Tagesarchiv für 4. Juni 2015

ORA aktuell

Gabriele Schiebe wird Leiterin des LHG – offiziell

Donnerstag, den 4. Juni 2015
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Schon seit zwei Jahren ist Gabriele Schiebe kommissarische Schulleiterin am Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium. Schon im Juni 2013 verabschiedete sich Doris Elert als Schulleiterin und ging in den Ruhestand – seitdem war dieser Posten offiziell nicht besetzt.

Wie der Oranienburger Generalanzeiger berichtete, soll Gabriele Schiebe in Kürze nun die Ernennungsurkunde als Schulleiterin bekommen. Zuvor hat es ein Widerspruchsverfahren gegeben, ein unterlegener Kandidat habe Einspruch gegen die Wahl erhoben, so der OGA. Jetzt wird die Stellvertreterposition neu ausgeschrieben.

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ORA aktuell

Landesschultheatertreffen in Oranienburg hat begonnen

Donnerstag, den 4. Juni 2015
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In Oranienburg hat am Dienstag das Landesschultheatertreffen begonnen. Es findet zum 20. Mal statt. Theatergruppen aus Brandenburg sind in der Stadt, um ihre aktuellen Produktionen zu zeigen und um an Workshops teilzunehmen. Das Motto lautet “Forschendes Theater”.
Die Stücke werden am Mosaik-Gymnasium und am Louise-Henriette-Gymnasium aufgeführt. Das Treffen dauert bis zum Freitag.

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RTZapper

Sport: Bundesliga-Relegation live

Donnerstag, den 4. Juni 2015
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MO 01.06.2015 | 20.47 Uhr | mdr Info

Sonnabendnachmittag, Fußball-Bundesliga-Zeit. Auf zig ARD-Radiowellen laufen Sportsendungen, in denen zwei, gern auch mal vier Stunden lang, über Fußball geredet wird. Für den, der es mag, ein toller Service.

Montagabend, Relegation. Der Hamburger SV kämpft gegen den Abstieg aus der 1. Fußball-Bundesliga, die Mannschaft aus Karlsruhe möchte aufsteigen.
Und im Radio? Keine Bundesligashow. Stattdessen nur ein paar Häppchen.

Auf hr1 zum Beispiel. Da wird dem Hörer versprochen, man werde gleich berichten, die Schlussphase werde live übertragen. Dass die Schlussphase aber nur aus der Nachspielzeit, also nach der 90. Minute, besteht, im schlechtesten Fall somit nur wenige Sekunden, das wird vorsichtshalber vorher nicht verraten. Mini-Live-Berichterstattung.
Auf dem Newssender mdr Info war das leider nicht sehr viel besser. Am Montagabend lief das reguläre Infoprogramm. Immer wieder dazwischen gab es ein paar Infos, Live-Schaltungen blieben rar, erneut blieben nur die Schlussphasen der Halbzeiten für Live-Reportagen übrig.
Als das Spiel dann in die Verlängerung ging, blieb es bei den Live-Häppchen.

Am Sonnabend überschlägt sich das ARD-Radio, am Montag ist keine Zeit. Waren die Übertragungsrechte zu teuer? Oder denken die Verantwortlichen, dass es die Hörer am Montag weniger interessiert als am Sonnabend?
Auf jeden Fall habe ich mich schon mal besser von den ARD-Radios in Sachen Bundesliga bedient gefühlt.

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RTelenovela

Wegbegleiter (19): Poltergeist

Donnerstag, den 4. Juni 2015
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(18) -> 27.5.2015

Auch ein Film kann ein Wegbegleiter sein. Der Horrorfilm “Poltergeist” von Steven Spielberg aus dem Jahre 1982 begleitet mich seit den späten 80ern.
Wie es dazu kam, habe ich bereits ausführlich hier erzählt. Was sich seit diesem Blogeintrag von 2010 geändert hat: Ich habe inzwischen die DVD, und auch den zweiten Teil.

Schon viele Male habe ich den Film gesehen, früher noch öfter als heute. Noch immer ist er faszinierend und spannend – und auch lustig.
Umso skeptischer war ich, als es hieß: Es wird ein Remake von “Poltergeist” geben. Der Trailer versprach wenig Gutes – und ich wurde nicht enttäuscht. “Unverschämt beschissen”, so lautet mein Urteil über die 2015er-Version von “Poltergeist“. Der wird ganz bestimmt kein Wegbegleiter.

