Tagesarchiv für 15. Juni 2015

RTelenovela

Landpartie: Vom Guten zu viel

Montag, den 15. Juni 2015
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Allein in Oberhavel fand am Wochenende an 27 verschiedenen Orten die Brandenburger Landpartie statt. 27 Orte, an denen etwas los war. 27 Orte, an denen sich Menschen Mühe gegeben haben, um den Besuchern etwas zu bieten.
Das ist enorm. Aber auch zu viel des Guten.

Wer bitte schön soll denn all diese Orte besuchen? 27 Höfe machen sich an zwei Tagen gegenseitig Konkurrenz.
Okay, auf dem Hof in Kreuzbruch waren am Sonnabendvormittag, zur Eröffnung, ein paar Dutzend Menschen. Nicht wenig, aber viele nun wirklich nicht. In Sommerswalde war der Andrang am frühen Nachmittag stark überschaubar. In Bärenklau war am Nachmittag praktisch gar nichts mehr los.

Ein paar Höfe, wie zum Beispiel in Schwante und Vehlefanz, schließen sich zusammen, machen eine Fest- und Landpartiemeile. Da funktioniert das ganz gut. Aber bei 27 Angeboten fallen eben doch zu viele hinten runter.
in Bärenklau wird nun tatsächlich darüber nachgedacht, aus der Landpartie auszusteigen und das dort gestaltete Fest lieber an einem anderen Tag durchzuführen.

Ich kann das gut verstehen. Viele Leute geben sich Mühe, und dann ist nur wenig los. Weil es eben unmöglich ist, 27 Landpartie-Orte wirklich gut zu bespielen.

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ORA aktuell

Turm: Siebenjährige musste reanimiert werden

Montag, den 15. Juni 2015

Ein siebenjähriges Mädchen ist am Sonnabendnachmittag in der Oranienburger Turm-Erlebniscity fast ertrunken. Es trieb leblos auf dem Wasser. Badegäste haben das bemerkt, Rettungsschwimmer konnten das Kind reanimieren. Ein Hubschrauber brachte es in eine Klinik.
Die Eltern bemerkten das Drama erst, als sie per Lautsprecher ausgerufen worden sind. Gegen sie wird nun ermittelt, teilte die Polizei mit.

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RT im Kino

Victoria

Montag, den 15. Juni 2015

In zwei Stunden hat sich das Leben von Victoria (Laia Costa) total verändert.
Vor zwei Stunden hat sie noch in der Disco getanzt. Vor knapp zwei Stunden hat sie eine Gruppe Jungs kennengelernt, und der Typ, der sich Sonne (Frederick Lau) nennt, schien ihr besonders sympathisch.
Vor etwas mehr als anderthalb Stunden war sie mit den Jungs auf einem Dach mit Blick auf Berlin.
Vor etwas mehr als einer Stunde fragte Sonne sie, ob sie den Jungs helfen könne. Einen Wagen steuern. Es bestehe keine Gefahr für sie. Sie sei nicht direkt beteiligt.
Vor einer guten halben Stunde stand sie also da – während die Jungs einen Banküberfall verübten.
Und jetzt… Jetzt ist alles anders.

Alles anders. Das trifft auch auf diesen Film an sich zu.
“Victoria” dauert 139 Minuten. Gedreht worden ist er in einem Take. Nur eine Kamera, kein Schnitt, wir sind in Echtzeit von Anfang bis Ende dabei. Wir laufen von A nach B, fahren Fahrstuhl, warten mit Victoria – und am Ende fragen wir uns, ob denn wirklich nur zwei Stunden vergangen sind.
Sebastian Schipper hat mit “Victoria” ein echtes Experiment gewagt, und im Grunde genommen ist es auch geglückt.
Die Story ist eigentlich simpel, aber es ist ebend as, was in 139 Minuten machbar ist, wenn man eine Geschichte in Echtzeit (und wirklich Echtzeit) erzählen will. Gerade am Anfang hat der Film deutliche Längen, auch mittendrin scheint ihm die Luft auszugehen. Aber andererseits: So ist das eben im Leben, und hier gibt es eben keine geschnittenen Häppchen, sondern auch der Zuschauer muss erst langsam die Location wechseln.
Dass der Ton manchmal eher nicht so doll ist, dass die Untertitel (Victoria spricht nur Englisch, die Jungs mit ihr also auch) mitunter schlampig redigiert sind – das ist nicht unwichtig, steht aber in diesem Fall hinten an. Auch wenn die Handlung manchmal lahm zu sein scheint – das Gesamtwerk ist interessant und sehenswert.
Frederick Lau spielt einmal mehr fantastisch. Es gibt allerdings auch Szenen, da scheint er wirklich er selbst zu sein. Wenn er sich einmal verspricht und lacht, ist das aber sympathisch, weil es ja trotzdem immer noch “Sonne” ist. Und auch Laia Costa spielt toll, ein Mädchen, von dem man nicht genau weiß, warum sie sich eigentlich auf das alles einlässt. Vielleicht weil sie sich nach einem Abenteuer sehnt.
Und das ist dieser Film ja auch.

