Tagesarchiv für 2. September 2015

RT im Kino

We are your Friends

Mittwoch, den 2. September 2015
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Ein großer Techno-DJ sein: Das ist der große Traum von Cole (Zac Efron). Der Track, der die Leute begeistert, der die Massen mitreißt. Aber noch hat Cole den nicht zusammengebastelt. Mit seinen Freunden muss er sich bis dahin anderweitig Geld verdienen: Sie organisieren Partys in Los Angeles und arbeiten bei einem Immobilienhai.
Als Cole aber den Star-DJ James (Wes Bentley) kennenlernt, sieht er seine Chance gekommen. Er bekommt Tipps, wie er einen besseren Hit raushauen kann. Blöd allerdings: Cole verliebt sich in James Freundin Sophie (Emily Ratajkowski). Gerät Coles Ziel in Gefahr?

“We are your Friends” – der Titel ist eigentlich der größte Schwachpunkt des Films, denn bis auf einen gleichnamigen Track am Anfang, wirkt er ein wenig willkürlich.
Aber egal: Wer auf elektronische Musik steht, wird diesen Film vermutlich mögen. Denn die Beats sind durchaus mitreißend, inbesondere im Filmfinale geht die Post ab.
Die Geschichte dahinter ist nicht überragend, kann man sich aber gut ansehen. Denn darin geht es nicht nur darum, wie elektronische Musik entsteht und welche Tricks DJs in der Disco anwenden. Es geht auch um die wahre Freundschaft und warum, warum es so wichtig ist, diese zu pflegen.

We are your Friends
USA 2015, Regie: Max Joseph
Studiocanal, 96 Minuten, ab 12
7/10

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ORA aktuell

Kurzarbeit bei Pneu Laurent in Oranienburg

Mittwoch, den 2. September 2015
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110 Mitarbeiter des Oranienburger Unternehmens Pneu Laurent sind seit Dienstag in Kurzarbeit. Darüber informierte das Unternehmen, das Lkw-Reifen runderneuert.
Es gebe einen anhaltend schwachen Absatz auf dem Markt, die Importe aus Asien machen dem Unternehmen außerdem zu schaffen.
Die Kurzarbeit soll zunächst bis Ende Februar 2016 dauern.

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RTZapper

17,50 – ungezwungen fernsehen

Mittwoch, den 2. September 2015
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FR 28.08.2015 | 21.00 Uhr | WDR

Wird ein von RTL gesendetes bescheuertes Fernsehformat weniger bescheuert, wenn es der WDR hemmungslos kopiert?
Der WDR ist zwar 50 Jahre alt, aber feiern möchte man das zwei Wochen lang mit einem total jungen und, ähm, innovativen Programm.
So halten es die Leute vom WDR für total einfallsreich, wenn man (angebliche) WDR-Zuschauer vor einen Fernseher setzt, um sich WDR-Sendungen anzusehen und darüber zu plaudern.
Blöderweise hat RTL das im Januar auch schon gemacht: Die “Sofa Stars” waren die Bewerbung für die mieseste Sendung 2015.

Nun also der WDR. Die erste Folge von “17,50 – ungezwungen fernsehen” lief dort am Freitagabend. Die ersten drei Minuten drehten sich darum, wofür die 17,50 steht. Was natürlich hirnrissig ist und überhaupt nicht gestellt wirkte, als sich die Leute vorm Fernseher darüber unterhielten. 17,50 ist natürlich der Rundfunkbeitrag, den man auch für den WDR zahlen darf/muss.

Erkenntnisgewinn? Null. Wir sehen, wie sich Leute in “17,50” eine Sendung ansehen, in der Youtuber in alten WDR-Sendungen kramen. Ganz toll. Und ganz spannend. Eine Gruppe Frauen fragte sich, was Youtuber sind. Eine Familie stritt darüber, ob die schnellen Schnitte der Youtube-Sendung irgendwie toll seien. In der Youtube-Sendung ging es dann um das frühere Frauenbild. Nun sahen wir also Zuschauer, die sich Youtuber ansehen, die sich alte WDR-Sendungen über Frauen ansehen. Die Kommentare der Zuschauer: staunen, lachen und die Frage, warum so was mal gesendet werden durfte.

Aber mal ehrlich: Was hat den WDR da geritten? Was ist an einer solchen Sendung interessant? Und wieso muss man ein mieses RTL-Format dermaßen dreist kopieren? Und ist es wirklich das, worauf junge WDR-Zuseher (falls es sie gibt) abfahren?
Ich zahle gern 17,50 Euro im Monat. Aber nicht dafür, anderen beim fernsehen zuzusehen.

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RTelenovela

Island (2): Reykjavik – Weihnachten, Wolle, Penisse

Mittwoch, den 2. September 2015
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(1) -> 1.9.2015

Reykjavik ist die nördlichste Hauptstadt der Welt. Und vielleicht auch die Kleinste. Im Grunde handelt es sich ja um eine Kleinstadt – für isländische Verhältnisse aber eine Metropole.
Das Beste an Reykjavik ist die ausgedehnte Einkaufsstraße, die von der Innenstadt in Richtung Hafen führt. Nette Cafés und Kneipen, Klamottenläden, Souvenirgeschäfte und vieles mehr.

Einen X-Mas-Shop zum Beispiel. In einem bestimmten Laden in Reykjavik ist das ganze Jahr Weihnachten. Drinnen läuft Weihnachtsmusik. Es gibt Weihnachtstrolle, Karten, Kugeln und alles, was das festliche Herz begehrt. Und sofort hat man auch einen weihnachtlichen Ohrwurm. Santa Claus is coming to Town!
Und das bei sonnigen 19 Grad.
Das erscheint erst mal nicht viel. Aber Sonne und 19 Grad – das ist in Island schon Hochsommer. So empfinden das zumindest die Isländer. Die laufen dann schon in kurzen Hosen und leichten Hemden.
Für uns war das natürlich auch herrliches und angenehmes Wetter – aber Sommer? Na ja.

Der nächste Winter kommt bestimmt, und auch dafür sind die Isländer schon gerüstet. Überall hängen in den Klamottenläden die Wintersachen. Wolle! Aber irgendwie kann ich mich nicht dafür erwärmen. Die Wolle kratzt, aber das scheint in Island keinen zu stören. Oder doch – und nur Touristen kaufen so was, während die Isländer darüber lachen. Wer weiß das schon so genau…

Ein wenig überrascht war ich (wie immer bereite ich mich auf solche Reise nur unzureichend – oder gar nicht – vor), als ich auf einem Platz Reklame für ein Penismuseum entdeckte. Ja, genau: ein Penismuseum. Ein Museum, in dem lauter Phallusse zu sehen sind. Von Tieren – und seit einiger Zeit auch von einem Menschen. Wahnsinn.
Allerdings blieb es unsererseits dabei, die Reklame dafür zu bestaunen. Beim nächsten Island-Besuch dann…

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