Tagesarchiv für 12. Juni 2015

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ZDF-Kultnacht: Mr. Happy Sound – James Last

Freitag, den 12. Juni 2015
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MI 10.06.2015 | 1.20 Uhr (Do.) | ZDF

Als die Nachricht die Runde machte, dass der Bandleader James Last gestorben ist, da horchte kurz sogar die Jugend auf. Denn auch junge Leute kennen Songs von James Last – das allerdings vermutlich, ohne es zu wissen.
Zumindest erschien auf der Facebook-Seite von “TV total” ein entsprechender Beitrag. “Dir sagt die Musik von James Last nix? Von wegen!”, hieß es da. Wer den Link anklickte, wird vor allem gehört haben, was die Redaktion meinte.

Nämlich den Song “Happy Music”. Bei “TV total” ist er recht oft als Hintergrundmusik für die Einspieler verwendet worden. Stefan Raab scheint großer James-Last-Fan gewesen zu sein.
Und so wehte in der Nacht zum Donnerstag auch im ZDF ein Hauch “TV total”, als auch dort die “Happy Music” zu hören war. In der “ZDF-Kultnacht” erinnerrte das Zweite an Mr. Happy Sound. Und wer diese einstündige Sendung gesehen – und vor allem gehört hat – wird wissen, dass James Last mehr bekannte Melodien schuf, als viele denken.
Wenn das “Traumschiff” in See sticht, dann tut es das zu den Klängen von James Last.
Nur zwei Beispiele von vielen.

Mit 86 Jahren endete das Leben des Bandleaders. Nun spielt er im Himmel die Happy-Sound-Mucke.

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RT liest

Ulrich Woelk: Pfingstopfer

Freitag, den 12. Juni 2015

Sein Wille geschehe.
Der Pfarrer einer freikirchlichen Gemeinde macht eine schockierende Entdeckung: Im Garten des Gemeindehaus liegt eine Frauenleiche. Es handelt sich um eine Protituierte, und neben ihr liegt ein Zettel: “Die Wahrheit wird euch frei machen.”
Es ist ein Fall für Anton Glauberg. Handelt es sich um einen Mord aus religiösem Wahn? Was hat die freikirchliche Gemeinde damit zu tun? Und vor allem der bekannte und beliebte Prediger?
Aber auch privat läuft es für Glauberg eher schlecht. Plötzlich sitzt Paula bei ihm. Seine ehemalige Kollegin saß im Knast, nachdem sie Glaubergs Bruder umgebracht hat. Glaubergs Frau hat psychische Probleme, und sein Sohn Felix dealt mit Drogen.

Ganz schön viel für ein Buch, aber es fügt sich letztlich alles zusammen. Ulrich Woelk hat sich einen durchaus interessanten Kriminalfall ausgedacht. Die freikirchliche Szene eignet sich für eine solche Geschichte recht gut, weil diese Gemeinschaften oftmals als recht geheimnisvoll gelten. Tatsächlich lässt er den Leser auch sehr lange im Unklaren, was eigentlich hinter der Tat steckt und wer dafür verantwortlich ist.
Woelk schreibt anschaulich und locker, Langeweile kommt eigentlich nie auf. Ein guter Krimi.

Ulrich Woelk: Pfingstopfer
dtv premium, 381 Seiten
7/10

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