Victoria
D 2014, Regie: Sebastian Schipper
Central, 139 Minuten, ab 12
7/10

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RTZapper

Der Deutsche Webvideopreis 2015

Montag, den 15. Juni 2015
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SA 13.06.2015 | 19.00 Uhr | einsplus

Webvideopreis! Im Fernsehen! Da muss erst wieder das öffentlich-rechtliche Fernsehen her, dass die Verleihung des Deutschen Webvideopreis so groß und aufwändig zelebriert wird wie noch nie.
Immerhin haben wieder ein paar Leute mehr aus der jungen Zielgruppe entdeckt, dass die alte Tante ARD einen Jugendsender betreibt – oder so was Ähnliches.
Und während sich die Internetwelt auf einsplus das Event reinzogen, twitterten sie fleißig.

Allerdings war eine Vielzahl der Tweets nicht gerade schmeichelhaft für die ARD und das Fernsehen im Allgemeinen. TV-Verantwortliche werden sich die Reaktionen mit gemischten Gefühlen angesehen haben.
Sicherlich jeder dritte bei einsplus eingeblendete Tweet handelte am Sonnabendabend davon, dass man ja sonst kein Fernsehen mehr schaue, aber jetzt endlich mal was Cooles laufe. Endlich lohne es sich mal wieder, Fernsehen zu gucken. Drei Jahre kein Fernsehen genutzt – jetzt aber, zum Webvideopreis. Und so weiter. Dabei hätte man sich das Event auch locker im, na so was, Internet ansehen können.

Eigentlich ein Trauerspiel, das natürlich die jungen Leute nicht als solches empfinden. Warum auch. Im Internet – meist auf Youtube – haben sie ihre Stars, die sie gern verfolgen und verehren. Wer braucht da noch das lineare Fernsehen? Dass es da durchaus auch noch einiges Gutes gibt, wird da kaum noch wahrgenommen.

2016 (oder später) geht das ARD/ZDF-Jugendangebot an den Start – im Internet, da wo die Zielgruppe anzutreffen ist. Ich bin gespannt, ob das funktioniert. Und vor allem, wie ARD und ZDF die Zielgruppe ansprechen und erreichen wollen. Und ob sie das schaffen.

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RTelenovela

Alle Jahre wieder in Oranienburg: Stadtfest – Pro und Contra

Montag, den 15. Juni 2015
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Stadtfest in Oranienburg, und wieder mal kann man es nicht allen recht machen.

Die Party: Viel zu selten. Viel zu oft. Doofe Band. Warum kein vernünftiger DJ? Viel zu laut. Viel zu leise. Viel zu lange. Schon um 1 Uhr vorbei? Warum überhaupt? Warum nicht öfter?

Das Feuerwerk: Wunderbar. Wahnsinnig schön. Blöde Musik. Tolle Musik. Viel zu spät. Viel zu laut. Warum verbietet man keinen Krach nach 22 Uhr? Blöder Standort. Tolle Location. Mein Baby ist aufgewacht. Was ist mit den Schichtarbeitern? Hat schön geknallt.

Das Riesenrad: Erstaunlich preiswert. Viel zu teuer. Super Standort, diesmal direkt am Schloss. Doofer Standort, viel zu dicht am Schloss. Dreht sich viel zu schnell. Dreht sich zu oft. Dreht sich erfreulich oft. Toller Ausblick.

Alle Jahre wieder. Zur Schlossparknacht im August prallen die Meinungen dann wieder aneinander. Alles vorhersehbar.

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