Tagesarchiv für 18. Juli 2015

RTZapper

Echtzeit: Chongqing – Die Megacity der Superlative

Samstag, den 18. Juli 2015
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SO 12.07.2015 | 19.00 Uhr | RTL II

Eine RTL-II-Doku ohne Titten? Ohne strunzdoofe, dicke Tiffen, die sich gegenseitig anblöken? Ist doch klar, dass Publikum schwerstens irritiert ist und weg- oder gar nicht erst einschaltet.

Am Sonntagabend zeigte RTL II in der Reihe “Echtzeit” die Doku “Chongqing – Die Megacity der Superlative”. Das war sehenswert, denn Chingqing in China ist eine unglaublich spannende Stadt. Vermutlich gibt es keinen Ort auf der Welt, der sich so schnell wandelt, keine Stadt, die so rasant wächst. Keine, die so modern und arm gleichzeitig ist – wo Arm und reich dicht beieinander liegen.

In dem Film ging es um die Menschen, die dort leben. Die Lastenschlepper, die Makler, um Sportler, um die chinesische Küche und Künstler, um ganz normale Bewohner und ganz spezielle. Wie leben die Menschen in der größten Stadt der Welt? Das war die Frage, um die es eine knappe Stunde lang ging.
Nun gut. China. Mit Titten kann da offiziell keiner so wirklich dienen. Und so war diese Doku bei RTL II auch erstaunlich erotik- und trashfrei. Vielmehr war es ein Film, der genauso auch auf arte hätte laufen können.
Und warum auch nicht? Warum soll nicht auch auf RTL II mal, nun ja, so was wie Bildungsfernsehen laufen? Das Problem: Das will auf RTL II kaum jemand sehen, die Quoten waren unterirdisch. Zumal “Echtzeit” schon mal abgesetzt worden ist.
Vielleicht hätten die Reporter lieber ein Frauentausch-Special in Chongqing drehen sollen – da hätte es auch sicherlich ansprechendere Quoten gegeben.

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RTelenovela

Rügen 2015 (7): Ach du Scheiße, ein Gast!

Samstag, den 18. Juli 2015
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(6) -> 19.4.2015

Als ich in Stahlbrode auf die Rügen-Fähre fahre, stutze ich: 6,40 Euro. Habe ich schon immer 6,40 Euro für die Überfahrt bezahlt? Ware das nicht mal einen Euro billiger?
Ein bisschen ärgere ich mich, aber am liebgewonnenen Ritual, mit der Fähre nach Rügen zu fahren, möchte ich weiter festhalten.
Ich mag es, mich von Stahlbrode nach Glewitz auf Rügen übersetzen zu lassen. Sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. Die gut zehn Minuten zu warten, bis man denn wirklich die Insel erreicht hat.
Das ist Inselfeeling, und wenn ich über eine Brücke fahre will sich das nicht so richtig einstellen.
Erst auf der Rücktour erfahre ich – die Frau an der Kasse scheint sich fünf Tage später an mich zu erinnern -, dass es ein Hin-und-Rücktour-Ticket für 11 Euro gibt, man spart damit 1,80 Euro. Immerhin. Nächstes Mal dann.

Das ist doch mal eine Begrüßung. Als ich kurz nach 10 Uhr in meinem Hotel in Sellin frühstücken will, ist der Frühstücksraum verschlossen. Obwohl es eigentlich bis 11 Uhr zu essen geben sollte.
Plötzlich taucht eine junge Frau auf, ich frage, ob es kein Frühstück gibt. Und sie: Sie könnte jetzt “Guten Morgen” sagen. Stattdessen sagt sie: “Ach, du Scheiße.”
Sie hat mich vergessen und den Raum schon abgeschlossen. Alle anderen hätten heute schon gegessen, sagt sie. Ungewöhnlich sei das gewesen, dass alles schon so früh da waren, sagt sie noch. Ich sage, ich könnte ja auch woanders frühstücken, aber das lehnt sie ab.
Für mich hat das was Gutes: Wo normalerweise ein Büfett steht, bekomme ich den Rundum-Service an den Tisch gebracht. Brötchen? Marmalade? Nutella? Aufschnitt? Kaffee? Klar, gerne doch, bringe ich Ihnen.
Es ist mir ein wenig peinlich – andererseits ist die ganze Sache natürlich auch ihr peinlich. So komme ich also doch noch zu meinem Frühstück – mit Ostsee-Zeitung und Sonderservice.

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