Tagesarchiv für 4. September 2015

ORA aktuell

Keine Mosaik-Oberschule in Oranienburg

Freitag, den 4. September 2015
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Es wird in Oranienburg vorerst keine Mosaik-Oberschule geben, ebenso keine private Fachschule für Sozialwesen. Das Bildungsministerium in Potsdam erteilte dem Jugend- und Sozialwerk (JuS) eine Absage.
Eigentlich waren die beiden Einrichtungen als Ergänzung zur Mosaik-Grundschule und dem Mosaik-Gymnasium gedacht.
Für die Oberschule hatten sich 14 Siebtklässler gemeldet, für die Fachschule 20 Bewerber.

Das Ministerium lehnte die Öffnungen ab, weil es Vorbehalte gegen die Lehrkräfte für die Fachschule gab. Bei der Oberschule ist moniert worden, dass nur Arbeitslehre als Wahlpflichtfach angeboten worden ist.
Die Anträge seien sich genehmigungsfähig gewesen, so heißt es aus dem Ministerium, so schreibt die Märkische Allgemeine. Für das JuS sei die Absage eine wirtschaftliche Katastrophe, so en Sprecher des Hauses.

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RTZapper

Bundesvision Song Contest 2015

Freitag, den 4. September 2015
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SA 29.08.2015 | 20.15 Uhr | ProSieben

Was wird aus dem Bundesvision Song Contest? Stefan Raab hat die Sause das letzte Mal moderiert. Sein Abschied vom Fernsehen hat begonnen, und dieses Musikevent gehört zu den Innovationen, die er einst geschaffen hat.
Aber funktioniert es auch ohne Raab?
Eigentlich ist die Antwort einfach: ja! Denn ob Stefan Raab das Ganze moderiert oder jemand anderes mit viel (und noch mehr) Witz, ist für das Event zunächst zweitrangig. Es kommt auf die Musik und die Acts an. Auf die Mischung aus prominenten und unbekannten Künstlern. Darauf, den Nachwuchs zu fördern.
Aber die Antwort lautet auch: Es könnte schwierig werden, denn Stefan Raab ist nicht nur Moderator, er ist auch kreativer Kopf, der Produzent und derjenige, der die Connections im Musikbusiness hat.

Okay, es war am Sonnabend mal wieder überhaupt nicht spannend: Mark Forster hat mit seinem Song “Bauch und Kopf” haushoch den Bundesvision Song Contest 2015 gewonnen. Niemand anderes hatte eine Chance. Das aber macht den Wettbewerb nicht überflüssig, denn fast die komplette Show war hochkarätig besetzt, wir haben viele tolle Songs gehört.

Wie also geht es 2016 weiter? Geht es weiter? Stefan Raab ließ es am Sonnabend offen, ob der Contest im kommenden Jahr irgendwo in Rheinland-Pfalz stattfindet oder – irgendwo.

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RTelenovela

Island (3): Momente der Ödnis

Freitag, den 4. September 2015
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(2) -> 2.9.2015

In einer Raststätte an einer der isländischen Fernstraßen entdecke ich ein Buch mit den “22 Places you absolutely must see in Iceland”.
Seltsam. Berlin hat schon protzig zweimal 111 Plätze, die man in gesehen haben muss, hervorgebracht – und ganz Island hat gerade mal poplige 22?
Es sind bestimmt mehr, da bin ich mir sicher. Vermutlich hatten die Macher des Buches keine Lust auf weitere Recherchen. Oder zu wenige Buchseiten. Was weiß ich…

Island ist momentan total in. Ich weiß nicht, wie viele Leute mir vor Reiseantritt erzählt haben, dass sie jemanden kennen, der ja auch gerade auf Island und total begeistert war. Und, ja, Island ist auch toll. Dazu kommen wir in den folgenden Kapiteln.
Ein Tag aber, nun ja, der war… wie soll ich es sagen… ein bisschen öde.

Wer auf der Halbinsel Snæfellsnes unterwegs ist, wird so gut wie keine Menschen treffen. Auf der relativ schmalen Straße ist ab und zu nur mal ein Touristenbus zu sehen. In der Ferne blicken wir auf den Snæfellsjökull, einem 1446 Meter hohen Gletscher. Es heißt, dass wir ihn in dieser Form nicht mehr lange sehen werden. Er schmilzt.
In einem Örtchen namens Búðir kommen wir erstmals mit einer Vulkanlandschaft in Berührung. Das heißt, eher mit den Rückständen eines Ausbruchs. Wir laufen über ein Feld, eine Wiese. Sie ist übersät mit riesigen, dunklen Brocken. Beeindruckend!

Bis hierhin schien die Sonne, als wir aber Snæfellsnes verließen, kamen wir in den Regen, der bislang von den Bergen festgehalten worden ist.
Aber nicht nur das: War die Gegend bislang recht interessant, sehen wir nun: nichts. Plattes Land. Ohne irgendwas, was es zu sehen gäbe. Ewige Ödnis. Schlimm, irgendwie. Die Busfahrt wollte einfach kein Ende finden.

In Reykholt wandelten wir auf den Spuren von Snorri Sturluson. Er lebte von 1179 bis 1241 war gilt als einer der größten Dichter und bedeutendsten Politiker im mittelalterlichen Island. An diesem Ort gibt es nicht nur ein Museum über ihn, sondern auch ein Bad, das er wohl damals gebaut hat. Ein Loch mit Wasser. Es heißt, er habe das Wasserbaden in Island erfunden. Oder so. Es sind so diese Momente, in dem einige Leute um ein Wasserloch stehen und staunen. Außer mir. Ich kann solchen Sehenswürdigkeiten wenig abgewinnen. Es sei denn, man darf auch drin baden. Darf man aber nicht.

Eigentlich hätte alles wieder gut werden können: Wir waren an einem tollen Wasserfall. Auf der Rücktour fuhren wir am Walfjord entlang, entlang des Ufer, über einen Bergpass – aber es regnete, es stürmte, es war äußerst ungemütlich.
Vermutlich – nein, ganz sicher – wäre das eine grandiose Fahrt gewesen. So war sie aber nur grandios verregnet.

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