Tagesarchiv für 24. Oktober 2015

RTZapper

Michael Hirte – Sehnsuchtsmelodien

Samstag, den 24. Oktober 2015
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DO 23.10.2015 | 20.15 Uhr | Deutsches Musik Fernsehen

Wunderliches spielt sich auf einem Bauernhof irgendwo in Deutschland ab. Ein Mann mit einer albernen Mütze steht im Garten rum. Wir sehen ihm beim Blasen zu. Ob er Spaß dabei hat, kann man seinem Gesicht nicht ablesen. Auf seiner Mundharmonika spielt er das Heidenröslein. Schuld daran sind übrigens Tante Christel und Onkel Hugo aus Stralsund, wie er später erzählt. Bei denen lag nämlich mal so ein Blasinstrument rum, da smuss er probieren, und sein erster Song war eben jenes Heidenröslein.
Und das haben wir jetzt davon.

Wer sich fragt, was eigentlich aus Michael Hirte, dem “Supertalent” geworden ist, dem sei gesagt: Er darf jetzt in der Primetime im Deutschen Musik Fernsehen blasen. Also, auf der Mundharmonika. Wir sehen ihn, wie er blasend und ins Leere glotzend auf irgendeinem Hof rumsteht. Die “Sehnsuchtsmelodien” liefen am Donnerstagabend. Und wer jetzt sagt: “Mein Gott, ist das aber langweilig für eine Primetime-Show!” – der hat recht.

Aber die Macher haben gegengesteuert. Sie ließen Hirte nämlich nicht nur draußen auf seinem Instrument tuten. Zwischendurch setzten sie ihn auch in eine Kirche. Schön blasen auf der Kirchenbank – das darf nur Michael Hirte.
Bei diesen Sehnsichtsmelodien bekommt man diese Sehnsucht wirklich – nach der rettenden Werbepause.

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RT liest

Charlotte Roche: Mädchen für alles

Samstag, den 24. Oktober 2015

Deutschland wird unruhig. Charlotte Roche hat wieder ein Buch geschrieben. Und wenn Charlotte Roche ein Buch schreibt, dann dann muss ja wieder was Skandalöses darin passieren. Dann wird Deutschland erst angeekelt “Bäh” rufen, um dann in Scharen das Buch vom Markt zu kaufen.
Nun ja. Das war mal. “Mädchen für alles” ist weder skandalös, noch sonderlich aufregend, sondern vor allem eines: enttäuschend langweilig.

Aber das ist Christine Leben auch. Langweilig. Mit ihrem Mann kann sie nur noch wenig anfangen, mit ihrem Kind ebenfalls. Aber sie will was dran ändern. Marrie kommt ins Haus, ein “Mädchen für alles”.
Und “für alles” nimmt Christine wörtlich, denn sie findet Marie anziehend. Sie will Sex mit ihr, und so nimmt sie sie mit auf eine verhängnisvolle Reise.

Schade, wirklich schade. Aber mit dem “Mädchen für alles” konnte ich von vorne bis hinten nichts anfangen. Was Charlotte Roche da zu erzählen hat, ist leider so dermaßen uninteressant, so laberig, dass man fragen muss, ob sie vielleicht vergessen hat, sich eine Story einfallen zu lassen.
Genauso, wie sich Christine langweilt, langweilt sie auch den Leser. Ging es Charlotte Roche in ihren vorherigen Romanen noch um interessante Themen – Hygienewahn, Sexsucht, angeschlagene Seelen -, so spricht sie hier zwar auch ein relevantes Thema an (irgendwie geht’s auch um Kindesvernachlässigung, aber nicht so wirklich), kommt aber an keiner Stelle zum Punkt. In einer Talkshow habe ich von der Botschaft erfahren, die Roche wohl mit dem Buch hat, von Christines Hintergründen. Aus dem Buch selbst habe ich das nicht rausgelesen.
Wenn man dann noch das bescheuerte, völlig misslungene Ende dazuzählt, haben wir es hier wohl mit einem echten Flop zu tun.

Charlotte Roche: Mädchen für alles
Piper, 237 Seiten
2/10

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ORA aktuell

Mann (77) stirbt auf Zebrastreifen in Oranienburg

Samstag, den 24. Oktober 2015
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Ein 77-Jähriger ist am Freitagvormittag bei einem schweren Unfall in der Oranienburger Saarlandstraße gestorben. Der Radfahrer ist beim Überqueren eines Zebrastreifens an der Wernigeroder Straße gegen einen Bus geprallt.
Zuvor war ein Auto angehalten, doch der Busfahrer dahinter reagierte wohl zu spät. Der Bus schob das Auto zur Seite und rollte weiter.
Im Bus aus Dänemark saßen 47 Jugendliche. Sie blieben unverletzt und wurden in der Kita in unmittelbarer Nähe versorgt.
Die Polizei ermittelt.

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