Tagesarchiv für 16. Juli 2015

RT liest

Antje Wagner: Vakuum

Donnerstag, den 16. Juli 2015

17. August, 15.07 Uhr.
Nichts geht mehr. Alle Uhren bleiben stehen. Die Sonne scheint, und sie wird weiter scheinen, wie immer um 15.07 Uhr.
Es ist kein Mensch mehr da, die Autos und Züge sind leer, der Grill auf dem Marktplatz brutzelt aber weiter – ohne dass die Würste darauf verbrennen.
Kora sitzt in Schwäbisch-Gmünd im Knast, als sie einen seltsamen Brief bekommt. Doch sie kommt dem Geheimnis nicht auf die Spur – bis es 15.07 Uhr ist.
Tamara lebt in Meckenburg, sie will endlich rausfinden, wer ihre leiblichen Eltern sind. Als sie per Post einen Hinweis bekommt, macht sie sich mit dem Zug auf den Weg – bis es 15.07 Uhr ist.
Hannes lebt in Mannheim, er schläft lange, und als er aufwacht, ist es 15.07 Uhr – und nichts wie vorher.
Alissa und ihr Bruder Leon sind mit Freunden auf einer Insel bei Mannheim. Plötzlich verschwinden die Freunde, und überhaupt: Es ist ganz still geworden. Es ist 15.07 Uhr.

Es ist eine gruselige Story, die Antje Wagner in ihrem Roman “Vakuum” erzählt. Auf gespenstische Weise scheint das komplette menschliche Leben ausgelöscht zu sein, und keiner weiß, was eigentlich passiert ist.
Nach und nach werden die Wege der fünf Leute zusammengeführt. Geheime Botschaften, bringen sie zusammen. Doch auch gemeinsam kommen sie zunächst nicht darauf, was eigentlich los ist.
Sehr anschaulich beschreibt Antje Wagner wie es ist, wenn große Städte wie Mannheim wie ausgestorben sind.
Später verwandelt sich “Vakuum” in eine Art Sci-Fi-Thriller – was ehrlich gesagt anfnags ein bisschen irritierend und fast enttäuschend ist, weil den Jugendlichen plötzlich”etwas” auf den Fersen ist. Letztlich bleibt aber dieser Roman ganz spannend, auch wenn das Ende dann doch irgendwie zu fix und lapidar daherkommt.

Antje Wagner: Vakuum
Gulliver, 377 Seiten
7/10

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RTelenovela

Traumtagebuch (122): Schon wieder kein Tor!

Donnerstag, den 16. Juli 2015
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(121) -> 18.6.2015

Es ist heiß draußen. Trotzdem wird das Fußballspiel gleich angepfiffen. Ich habe mich breitschlagen lassen, mitzuspielen.
Schiedsrichter A.D. erklärt, wie das Spielfeld aufgebaut ist – und dass es eine besonderheit gibt. Der Hof ist einfach zu klein für das Geld, deshalb reiche das Feld bis in die Garage. Weil das “Feld” dort aber schmaler wird, ist unser Spielfeld auch länger als das unserer Gegner.

Ich muss ins Tor, habe dadurch aber den Vorteil ein Dach über dem Kopf zu haben.
Also warte ich, bis es losgeht. Direkt nach dem Anpfiff, hat sich meine ehemalige Schulkameradin A.G. den Ball geschnappt. Sie kommt in die Garage gerannt, rennt samt Ball durch den Flur und schießt den Ball zu mir.
Ich halte den Ball locker, wegen der Enge des Raumes ist das auch nicht schwierig.
Wir lachen, weil es so albern ist.

Ich schieße den Ball wieder zu ihr und sie ihn zu mir. Ich halte wieder und ich schieße den Vall wieder zu ihr und sie ihn zu mir.
Und immer so weiter.
Wir sind zu zweit. Niemand anderes der Spieler macht noch bei dem Spiel mit.
Ein müdes Gekicke.

Und irgendwann wache ich dann auch auf.

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