Monatsarchiv für September 2015

ORA aktuell

CJO: Herbert Weimer bekommt Bundesverdienstkreuz

Mittwoch, den 30. September 2015

Herbert weimer, der Chef der Christlichen Jugendzentrums Oranienburg (CJO) hat den Staffelstab abgeben. Am Sonntag fand der Abschiedsgottesdienst für den 65-Jährigen statt. Die Vorstandsleitung übernimmt sein Sohn Jörn Weimer gemeinsam mit Annika Kleine.

Oranienburgs Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke (SPD) kündigte unterdessen an, dass Weimer am 3. November das Bundesverdienstkreuz erhält.
Das CJO ist 1990 gegründet worden und betreibt heute eine Kita, ein Jugendcfé sowie Wohn- und Beratungsprojekte. Allerdings gab es auch immer mal wieder Kritik am Verein, weil sich beispielsweise homosexuelle Jugendliche ausgegrenzt gefühlt hatten und den Verein für den Umgang mit diesem Thema gerügt hatten.

RTZapper

ZDF-Fernsehgarten on Tour: Luca Hänni

Mittwoch, den 30. September 2015
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SO 27.09.2015 | 10.50 Uhr | ZDF

Man hat schon lange nichts mehr von Luca Hänni gehört.
Luca, wer? Der junge Mann hat… Moment, ich muss das mal kurz googlen, so was weiß man ja nicht mehr…
Also… Luca Hänni hat 2012 die 9. Staffel von “Deutschland sucht den Superstar” gewonnen und ist nun… also… ab und zu… also, eher selten ist er noch irgendwo zu sehen.
Und wenn er mal einen Job bekommt, artet es gleich in eine Mutprobe aus.
Wie am Sonntag, beim “ZDF-Fernsehgarten on Tour”. Im schweizerischen Ascona stellte er seine neue Single vor und musste, gemeinsam mit seiner Band, dazu auf eine Holzplattform auf den Lago Maggiore klettern.

Der Wind schien zu wehen, die See schlug leichte Wellen, und die kleine Plattform geriet ordentlich ins Schwanken. Es wäre spannend gewesen, wie sich das angehört hätte, wenn Luca hätte live singen müssen. Oder wenn eines der Instrumente ins Wasser gerutscht wäre. Aber die Jungs hielten sich wacker, und ob Luca Hänni seekrank geworden ist, haben wir nicht erfahren. Aber als (vergessener) “Superstar” muss man da wohl durch.

RTelenovela

Traumtagebuch (124): Manipulation!

Mittwoch, den 30. September 2015
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(123) -> 2.8.2015

Ich sitze mit mehreren anderen Leuten in einem Raum. Artikel oder Aufsätze werden geschrieben. Wir sitzen vor unseren Laptops.
Vorn werden die fertigen Texte gelesen und beurteilt und abgenickt.

“Das geht ja gar nicht!”, ruft ein junger Mann, als er offenbar meinen Text liest. “Das kannst du doch so nicht schreiben!”
Es ist unklar, worum es geht, aber ich scheine etwas Missverständliches geschrieben zu haben. Auch meine Klassenlehrerin (von damals) liest sich den Text durch. “Nee, das geht so wirklich nicht!”, sagt sie auch.
Sie blickt auf meinen Laptop. “Und du hast ihn gar nicht selbst geschrieben, oder warum ist die Datei von deinem Vater gesperrt?” Ich antworte, das der doch schon lange tot sei, und dass sie das ja wüsste.

Aber tatsächlich: Irgendjemand blockiert die Datei. Ein Hacker? Irgendwer manipuliert, und ich kann nichts dagegen tun, und der Vorwurf, der da im Raum steht, lastet weiter auf mir.
Bis ich aufwache.

aRTikel

Das Märchen von den Jahresendfiguren

Dienstag, den 29. September 2015
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25 Jahre nach der deutschen Einheit unterhalten sich ein Schüler und ein Rentner über die untergegangene DDR

MAZ Oberhavel, 29.9.2015

OBERHAVEL
Osten und Westen. Die ehemalige DDR und die alte Bundesrepublik. Spielt das 25 Jahre nach der deutschen Einheit immer noch eine Rolle? Wir haben Dieter Broja (77) aus Oranienburg und Ole Gawande (16) aus Velten an einen Tisch gebeten. Der eine hat in der DDR gelebt und gewirkt, der andere kennt sie nur aus Erzählungen.

