Tagesarchiv für 9. Juli 2015

RT liest

Guillaume Musso: Vielleicht morgen

Donnerstag, den 9. Juli 2015

Boston. Matthew hat Angst vor Weihnachten. Genau vor einem Jahr ist seine Frau bei einem schrecklichen Autounfall ums Leben gekommen, und die Trauer sitzt immer noch tief.
New York. Emma knabbert noch an ihrer letzten Beziehung, aber ihr Job ein einem Weinlokal hält sie in Atem.
Als Matthew auf einem Flohmarkt einen gebrauchten Latop kauft, passiert etwas Seltsames: Es sind alte Fotos darauf, und er fragt die vorherige Besitzerin per E-Mail, ob er sie löschen soll.
Und landet bei Emma.
Sie kommen ins Gespräch – und wollen Nägel mit Köpfen machen. Sie verabreden sich zu einem Date. Doch das verläuft ganz, ganz anders als geplant, und der Grund ist nahezu unglaublich.

Und faszinierend ebenfalls. Guillaume Musso hat sich eine durchaus packende Geschichte ausgedacht, die durch einen speziellen Kniff außergewöhnlich ist. Ohne zu verraten, worum es genau geht: Es ist spannend, zu lesen, wie die beiden versuchen, mit der Situation klarzukommen. Und mehr und mehr entwickelt sich die Story zu einem Krimi mit echten Bösewichtern.
Das ist allerdings fast schade, dass die Story dermaßen in die Krimi- und Thrillerecke abgleitet. Nicht, dass sie uninteressant wäre (ist sie wirklich nicht), aber es ist eine inhaltliche Wendung, die dann doch gewöhnungsbedürftig ist.
Schön, dass sich der Roman sehr flüssig und schnell liest. Am Ende solide Unterhaltungsliteratur.

Guillaume Musso: Vielleicht morgen
Pendo, 471 Seiten
7/10

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ORA aktuell

Megablitz: Starker Knaller in Oranienburg

Donnerstag, den 9. Juli 2015
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Schrecksekunde in Oranienburg: Am Montagabend schlug um 21.01 Uhr ein besonders heftiger Blitz nahe der Walther-Bothe-Straße ein. Das geht aus einer Karte hervor, die “Kachelmannwetter” veröffentlicht hat.
Es krachte mehr oder weniger aus heiterem Himmel sehr ordentlich. “Kachelmannwetter” bezeichnete ihn als “starken Knaller”.
Insgesamt schlugen zehn Blitze innerhalb einer Minute im Stadtgebiet ein, davon drei in die Kräne am Bötzower Platz.

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RTelenovela

Grexit? Darauf einen Ouzo!

Donnerstag, den 9. Juli 2015
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Zur aktuellen Griechenland-Krise wollen sich die wenigsten griechischen Wirte äußern. Zumindest haben wir das neulich festgestellt, als es darum ging, Wirte aus Oberhavel dazu zu befragen. Sie wollen sich nicht äußern, aus Angst, ihre Kunden würden wegbleiben.

Vielleicht ist das auch ein Grund, warum man immer und ständig kleine Aufmerksamkeiten bekommt, wenn man beim Griechen ist: Um nicht zu sagen, man wird ganz schön abgefüllt, wenn man denn will.
Neulich in Oranienburg: Wir haben noch nicht mal unser Essen bestellt, da gibt’s schon die erste Ouzo-Runde – oder irgendein milderes, grünes Gesöff, von dem wir nicht wussten, was es war.
Während des Essen hab es Ouzo-Runde Nummer 2, nach dem Essen Runde Nummer 3, beim Bezahlen Runde 4. Und das geht an allen Tischen den ganzen Abend so.
Aber vermutlich ist das Zeug so billig, dass sich der Wirt damit nicht ruiniert.

Zu guter Letzt werden auch noch unaufgefordert Teigbällchen serviert – für jeden drei Stück. Nett, aber eigentlich überflüssig, da man ja eh satt ist.
Aber trotzdem bleibt natürlich am Ende der Eindruck des spendablen Griechen, zu dem man bald wieder hingeht.
Grexit hin oder her.

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