Tagesarchiv für 1. Juni 2015

RTZapper

Upps! Die Pannenshow

Montag, den 1. Juni 2015
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SO 31.05.2015 | 20.15 Uhr | Super RTL

Au weia, Super RTL scheint Dennie Klose degradiert zu haben!
Dennie Klose ist der, ähm, Moderator von “Upps! Die Pannenshow”, jeden Sonntagabend zur Primetime. Dort laufen seit gefühlten 30 Jahren Homevideos (viele Clips sind aus den frühen 90ern), in denen Menschen hinfallen oder Tiere hinfallen und so weiter. Und ich muss zugeben: Ja, ich finde das manchmal ganz lustig.

Alle diese Clips sind in verschiedene Rubriken unterteilt, aber im Grunde ist das alles wurscht, es läuft halt ein Clip nach dem anderen. Bislang hat Dennie Klose zwischendurch immer sinnfreien Stuss gelabert, er hätte auch das Wetter von 1991 für Sibirien vorlesen können, es wäre wurschtiger nicht gewesen.
Nun aber: Wo ist Dennie Klose?

Am Sonntag zeigte Super RTL einen Clip nach dem anderen, die Rubriken folgten ohne dass Dennie dazwischen gequatscht hat.
Hat Super RTL den armen Dennie Klose und seine sinnlosen Moderationen etwa eingespart?
Nicht ganz! Denn die Gewinnspiele vor und nach der Werbung darf er noch ansagen. Am Sonntag hatte er einen Kleiderbügel in der Hand und wollte wissen, ob das a) ein Kleiderbügel oder b) irgendwas anderes sei.
Oh je.

Zum Glück hat Dennie Klose ganz sicher auch noch andere, inhaltsreiche Dinge zu tun. Ich will es jedenfalls hoffen.

Hits: 5135

RT im Kino

San Andreas

Montag, den 1. Juni 2015

Wieder einmal wird eine US-amerikanische Großstadt nahezu dem Erdboden gleichgemacht. Im Film.
In echt könnte das allerdings jederzeit auch passieren. Seit Jahrzehnten wartet die Westküste der USA auf the big One – das große Beben.
Bis es so weit ist, dürfen sie sich schon mal im Film ansehen, was sie denn erwarten könnte. Und das ist – nun ja – nicht so erbaulich.

Kalifornien wird von einem Erdbeben der Stärke 9 erschüttert. Der San-Andreas-Graben, dort wo zwei Erdplatten aufeinandertreffen, verschiebt sich.
Und dieses eine Beben ist nur der Vorgeschmack auf das, was da noch kommt.

Was braucht ein guter Katastrohenfilm? Zunächst natürlich ein Gänsehautthema. Eine drohende Katastrophe. Leute, mit denen sich der zuschauer identifizieren kann.
Regisseur Brad Peyton scheint sich genau ausgemalt zu haben, wie er denn die Beben inszenieren kann. Und als er damit fertig war, da fiel’s ihm ein: Ups, eine Story brauche ich ja auch noch. Die muss er dann in einer Stunde zusammengeschustert haben.

Im Film geht es es um einen Hubschrauberpiloten (Dwayne Johnson), der seine Familie retten will – und der auf wundersame Weise auch immer genau dort ist und hinkommt, wo sich seine Lieben aufhalten. In einigen Szenen ist das gerade lächerlich dämlich.
Auch an Timing fehlt es “San Andreas”. Der Film steigt sofort mit einem großen Beben ein, Peyton lässt gleich mal den Hoover-Staudamm einstürzen. Damit ist gleich zu Beginn viel Spannungspotenzial im Eimer. Zumal das ganze aus dem Nichts kommt.
Und natürlich ist so ein Film keine wissenschaftliche Abhandlung, aber woher der Megatsunami kommt, hätte man schon mal erklären können – zumal es im innerhalb der Handlung ja Wissenschaftler gab, die das alles beobachtet haben.
Auch fehlt dem Film ein schlussendlicher Blick aufs große Ganze. Immerhin wird davon erzählt, dass der San-Andreas-Graben aufbricht, das sehen wir dann auch – aber am Ende fokussiert sich der Film komplett auf San Francisco. Erdbeben, Tsunami – die Stadt ist im Eimer.
Keine Frage, die Wucht der Katastrophe ist krass, damit kann der Film punkten. Dennoch hätte man sich einige 3D-Spielereien locker sparen können, der Film hätte auch ohne 3D funktioniert.
So bleibt die eindrucksvoll dargestellte Katastrophe – plus die dünne, doofe Story.
Und natürlich die Frage: Wenn man so genau weiß, was aus San Francisco mal werden kann – haben die da keine Angst?

San Andreas
USA 2015, Regie: Brad Peyton
Warner, 115 Minuten, ab 12
5/10

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RTelenovela

Meningitisschock

Montag, den 1. Juni 2015
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Das war erst mal ein Schock: eine Nachricht per WhatsApp. Jemand aus meinem Umfeld sei schwer erkrankt, und die Person könne uns angesteckt haben. Wir müssten sehr bald telefonieren, dann könne ich Näheres erfahren.
BÄM!

Um welche Krankheit es geht, und wie gefährlich das alles nun auch für mich sein könne – ich stand erst mal im Dunkeln. Und bin zur Ablenkung erst mal in den Supermarkt gelaufen. Eine Stunde sollte ich warten.
Inzwischen machte ich mir – wieder bei meinen Freunden angekommen – mit ihnen Gedanken, was es denn sein könne. Und wie groß die Gefahr sein könne. Wenn ich betroffen bin, dann müsste ich ja wiederum auch alle Leute informieren, mit denen ich seitdem in Kontakt war.
Und wie sieht es überhaupt mit der Inkubationszeit aus? Ich war vor sieben Tagen das letzte Mal mit der nun kranken Person in Kontakt.

Die Zeit verging. Nach einer Stunde immer noch kein Anruf. Nach 90 Minuten auch noch nicht. Zwei Stunden musste ich warten. Und rätseln.

Die Person liegt mit einer Hirnhautentzündung im Krankenhaus. Alle Leute, mit denen sie Kontakt hatte, müssen benachrichtigt werden – so also auch ich.
In Falkensee fand am Sonntag eine Aktion statt, bei der Prophylaxe-Tabletten verteilt worden sind. Da war ich auch angemeldet.
Nun bin ich aber gerade nicht im Lande. Von Altlußheim aus musste ich mir nun überlegen, was ich mache. Melde ich mich in der Klinik in Schwetzingen? Bekomme ich dort das Vorsorgemittel, das die Meningitis-Gefahr auf ein Minimum reduzieren soll?
Die Gefahr, dass ich betroffen bin, ist fast Null. Sieben Tage sind schon vergangen, die Inkubationszeit liegt bei drei bis vier Tagen, und so nah sind wir uns bei dem Treffen nicht gekommen, dass eine Tröpfcheninfektion möglich gewesen wäre. Die Leute, die bei dem Treffen auch dabei waren, sind vorsichtshalber bei der Falkenseer Aktion dabei gewesen.
Ich belasse es dabei. So ist jedenfalls der Stand in dem Moment, wo ich das schreibe.

Und was ja im Moment viel wichtiger ist: Daumen drücken, dass es der eigentlich betroffenen Person bald wieder gut geht.

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