2015
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Sie wollten Fußball spielen. Sie wollten zeigen, dass sie sich dem Terror nicht beugen. Aber sie durften nicht. Nur 90 Minuten vor Beginn ist das Fußball-Freundschaftsspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden in Hannover abgesagt worden. Terrorgefahr.
Nach den Anschlägen von Paris rückte der Terror am Dienstag noch näher zu uns.

Angst? Panik? Sich zu Hause einschließen?
Hass auf Fremde? Auf Flüchtlinge, die angeblich schuld an der aktuellen Lage sind?
Was sollen wir tun? Wie sollen wir mit unseren Gefühlen umgehen?

ZDF-Frankreich-Korrespondent Theo Koll hat am Dienstagabend bei “Markus Lanz”, wie ich finde, kluge Worte gesagt.
Wir müssen lernen, damit umzugehen. Und damit umzugehen könnte auch heißen, für einige Zeit mit einer diffusen Gefahr zu leben. Ebenso auch damit zu leben, dass Großereignisse nicht stattfinden.
Vielleicht wäre es schlicht besser gewesen, das Fußball-Event von vornherein abzusagen. Um abzuwarten. Um unsere Sicherheit zu wahren. Und das relativ ruhig und gelassen.

Die Leute, die momentan für den Terror sorgen, wollen doch vor allem: Angst schüren. Und Panik. Und Streit und Hass unter den Menschen, die sich verschiedenen Meinungsströmungen anschließen. Sich gegenseitig aufschaukeln.
Und das ist falsch.
Viel wichtiger, als uns von Terroristen nicht den Spaß nehmen zu lassen, trotzdem Großevents stattfinden zu lassen, ist: ruhig zu bleiben. Weiterleben. Mit offenen Augen durchs Leben gehen. Aufmerksam, aber gelassen. Panik nützt keinem was. Außer den Terroristen.
Viel wichtiger ist auch: nicht zu streiten. Zusammenzustehen. Die Terroristen sind nämlich nicht nur für Anschläge verantwortlich, sondern vor allem dafür, dass sie die Menschen aufwiegeln. Halbwahrheiten und Lügen streuen, um Hass und Angst zu säen.
Das ist unsere eigentliche Aufgabe: dagegenzusteuern, das zu verhindern.

Und wenn dafür mal ein paar Konzerte oder Sportevents ausfallen: was soll’s. Darauf kommt es letztlich nicht an.

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RTZapper

TV total: Paris – war da was?

Mittwoch, den 18. November 2015
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MO 16.11.2015 | 23.15 Uhr | ProSieben

Zum Zuge der Terror-Anschläge von Paris sind viele Unterhaltungssendungen abgesagt worden. Die “heute show” fiel aus, ebenso “Inas Nacht”, die Otto-Tributeshow, “Zimmer frei!” und viele mehr.
Dass die fast tägliche Late-Night-Show “TV total” am Montagabend bei ProSieben wie geplant auf Sendung ging, finde ich erst mal richtig.
Aber die Ereignisse vom Wochenende komplett zu ignorieren, das widerum finde ich falsch, ja, fast schon feige.

Am Montag beleuchtet Stefan Raab das Fernsehprogramm vom Wochenende. Das war diesmal schwierig, weil sich eben fast alles um die Paris-Anschläge drehte. Die Stimmung war mehr als gedämpft.
Bei “TV total” kein Wort dazu. Stattdessen belanglose Ausschnitte aus “Schwiegertochter gesucht”. Keine Ahnung, ob das jemand wirklich interessiert hat.

Ja, “TV total” ist Comedy. Aber immerhin ja auch eine aktuelle Late Night. Zeitgeist. Und kann man da nicht wenigstens ein paar Worte zum wahren Wochenendgeschehen verlieren? Ein paar bissige, treffende Worte?
Harald Schmidt hat das nach dem 11. September einst geschafft (wenn auch nach einer Woche Tauerpause – und ich finde die Anschläge von New York und Paris in ihrer Dimension kaum vergleichbar), Stefan Raab nicht.

Sicherlich: Das Leben geht weiter, wir wollen weiter machen, weiter lachen. Comedy muss es auch weiter geben, auch in trüben Tagen. Aber im Gegensatz zu Sitcoms oder zeitlosen Comedys sollte “TV total” eigentlich auch einen aktuellen Anspruch haben, Stimmungen aufnehmen. Und da sollte man nach einem solchen Wochenende entweder den Arsch in der Hose haben, zumindest zwei Minuten Haltung zu zeigen – oder vielleicht doch besser zu pausieren.

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ORA aktuell

Oranienburg trauert mit Bagnolet und Frankreich

Mittwoch, den 18. November 2015
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Die Terror-Anschläge von Paris sorgen auch in Oranienburg für Erschütterung. Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) schrieb einen Brief an seinen Amtskollegen Tony Di Martino aus der Partnerstadt Bagnolet, die direkt an Paris angrenzt. “Es hat die Menschen in Paris getroffen, aber ganz Europa ist gemeint”, heißt es in dem Schreiben. “Unsere Demokratie ist stärker, und wir werder unsere Werte weiterhin selbstbewusst leben und verteidigen.”

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