Tagesarchiv für 5. August 2015

RT im Kino

Margos Spuren

Mittwoch, den 5. August 2015

Margo ist weg, und Quentin will sie suchen.
Für Quentin (Nat Wolff) ist Margo (Cara Delevingne) ist seit langem die eine Frau, seine heimliche Liebe. Als Kinder waren sie oft zusammen, dann aber verloren sie sich aus den Augen. Das heißt: sie ihn. Er sie nicht. Eines nachts aber, das ist alles anders: Gemeinsam ziehen sie durch die Nacht und erledigen einige Streiche, die sich Margo ausgedacht hat.
Am nächsten Tag ist sie weg. Quentin und seine Freunde finden Spuren, die auf ihren Verbleib hinweisen. Ein Hinweis darauf, dass Margo von Quentin gefunden werden will?

“Margos Spuren” – nach einem Roman von John Green – handelt von der Liebe und der Freundschaft. Als die Gruppe um Quentin sich auf die Suche macht, da rücken sie näher zusammen, da wird für sie klar, was sie aneinander haben – eine tolle Freundschaft.
Ansonsten aber bleibt die Geschichte ein wenig blass. was auch mit dem etwas misslungenen Anfang zu tun hat. Als Margo und Quentin nachts unterwegs sind, kommt das ziemlich unvermittelt und wirkt auf seltsame Weise langweilig. erst später wird dem Zuschauer die Bedeutung ein wenig klarer. Hinzu kommt, dass Cara Delevingne sehr spröde wirkt, ein Funke springt da nie über.

Margos Spuren
USA 2015, Regie: Jake Schreier
Fox, 110 Minuten, ab 6
6/10

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ORA aktuell

Edeka im Oranienburger Südcenter eröffnet

Mittwoch, den 5. August 2015
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Im Oranienburger Südcenter ist am Dienstagmorgen der neue Edeka-Supermarkt eröffnet worden. Die Verkaufsfläche ist 1350 Quadratmeter groß, es werden etwa 15.000 Produkte angeboten.
Nachdem Rewe dort ausgezogen war, stand der Raum jahrelang leer, das Südcenter hatte an Bedeutung verloren. Insbesondere die Bewohner von Oranienburg-Süd hatten die Eröffnung mit Spannung erwartet.

Hits: 31

RT liest

Marion Kaufmann: Das Besteck

Mittwoch, den 5. August 2015
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Ewald Lobethal ist tot. Er war in den 90ern Brandenburgs Kulturminister. Die Polizei tappt im Dunkeln. Klar ist nur: Er ist ermordet worden.
Dass mehr dahinter steckt, wird deutlich, als Benedikt von Wahrendorf, der Organisator des Baumblütenfestes in Werder ebenfalls ermordet wird.
Es gibt nämlich zwei Gemeinsamkeiten: Beide haben mit der Stasi zu tun gehabt, und neben beiden Leichen lag ein billiges Plastik-Besteck.
Die Journalistin Katja Brenner schreibt für das “Brandenburger Wort” über die Fälle. Für sie ein Glücksfall, denn von den lokalen Pipifax-Geschichten hat sie die Nase voll. Da trifft es sich auch gut, dass sie zufälligerweise die Kommissarin Andrea Deininger, die in dem Fall ermittelt, privat kennenlernt.

Marion Kaufmann hat mit “Das Besteck” einen Krimi geschrieben, der viel Brandenburger Lokalkolorit hat. Gleichzeitig beschriebt sie aber auch das Großstadt-Land-Dilemma. Sowohl die Kommissarin als auch die Journalistin hadern mit sich und ihrem Leben – müssen sich zwischen Berlin und Potsdam entscheiden.
Die Story ist sehr flüssig geschrieben, kommt ohne Umschweife aus und ist durchaus spannend.
Da Marion Kaufmann im wahren Leben für die Märkische Allgemeine schreibt, kann man davon ausgehen, dass die Geschehnisse beim “Brandenburger Wort” nicht allzu weit hergeholt sind. Dass Journalisten in der Arroganzblase leben, dass die Arbeit in Lokalredaktionen immer öde und piefig sei und dass sie lieber bei einem ganz großen Magazin arbeiten wollen, ist allerdings ziemlich klischeemäßig und wird im Buch auch bei Katja Brenner ein wenig zu oft erwähnt. Gibt’s aber natürlich genauso in der Branche.
Die Auflösung kommt überraschend – ist dann aber in der Rückschau clever konstruiert.

Marion Kaufmann: Das Besteck
Wagner Verlag, 215 Seiten
8/10

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RTelenovela

Männer müssen (wollen) draußen bleiben

Mittwoch, den 5. August 2015
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Einkaufen ist Frauensache. Ja, ich weiß, das ist eines dieser doofen Klischees. Aber manchmal scheint es zu stimmen.
Neulich zum Beispiel, in Kremmen. Ich verlasse den Supermarkt (ja, entgegen des Klischees gehe ich einkaufen), verstaue meine Tüte im Kofferraum und setze mich ins Auto.

Bevor ich den Motor starte, blicke ich mich um. Im Auto rechts von mir sitzt ein älterer Herr. Er macht: nichts. Er sitzt einfach nur da und wartet. Einmal kratzt er sich, bevor er wieder in den Nichts-Modus übergeht.
Ich blicke nach links. Lustig: Im Auto links neben mir sitzt ein weiterer Herr. Auch er wartet. Er macht allerdings nicht nichts, er strecht über die Armaturen. Musst wohl mal wieder sauber gemacht werden.

Durften sie nicht mit in den Supermarkt? Wollten sie nicht mit? Und kommt das öfter vor, dass auf dem Kremmener Supermarkt-Parkplatz in mehreren Autos wartende Herren zu beobachten sind? Und ist diese Eigenart nur auf Kremmen beschränkt? Ich werde weiter ein Auge auf dieses Thema werfen! Und ihr bitte auch!

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