Tagesarchiv für 28. September 2015

ORA aktuell

Bauarbeiten: Oranienburger Bykstraße gesperrt

Montag, den 28. September 2015
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Die Bykstraße in Oranienburg wird zwischen Stralsunder Straße und André-Pican-Straße saniert. Hintergrund ist die Bombensuche, die in der Asphaltschicht ihre Spuren hinterlassen hat. Die Straße bekommt einen neuen Belag.
Die Bauarbeiten beginnen am Dienstag und sollen bis 9. Oktober dauern.

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RT im Kino

Everest

Montag, den 28. September 2015

Es ist der blanke Wahnsinn. 8848 Meter hoch ist der Mount Everest, es ist der höchste Berg der Welt, und es gibt Menschen, die ihn besteigen wollen. Viele schaffen das nicht, der Berg hat schon hunderte Opfer gekostet. Weil der Sauerstoff nicht ausreichte. Weil die Kraft nicht ausreichte. Weil der Körper nicht mitmachte. Weil es zu Verletzungen kam, Abstürzen, Fehler in der Planung der Tour.
Davon handelt “Everest” – nach einer wahren Geschichte.

Am 10. Mai 1996 machen sich zwei Gruppen auf den Weg nach ganz oben. Die Bergführer Rob (Jason Clarke) und Scott (Jake Gyllenhaal) sollen die Bergsteiger begleiten. Zu ihnen gehört Beck (Josh Brolin), der den Aufstieg unbedingt schaffen will. Wegen des Egos und so. Aber auch ein Postbote, eine mutige Frau und weitere Leute wollen hoch.
Aber es kommt zu Zwischenfällen. Die Sauerstoffflaschen sind leer. Es komtm am Berg zu Engpässen, weil zu viele Leute unterwegs sind. Beck hat gesundheitliche Probleme, und dann zieht auch noch ein Unwetter auf.

Technisch ist “Everest” toll umgesetzt. Die Szenen im Berg lassen einen erschaudern, hautnah ist die Kamera dabei, wenn es darum geht, das Monster zu bezwingen.
Aber dann sind da noch die Leute.
Ich frage mich ja sowieso, warum man sich das antut. Man bringt sich und andere Leute in Gefahr, es scheint bei einigen der Bergsteiger purer Egoismus zu sein, die pure Selbstbefriedigung, das pure Bezwingen der Natur – aus Gründen.
Bergführer Rob trifft Fehlentscheidungen, um seinem Kunden eine lebensgefährliche Freude zu machen und bringt viele andere Menschen in Gefahr. Beck wird schwerkrank, will aber weitermachen. Viele andere Menschen müssen einen hochgefährlichen Rettungseinsatz starten – oder einfach angstvoll abwarten.
Ich tue mich wahnsinnig schwer, da Mitleid oder Sympathie zu empfinden. Es berührt mich nicht, wenn der Egoist an seine Grenzen kommt und einfach nicht erkennt, dass da eben eine solche Grenze ist. Es ist fast schon ärgerlich zu sehen, was da alles passiert, was für eine Unglückskette ausgelöst wird.
Das ist auch der Grund, warum mich dieser Film leider nicht wirklich gepackt hat.

Everest
USA 2015, Regie: Baltasar Kormákur
Universal, 122 Minuten, ab 12
5/10

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RTelenovela

In den Pilzen

Montag, den 28. September 2015
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Ich gehöre ja zu den Leuten, die gern Pilze suchen gehen – aber gar keine Pilze essen. Aber so ein Waldspaziergang, verbunden mit einer Schatzsuche, ist jetzt im sonnigen Herbst eine herrliche Sache. Und wo kann man besten zur Pilzsuche aufbrechen als im Steinpilzweg in Schmachtenhagen-Süd?

Dass uns als erstes ein Fliegenpliz auf dem Wegrand begegnete, sollte glücklicherweise kein schlechtes Omen darstellen. Der erste Steinpilz war dann aber zum Glück auch schnell entdeckt.
Der Schmachtenhagener Forst macht es den Pilzsuchern aber nicht so einfach. Es gibt kein Areal, wo besonders viele Pilze wachsen, selbst die Faustregel, dass da, wo ein Pilz steht, noch mehr zu finden sind, zählt nur selten.

Als uns ein Paar mit Hund entgegenkam – samt halbvollem Korb – dachten wir schon, dass es das war mit unserer Suche. Aber nein, das Angebot war immer noch groß. Keine halbe Stunde verging bis unser Körbchen voller Pilze war.
Wie sie geschmeckt haben, kann ich an dieser Stelle nicht sagen. Insofern bin ich der perfekte Pilzsuch-Begleiter. Mit mir muss man nicht teilen.

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RTZapper

Meister des Todes

Montag, den 28. September 2015
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MI 23.09.2015 | 20.15 Uhr | Das Erste

Ohne Rücksicht auf Verluste. Ohne Rücksicht auf die Menschen oder Friedensbemühungen. Wenn es um Kohle geht, dann gibt es kein Erbarmen. Die Rede ist von der Waffenindustrie. Das Geschäft boomt. 2014 sind doppelt so viele Kriegswaffen geliefert worden wie im Jahr davor, nämlich im Wert von 1,8 Millarden Euro. Embargo? Lieferverbot? Alles egal.

Ein spannender Fernsehthriller versuchte am Mittwochabend im Ersten dieses Thema zu beleuchten: “Meister des Todes”. Der Titel passt.
Im Film ging es um eine Waffenfirma, deren Absatz schwächelt. Aber in Mexiko können sie ihr Gewehr SG38 verscheuern – und bald kommt es zu Zwischenfällen, bei denen Zivilisten erschossen werden. Peter (Hanno Koffler), einer der Mitarbeiter, bekommt ein schlechtes Gewissen – und damit große Probleme.

“Meister des Todes”, zur Primetime ausgestrahlt, ist ein wichtiger Film. Wenn auch leider zwischenzeitlich ein wenig lang und dröge, erzählt er jedoch von einem Thema, das wichtiger denn je ist. Während Flüchtlinge zu uns kommen, werden auch deutsche Waffen dorthin geliefert, wo Kriege sind. Die Rüstungsindustrie tut alles dafür, Gewinne zu machen. Auf Kosten des Friedens in der Welt.

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