Tagesarchiv für 13. August 2015

RT im Kino

About a Girl

Donnerstag, den 13. August 2015

Ihrer Mutter hat sie gerade noch gesagt, dass sie sie lieb hat. Dann ging sie ins Bad, stellte sich in die Wanne und nahm den Fön in die Hand.
Doch der Selbstmordversuch geht schief, und Charleen (Jasna Fritzi Bauer) muss weiterleben, darf weiterleben. Doch nun steht sie unter Beobachtung. Ihre Mutter (Heike Makatsch) ist entsetzt. Auch ihre beste Freundin Isa (Amelie Plaas-Link) versteht nicht, wie es dazu kommen konnte. Mit ihrem Psychiater will Charleen nicht reden. Aber da ist auch noch Linus (Sandro Lohmann). Ein Freak, ein Streber, der in der Schule gehänselt wird. Aber Charleen findet ihn interessant, und tatsächlich treffen sie sich eines Tages.

Mark Monheim erzählt von einem Mädchen – “About a Girl”. Sie ist fast 16 und wollte Aufmerksamkeit, das letzte Mal. Über Konsequenzen hat sie nicht nachgedacht, und danach scheint sie selbst auch erschrocken zu sein über das, was sie da getan hat. Öffnen kann und will sie sich aber vorerst nicht. Knapp zwei Stunden lang ist der Zuschauer dabei, wie Charleen versucht mit sich und dem Leben klarzukommen.
Das macht stellenweise nachdenklich, aber im Großen und Ganzen ist das locker und leicht und mit viel Witz erzählt. Ein sehr sympathischer Film.

About a Girl
D 2014, Regie: Mark Monheim
NFP, 106 Minuten, ab 12
7/10

Hits: 30

RT liest

Jennifer R. Hubbard: Atme nicht

Donnerstag, den 13. August 2015

Warum hat er das getan? Warum wollte er sich nicht helfen lassen? Warum hatte er kein Vertrauen? Und wird er es wieder tun?
Ryan wollte sich umbringen. Doch sein Selbstmordversuch ging schief. In der geschlossenen Anstalt sollte er wieder zu sich kommen, inzwischen ist er wieder zu Hause. Seine Eltern haben Angst. Weiterhin, immer noch. Ryan kommt ebenfalls nicht zur Ruhe. Nur wenn er sich unter den Wasserfall am Fluss stellt, dann fühlt er sich frei.
Als er dort Nicki begegnet, verändert das auch Ryan. Sie will wissen, was passiert ist. Sie fragt nach. Und sie hat einen Grund dafür…

“Atme nicht” heißt der Roman von Jennifer R. Hubbard. Sie schreibt über einen jungen Mann, der zu sich selbst findet, zu sich selbst finden muss. Über die Angst seiner Lieben, über seine eigene Angst.
Nicki ist es, die nach und nach Ryans Vertrauen bekommt. Und da kommt die zarte Liebe ins Spiel.
Der Roman dreht sich zwar um ein wichtiges Thema, richtig packend ist er aber leider nicht. Einige Stellen sind immerhin zum Schmunzeln, denn Nicki hat merkwürdige Methoden, rauszufinden, wie das eigentlich ist mit dem Selbstmord.
Aber der echte Spannungsbogen fehlt. Immerhin lesen sich die gut 250 Seiten recht schnell.

Jennifer R. Hubbard: Atme nicht
Gulliver, 251 Seiten
6/10

Hits: 23

RTelenovela

Ausmisten

Donnerstag, den 13. August 2015
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Jetzt kommt ein Thema, bei dem viele Menschen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen: Das Wegwerfen von Büchern.
Viele sagen: Das geht gar nicht! Ich habe damit allerdings überhaupt kein Problem. Neulich war es mal wieder so weit.

Der Platz in meinen Schränken und Regalen ist begrenzt, und nur weil die Zahl meiner Bücher, CDs und DVDs wächst und wächst, kann ich ja nicht umziehen.
Also muss der Bestand verschlankt werden.
Ich lese sehr viel, was auch damit zu tun hat, dass ich mir Bücher nicht nur kaufe, sondern auch im Rahmen meines Jobs zugeschickt bekomme. Habe ich ein Buch gelesen, überlege ich mir: War es schlecht? War es gut? War es so gut, dass die Chance besteht, dass ich es irgendwann noch mal lese? Oder gibt es einen idellen Wert? Oder ist das Buch so grandios, dass es einfach im Schrank stehen muss?
Auf der positiven Seite gibt es da nicht so viele Bücher. Und so miste ich da immer mal wieder aus. In meinem Schrank stehen nur Bücher, die ich entweder noch nicht gelesen habe oder die ich behalte, weil sie toll waren, an meine Kindheit erinnern oder einen anderen Wert haben.

Erstmals habe ich nun auch CDs entsorgt, vor allem Hörbücher von denen ich mir sicher bin, dass ich sie nicht mehr höre. Auch einige (wenige) DVDs mussten dran glauben – da aber nur Promokram. DVDs, die ich kaufe, kenne ich inhaltlich meist schon, da weiß ich, dass ichs kaufe, um es mehrfach anzusehen.

Nun also habe ich ausgemistet, im Regal ist wieder ein bisschen mehr Platz. Irgendwie ist das beruhigend und erleichternd, auch wenn Wegschmeißen irgendwie doof ist.

Hits: 25