Und sonst? Welche Filme bleiben außerdem seit mehr als 25 Jahren noch Dauerbrenner? Dazu gehören die beiden Loriot-Filme, die ersten beiden Otto-Filme, mehrere mit Asterix, mehrere Weihnachtsfilme, u.a. der mit den Griswolds und mit den Muppets.

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RT im Kino

Poltergeist

Donnerstag, den 4. Juni 2015

Wenn man von einem filmischen Meisterwerk ein Remake in die Kinos bringen will, dann ist das ein ambitioniertes Projekt. Und die Frage ist: Was will man erreichen? Möchte man alles besser, cooler und moderner machen als im Original? Will man den Film neu und anders erzählen?
Was Gil Kenan mit dem Remake von “Poltergeist” erreichen wollte, ist mir allerdings schleierhaft. Wenn man seinen Film sieht, kann es nur ein Grund sein: Geld machen.
1982 brachte Steven Spielberg seinen “Poltergeist” an den Start, und noch heute wirkt er kaum altbacken. Noch heute ist er spannend, er hat Witz, er hat Thrill, er hat viele Gimmicks.
Die Neuauflage hat: nichts.

Die Geschichte ist bekannt: Familie zieht in ein Haus, schnell ist klar: Es spukt. Und die Geister haben es auf die Tochter abgesehen. Der Fernseher scheint der Tor in die andere Welt zu sein, und der Grusel erreicht seinen Höhepunkt. Die Tochter ist weg, in der Welt der Poltergeister. Die Familie holt sich Experten, die Rückholaktion beginnt.

Nur mal angenommen, Regisseur Gil Kenan hätte “Poltergeist 4” gedreht und kein Remake des brillanten ersten Teils: Mit ein paar raffinierten inhaltlichen Wendungen und Rückgriffen auf das Original hätte das ganz interessant sein können. Aber nein, es sollte das Remake sein, die Neuinterpretation des Kultfilms von 1982.
Die 2015er-Version von “Poltergeist” wirkt billig. Sie hat kein Witz, keine Ideen, keine interessanten Figuren. Die Familie ist unglaublich langweilig besetzt und geradezu dösig dargestellt, auch die Geisterexperten sind 0815-Figuren. Dass Hauptdarsteller Sam Rockwell die nölige deutsche Stimme von Adam Sandler hat, macht’s noch schlimmer.
Die Handlung ist dünn. Der Film wirkt, als hätten sich die Drehbuchautoren total gelangweilt einige Punkte aus dem 1982er-Buch abgeschrieben, hier und da ein paar Nuancen geändert und alle netten Nebenhandlungen weggelassen.
So spult der Film gelangweilt und fast im Schnelldurchlauf die Geschichte ab, sie bietet an kaum einer Stelle irgendeine Besonderheit. An einem Punkt schweift er aber doch vom Original ab – und versaut die Geschichte vollends: Der Zuschauer sieht, was hinter der Tür passiert. Er sieht, wie die Welt der Poltergeister aussieht. Die 2015er-Poltergeist-Version nimmt dem Zuschauer die letzten Illusionen und Fantasien. Sehr ärgerlich und tumb.
Die Effekte sind durchaus in Ordnung – dass der Film in 3D zu sehen ist, das ist jedoch eine Unverschämtheit und reine Abzocke. Es gibt schlicht keinen Grund für die 3D-Technik, die Umsetzung ist in einigen Szenen grottig, manchmal kann man die Brille sogar absetzen, und das Geschehen auf der Leinwand sieht ohne Brille viel plastischer und besser aus. Eine echte Bankrotterklärung.
Aber das ist der Film im Gesamten. Der “Poltergeist” im Jahre 2015 ist unverschämt beschissen, ein unfassbar ärgerliches, überflüssiges und schlichtweg doofes Remake. Der Flop des Jahres. Mindestens.

Poltergeist
USA 2015, Regie: Gil Kenan
Fox, 94 Minuten, ab 16
0/10

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