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Peter Leys bleibt Bürgermeister in Oberkrämer

Absolute Mehrheit gleich im ersten Wahlgang – nur 38,3 Prozent beteiligten sich an der Abstimmung

MAZ Oberhavel, 9.11.2015

OBERKRÄMER
Für ein paar Minuten stand Marwitz im Brennpunkt des Interesses bei der Bürgermeisterwahl in Oberkrämer. Der Ortsteil übermittelte als Letztes das Ergebnis zur Verwaltung nach Eichstädt. Um 18.40 Uhr, also nicht mal eine Stunde nach Schließung der Wahllokale, stand aber fest: Peter Leys (BfO) bleibt Bürgermeister von Oberkrämer, und das mit einem überraschend klaren Abstand.

Leys gewann mit 2257 Stimmen (64,7 Prozent) , das ist schon die absolute Mehrheit im ersten Wahlgang. Damit ist keine Stichwahl nötig. Carsten Schneider (SPD) bekam 647 Stimmen (18,6 Prozent) , Jörg Ditt (Grüne) 582 Stimmen (16,7 Prozent). Die Wahlbeteiligung lag bei nur 38,3 Prozent.

Im Eichstädter Verwaltungsgebäude brandete Applaus auf, als das Ergebnis feststand. „Ich hatte die Hoffnung, dass wir es ohne Stichwahl schaffen“, sagte Peter Leys. „Aber ich hätte nicht gedacht, dass es so deutlich ist. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich unterstützt haben.“ Der Wahlsieger sieht seinen Vorteil im Amtsbonus und darin, dass man ihn in der Gemeinde seit vielen Jahren kenne, auch schon als Bauamtsleiter.
Besonders stark war Leys in Eichstädt, wo er 82,1 Prozent der Stimmen erreichte, am schwächsten mit 47,6 Prozent in Neu-Vehlefanz.
„Mehr als zufrieden“ war auch Bernd Ostwald (CDU), seine Partei unterstützte Peter Leys. Das sei die richtige Entscheidung gewesen. „Wir haben dem Wähler wahrscheinlich eine Stichwahl erspart“, sagt er am Sonntagabend in Eichstädt.

Carsten Schneider war über das Ergebnis sehr enttäuscht. Er hat beide Wahlziele nicht erreicht: „Einen souveränen zweiten Platz und die Stichwahl.“ Für eine Analyse sei es noch zu früh. „Aber es gibt wohl keinen so großen Veränderungsbedarf seitens der Bürger“, sagte Schneider. Die Stimmung bei den SPD-Leuten beim Treffen in Bärenklau war gedrückt. Als die Ergebnisse kamen, sei das ein Schock gewesen. „Das ist, als wenn man in der Schule eine unerwartete Fünf bekommt.“ Mit nur 7,5 Prozent schnitt Schneider am schlechtesten in Eichstädt ab, am besten im Gemeindezentrum in Bötzow mit 24,2 Prozent.

„Ich bin enttäuscht“, sagte auch Jörg Ditt. „Das habe ich nicht so gedacht, nicht in der Eindeutigkeit. Aber das ist das Votum des Wählers.“ Ditt hatte sich zumindest eine Stichwahl erhofft. Er habe es wohl nicht geschafft, die unzufriedenen Bewohner von Oberkrämer an die Wahlurne zu holen. Jörg Ditt schnitt in Neu-Vehlefanz am besten ab, dort bekam er 36,9 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sein schlechtestes Ergebnis erzielte er in Eichstädt mit 10,4 Prozent.

Von 9289 Wahlberechtigten gingen am Sonntag 3561 Menschen zur Wahl. Wie Wahlleiterin Sabine Großmann sagte, habe es keine Probleme gegeben. „Aber bis um 10 Uhr war es sehr ruhig“, erzählte Anneliese Kolewe, Wahlhelferin in Eichstädt. „Zur Kaffeezeit nach dem Spaziergang kamen die meisten.“ Mit 45,9 Prozent war die Wahlbeteiligung in Eichstädt auch am höchsten.

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