Tagesarchiv für 22. Juni 2015

RTZapper

ZAPPER VOR ORT: Grönemeyer Live 2015

Montag, den 22. Juni 2015
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SO 21.06.2015 | Berlin, Waldbühne

Bis Anschlag. Um Punkt 23 Uhr endete am Sonntagabend das Berliner Konzert von Herbert Grönemeyer. “Wie spät?”, fragte Herbert seine Crew, und da war klar: Jetzt ist Schluss. Denn nach 23 Uhr muss eine saftige Strafe gezahlt werden, wenn ein Konzert in der Waldbühne nicht zu Ende ist.

165 Minuten lang begeisterte Grönemeyer seine Fans in der ausverkauften – fast hätte man denken können: überausverkauften – Waldbühne. Von den “Flugzeugen im Bauch” über “Land unter”, “Mensch”, “Zeit, dass sich was dreht” oder den aktuellen Hits, war so ziemlich alles dabei, was sich die Fans gewünscht haben. und, das ist ja in der Waldbühne nicht ganz unwichtig, auch das Wetter hat prima mitgespielt.

Was wirklich auffällt: Herbert Grönemeyer ist mehr und mehr ein guter Entertainer. Er steht auf der Bühne, macht Gags, auch gern mal auf seine eigenen Kosten. Er ist locker, wirkt null gehemmt, er scheint sich richtig wohl zu fühlen. Und er ist wach, er bekommt mit, was um ihn herum passiert. Als ein Gast aus dem Publikum gezogen und weggetragen werden muss, fragt er von der Bühne herab: “Alles gut?”. Er bemerkt, dass ganz hinten eine Fangruppe besondere Tanz-Choreografien ausgearbeitet hat. Er sieht auch, was Leute relativ weit hinten machen, ob sie tanzen oder winken. Ihm bleibt nichts verborgen.

Fast drei Stunden – ein unglaubliches Pensum. Anders, als auf diese lockere Weise, kann man das aber auch nicht überstehen. Und dem Publikum hat’s Spaß gemacht.

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RTelenovela

Vor 20 Jahren (109): Oma ist tot!

Montag, den 22. Juni 2015
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(108) -> 15.5.2015

Mittwoch, 21. Juni 1995.
Meine Opas habe ich schon sehr früh verloren. Den ersten, da war ich gerade mal ein halbes Jahr alt. Den letzten, da war ich in der 1. Klasse.
Nun, es war ein ganz schöner Sommertag, kam die Nachricht: Meine Oma Klara ist gestorben. Sie lag im Krankenhaus und kam dort nicht mehr wieder heraus.
Wenn ich mich richtig erinnere, war die Beerdigung am 30. Juni 1995 die erste, die ich überhaupt miterlebt habe. Die Trauerfeier fand in der kleinen Kapelle im Kloster von St. Johannesberg in Oranienburg-Süd statt, die Beerdigung auf dem katholischen Friedhof.

Ich habe früher sehr viel mit meiner Oma zu tun gehabt. Sie wohnte, ich habe das an anderer Stelle schon erwähnt, im Zimmer neben meinem. Wir haben gespielt, fern gesehen, ich habe ihr vorgelesen.
Aus heutiger Sicht muss ich allerdings sagen, dass ich sie in den letzten Jahren ziemlich vernachlässigt habe. Aber vielleicht hatte das mit der Pubertät zu tun, ich kann es heute nciht mehr sagen.
Ich war innerhalb des Hauses umgezogen, hatte im Keller mein kleines Reich, und meine Oma war plötzlich sehr weit weg – und in meinem Leben nicht mehr sehr präsent.
Damals hat man das nicht so gesehen. Heute bedauere ich das sehr.
20 Jahre schon ist sie nicht mehr unter uns.

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