MAZ: Ole, was fällt dir zur DDR ein?
Ole Gawande: Auf jeden Fall die Mauer. Und die Stasi. In der Schule wird das alles behandelt. Die politischen Sachen und der Alltag in der DDR. Wenn man einfach immer nur „ja“ gesagt hat, dann hat man ein ruhiges Leben gehabt. Und, dass es bestimmte Obstsorten gab.
Dieter Broja: Die Versorgungslage spielte eine große Rolle, ja. Ein Engpass jagte den nächsten. Das war alles sehr bescheiden. Hier, im Berliner Randgebiet, hatten wir ja noch Glück. Es gab immer Kohl und Äpfel, aber alles, was die Südfrüchte anging, war schwierig.

Fragen Ihre Enkelkinder nach der DDR?
Broja: Regelmäßig. Sie wollen wissen, wie das so war. Auch über politische Zwänge. Wobei ich mit der Stasi nur dienstlich zu tun hatte.
Ole: Was heißt nur dienstlich?
Broja: Nach der 10. Klasse bewarben sich die Schüler um einen Beruf. Und wenn Nachfragen nötig waren, dann war es üblich, dass in der Schule ein Mann auftauchte und mich, den stellvertretenden Schulleiter, sprechen wollte. Man war verpflichtet, Auskunft zu geben.

Hat man damit auch einem Schüler mal geschadet?
Broja: Nein. Falls die Gefahr bestanden hatte, hätte ich das dann so nicht beantwortet. Ich habe es vermieden, Negativmeinungen über die Person abzugeben.
Ole: Mich interessiert, was wirklich passiert ist. Es gibt Leute, die sagen, die DDR war schön, und mit der Wende ging’s bergab. Andere sagen: Zum Glück war es zu Ende, weil sie abgehört und fertig gemacht wurden. Ist das wirklich passiert?
Broja: Ich hatte keine Probleme mit der Stasi, ich habe aber versucht, solche Probleme erst gar nicht aufkommen zu lassen. Klar, wer in die Schlusslinie gerät, kam so schnell nicht mehr raus. Eine Lehrerkollegin stellte mal einen Ausreiseantrag. Da kommt dann jemand in die Schule und sagt: Ab morgen steht die Kollegin nicht mehr zur Verfügung. Hätten wir was dagegen gesagt, wären wir auch in die Schusslinie geraten.
Ole: Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es ist, so beobachtet zu werden.
Broja: Manchmal ging das so schnell, dass man das gar nicht mitbekommen hat. Das Problem der nicht vorhandenen Meinungsfreiheit spielte schon eine zentrale Rolle. Eigentlich konnte man schon sagen, was man wollte, aber Äußerungen, die bestimmte Sachen kritisierten, waren eben schwierig.
Ole: Könnte ich nicht. Wenn es was ist, was begründet nicht so läuft wie es laufen müsste, dann würde ich meine Meinung sagen, auch wenn es Folgen hat.
Broja: Überall stand groß das Wort „Solidarität“ – nur nicht mit jemandem, der ein politischer Gegner des Staates war.

Warum war der Staat so hart?
Broja: Die Diktatur des Proletariats. Was offiziell gesagt wurde, war richtig. So hieß es.

Spielt denn Ost-West noch eine Rolle?
Ole: Wir leben ja im alten Ostgebiet, damit ist es bei vielen Menschen noch ein Thema. Mich stört die Unterteilung in Ossi und Wessi. Manchmal heißt es, meine Eltern kommen aus dem Westen, also hätten sie keine Ahnung. Das sind Sachen, die kriegt man schon manchmal noch zu hören. In der Klasse ist es eher weniger ein Thema.
Broja: Ich hatte am Anfang Probleme damit, dass wir Beitrittsgebiet wurden. Firmen wurden abgewickelt, auch gut laufende Fabriken wie das Kaltwalzwerk in Oranienburg geschlossen. Aber es gab und gibt auch viele Annehmlichkeiten. Es gibt ja Leute, die wollen die DDR wiederhaben. Das geht nicht. Die sagen dann: Ich hätte gerne dies und das, aber dann muss man fragen: Wer bezahlt das? Die DDR war 1989 auch wirtschaftlich am Ende.

