Tagesarchiv für 3. November 2015

RTZapper

Deutschlands bester Bäcker

Dienstag, den 3. November 2015
Tags: , , ,

MO 02.11.2015 | 15.05 Uhr | ZDF

Alles lecker, alles toll, ganz großen Respekt. Das ZDF sucht Deutschlands besten Bäcker, und da muss ja nun mal irgendjemand gewinnen.
Am Montag war die Jury bei drei Bäckerläden in Berlin und Schwante zu Gast, um zu kosten, was es da so gibt. Verschiedene Brotsorten, Rosinenbrötchen oder ein Gebäck namens “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel”. Und nirgendwo war etwas Gravierendes auszusetzen.

Für die Bäcker ist das eine fantastische Werbung, und das ja auch durchaus zu recht. Heutzutage muss man schließlich über jeden traditionellen Bäcker, den es noch gibt, dankbar sein.
Für den ZDF-Zuschauer ist das allerdings nicht ganz so aufregend. Zu beobachten, wie die Jury zu den Bäckern geht, um da was zu kosten, ist ja noch nicht so spannend. Es sei denn, man kennt die Bäcker.
Wie den in Schwante zum Beispiel. Da ist es dann schon lustig, wenn der vom ZDF befragte einzige Kunde in Wirklichkeit der Ortsvorsteher des Dorfes und der Parteifreund des Bäckers ist.

Im Vorfeld hieß es, die Jury sei nicht zimperlich mit den Bäckern umgegangen. In der Sendung vom Montag war davon aber nichts zu merken. Nun wäre es natürlich blöd, wenn die Bäcker warum auch immer runtergemacht werden würden, aber als Zuschauer fehlt da natürlich ein wenig der Spannungsbogen, was auch erklärt, warum “Deutschlands bester Bäcker” eher mäßige Zuschauerzahlen hat.

Am Ende hat am Montag der Bäcker aus Schwante den Tagessieg geholt – weil die anderen eben nicht ganz so gut waren. Toll.
Die Sendung könnte ein bisschen mehr Pepp vertragen. Pepp ohne Krawall.

Hits: 30

RTelenovela

Das sieht ja wieder sehr übersichtlich aus!

Dienstag, den 3. November 2015
Tags: ,

Das hat sicherlich jeder schon mal erlebt: Man geht in ein Restaurant, bekommt sein Essen und stutzt. Und dann heißt es: Das sieht ja wieder sehr übersichtlich aus! Und man meint: So wenig?

Eine gute Esskultur ist wichtig. Ich mag diese Läden nicht, wo man hingeht, um vollgeknallte Teller zu bekommen. Wo die Schnitzel so groß sind, dass sie nicht auf den Teller passen, wo man am Ende fast platzt und immer noch nicht alles aufgegessen ist.
In einem Oranienburger Lokal ist es seit einiger Zeit leider umgekehrt. Da übertreiben es es auch – nur in die andere Richtung.

Neulich waren wir dort Mittagessen, und auf der Mittagskarte stand Hühnchen mit irgendeiner Soße und Kartoffeln. Für nicht ganz 10 Euro, was für ein Mittagsgericht ja auch nicht allzu wenig ist.
Als dann der Teller vor mir stand, war ich, nun ja, entsetzt. Ein kleines Stück Hühnerfleisch, vergraben unter einer Soße mit lauter Oliven, dazu zwei halbe (!) Babykartoffeln.

Edel, ja, mag sein. Aber von “edel” werde ich nicht mal im Ansatz satt. Das Fleisch war, nachdem ich es freigegraben habe, schnell aufgegessen und die Kartoffeln auch.
Ich war weder satt noch zufrieden. Und das ist irgendwie keine gute Mischung. Wie gesagt: So ein Teller muss nicht übervoll sein, aber wenn es dann so wenig ist, dann gibt das auch kein gutes Gefühl.
Und so lebte ich dann noch vom Resteessen: Die Nudeln von nebenan waren zum Glück üppiger, und vom Tiramisu bekam ich auch noch was ab.
Doch noch satt geworden.

Und wer jetzt sagt: Ja, aber die speziellen Mittagsmenüs sind ja billiger als der Rest – ich habe diese Enttäuschung auch schon an Sonntagnachmittagen erlebt, als ich ein normales Gericht von der Karte bestellte.

Hits: 26