Wird eigentlich zu viel oder zu wenig über die DDR geredet?
Ole: Zu viele Leute sind zu wenig dran interessiert. Vielleicht, weil sie es nicht mehr erlebt haben. Aber ein bestimmtes Grundwissen sollte auf jeden Fall da sein.
Broja: Ein gewisses Geschichtsverständnis über diesen Teil Deutschlands, der ja 40 Jahre lang existiert hat, sollte da sein, ja. Ich bin oft böse über solche Überspitzungen. Zum Beispiel wird sich ja immer lustig gemacht über das Wort „Jahresendfigur“. Dabei weiß man doch wirklich ganz genau, dass man die auch in der DDR ganz normal „Weihnachtsengel“ genannt hat.

Ole, was glaubst du, was war gut an der DDR?
Ole: Dass alle Menschen relativ gleich waren. Das ist eigentlich ein guter Gedanke. Auch, weil immer dafür gesorgt worden ist, dass man sich die grundlegenden Sachen leisten konnte.
Broja: Wirtschaftlich erwies sich das natürlich als schwierig.
Ole: Alle sagen, der Staat war pleite, es hat nicht funktioniert. Warum wurde so spät reagiert?
Broja: Da sind wir wieder bei der Diktatur des Proletariats. Die Partei hätte Fehler zugeben müssen.
Ole: Wenn ich Regierungschef wäre, und es liefe was falsch, würde ich doch reagieren!
Broja: Meine Überzeugung ist ja, dass die da oben nicht wussten, wie das Volk denkt. Also die, die was hätten ändern können. Wenn sie was Negatives gehört haben, wurde das ja gleich als Propaganda abgetan. Die waren fanatisch.

Wie begehst du, wie begehen Sie am kommenden Sonnabend den 3. Oktober, den 25. Jahrestag der deutschen Einheit?
Ole: Wir sind nicht so, dass wir auf Veranstaltungen gehen, auch wenn wir geschichtsinteressiert sind. Gerade am Wochenende ist viel zu tun. Und diesen Bezug habe ich ja auch nicht.
Broja: Diese Einheit war für uns die Öffnung nach ganz Deutschland und zur ganzen Welt. Ich werde bestimmt mal beim Reichstag vorbeischauen. Und die Hertha spielt auch. Ich habe dort eine Dauerkarte.

*

Die Gesprächspartner
Ole Gawande (16) lebt in Velten. Er besucht die 10. Klasse des Hedwig-Bollhagen-Gymnasiums und ist dort Leiter der neuen Schülerzeitung „Hedwig – Das Journal des HBG“.
Dieter Broja (77) wohnt in Oranienburg. Er begann 1959 als Lehrer für Mathematik und Geografie. Er lehrte am Runge-Gymnasium, an der Goetheschule und später an der Pablo-Neruda-Oberschule und Havel-Grundschule. In den frühen 80er-Jahren wurde er stellvertretender Schulleiter. Er gehörte nie der SED an. Von 1990 bis 1999 war er dann erster Schulleiter, bevor er in den Ruhestand ging.

RTelenovela

Tomatensoße (fast) wie in der Essenbaracke

Dienstag, den 29. September 2015
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Vor etwas über einem Jahr habe ich im Vehlefanzer Supermarkt-Regal die “Schulküchen-Tomatensoße” entdeckt. Erst jetzt habe ich mich getraut, das Zeug in einem Oranienburger Supermarkt tatsächlich zu kaufen.
Eigentlich ist mir schon die Verpackung suspekt. Zwar haben wir zu DDR-Zeiten tatsächlich in unserer Oranienburger Essenbaracke gern Nudeln mit Tomatensoße gegessen – aber wir hatten ja nix anderes. Okay, irgendwie lecker war sie wirklich, aber zu Hause hat sie noch besser geschmeckt.
Insofern finde ich es merkwürdig, dass man ausgerechnet die rumpelige Schulküchen-Küche wieder hervorholt. Und dann ist auf der Dose auch noch eine Jungpionierin mit blauem Halstuch zu sehen. Keine Ahnung, was der Mist soll – vom DDR-Enblem (Hammer, Zirkel, Ehrenkranz) mal ganz abgesehen. Furchtbar.

Jetzt habe ich die Soße gekostet. Und vielleicht habe ich ja falsche Erinnungen an die Essenbaracken-Schulküche. Aber so eine dünne Plörre, wie ich die vorfand, gab es da ganz bestimmt nicht. Die Soße ist so wässrig, dass sie auf den Spaghetti gar nicht liegen blieb, sondern einen See auf dem Tellerboden bildete. Der Geschmack lässt die alte Zeit erahnen. Aber wirklich nur erahnen. Von einem “kräftigen Geschmack”, wie er auf der Dose angepriesen wird, konnte ich nichts erschmecken.

Ich könnte ja jetzt sagen: schade. Aber einen Hochgenuss habe ich nicht erwartet, dieses Ergebnis aber auch nicht.
Aber das Oh-wie-schön-war-doch-die-DDR-Etikett: Das geht ja mal überhaupt nicht!

RTZapper

Blochin – Die Lebenden und die Toten

Dienstag, den 29. September 2015
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SA 26.09.2015 | 20.15 Uhr | ZDF

Die Deutschen sind serienmüde. Zumindest wenn es um Serien geht, in denen fortlaufende Geschichten erzählt werden. Aber diese Krise ist hausgemacht. Besonders bei den Privatsendern kann man sich heutzutage nicht mehr sicher sein, ob nach Folge 1 auch noch Folge 2 gesendet wird. Folge 1 läuft um 20.15 Uhr, wenn die Quoten schlecht sind, kommt Folge 2 um 23.15 Uhr, und wenn die immer noch schlecht läuft, kommt Folge 3 gar nicht mehr. Da schauen viele schon nicht mal mehr den Serienauftakt.

Aber wie strahlt man eine Serie so aus, dass man den heutigen Sehgewohnheiten entgegenkommt. Durch das Internet ist es immer mehr in Mode gekommen, ganze Staffeln möglichst fix durchzugucken. Oder eben auf DVD.
Vielleicht hat sich das ZDF deshalb für den unfassbar bescheidenen Ausstrahlungsmodus für “Blochin – Die Lebenden und die Toten” entschieden.
Ich habe es verpasst. Weil ich wusste, ich kriege es sowieso nicht gebacken.

Der Fünfteiler ist an drei Abenden versendet worden. Am Freitag 90 Minuten, am Sonnabend sogar drei Stunden lang – jeweils zur Primetime. Die letzte Folge lief am Sonntag, da aber erst 22 Uhr.
Insbesondere die drei Stunden am Sonnabend haben mich die rote Karte ziehen lassen. Drei Stunden Krimi am Stück – das muss ich nicht haben.
Dabei hatte “Blochin” mitunter jubelhafte Kritiken. Jürgen Vogel spielte einen Ermittler, der mit seiner Vergangenheit hadert.
Vielleicht war die Miniserie wirklich sehenswert. Und vielleicht finde ich ja noch die Zeit, mir sie in der Mediathek reinziehen (ich fürchte, nicht). Bei mir hat diese neue Sendephilosophie jedenfalls alles andere als funktioniert.

ORA aktuell

Bauarbeiten: Oranienburger Bykstraße gesperrt

Montag, den 28. September 2015
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Die Bykstraße in Oranienburg wird zwischen Stralsunder Straße und André-Pican-Straße saniert. Hintergrund ist die Bombensuche, die in der Asphaltschicht ihre Spuren hinterlassen hat. Die Straße bekommt einen neuen Belag.
Die Bauarbeiten beginnen am Dienstag und sollen bis 9. Oktober dauern.