Monatsarchiv für Mai 2015

RTZapper

20. Karneval der Kulturen 2015

Dienstag, den 26. Mai 2015
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SO 24.05.2015 | 1.10 Uhr (Mo.) | rbb

Der Berliner Karneval ist keine reine Spaßveranstaltung, auch wenn es viel Spaß macht, da zuzugucken. Bei dem Festumzug zeigt die Stadt, wie international sie ist. Menschen aus aller Welt zeigen Kunststücke, sie tanzen und machen auf sich aufmerksam.
Da tanzt eine große Gruppe Palästinenser. Da sind Flüchtlinge, die auf ihre Lage in ihren Heimatländern aufmerksam machen.
Es ist auch Politik, die ganz nebenbei auf dem Karneval der Kulturen vermittelt wird.

Und der rbb ist sogar live dabei. Vier Stunden lang nehmen Kameras auf, was geschieht. Vier Stunden lang wird das kommentiert. Relativ unaufwändig, aber durchaus unterhaltsam.
Allerdings nicht live im Fernsehen – sondern nur als Internet-Livestream auf radioeins.de.
Die Wiederholung davon zeigt der rbb mitten in der Nacht – von 1.10 bis 5.10 Uhr. Am Nachmittag musste der Regionalsender wieder mal sehr dringend olle Fernsehfilmkamellen wiederholen. Wie auch schon in den vergangenen Jahren.
Ganz schön armselig, rbb.

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ORA aktuell

Zweite Welle: Oranienburger Kitas erneut bestreikt

Dienstag, den 26. Mai 2015
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Die zweite Welle des Kitastreiks erreicht am Dienstag Oranienburg. Mehrere Kitas in der Kernstadt sind vom Streik betroffen.
Die Kita Friedrich Fröbel ist von Dienstag bis Freitag geschlossen. Die Kita Zwergenhaus ist nur Dienstag betroffen, die Kita Krümelhausen und der Hort Comeniusschule am Mittwoch, die Kita Knirpsenland am Donnerstag.

Die Kitaleute kämpfen für einen besseren Betreuungsschlüssel und mehr Geld.

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RTelenovela

Traumtagebuch (120): Vorbei ist’s mit der Intimität

Dienstag, den 26. Mai 2015
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(119) -> 19.3.2015

In der Oper. Ich muss dringend auf die Toilette, und als ich den entsprechenden Raum dafür betrete, ist es dort irgendwie anders als üblich. Es gibt keine Zwischenwände.
Waschbecken und Klo, immer abwechselnd angeordnet. Zwei Klos sind besetzt, auf einem sitzt M. und lacht. “Besetzt!”, ruft er. Ich laufe weiter, finde aber kein freies Klo.
Plötzlich wechselt die Farbe des Raumes, von blau zu rosa.
“Da ist Schluss!”, ruft M. Dort fängt der Mädchenbereich an. Ich: “Ich finde kein passendes Loch.” M. lacht wieder. “Außerdem kann ich nicht ohne eine Wand dazwischen.”

Mit diesen Worten wache ich auf. Und muss erst mal aufs Klo.

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RTZapper

ZDF-Fernsehgarten: Joy Flemming

Montag, den 25. Mai 2015
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SO 24.05.2015 | 11.00 Uhr | ZDF

Joy Flemming ist mal wieder empört, empört, empört!
Man hat sie in den “ZDF-Fernsehgarten” eingeladen. So, wie das immer ist, wenn dort was zum Eurovsion Song Contest gemacht wird.
Da stand Joy Flemming vor einem Mikro rum und bewegte die Lippen zum 40 Jahre alten (!) Playback von “Ein Lied kann eine Brücke sein”. Es wirkte einfach nur peinlich und unglaubwürdig! Mit dem Ding ist sie 1975 beim ESC Drittletzte geworden. Das vergisst die Gute gern mal zu sagen, wenn sie erwähnt, dass sie auf dem 17. Platz gelandet war.

Jetzt aber echauffiert sie sich über die null Punkte für Ann Sophie beim Eurovision Song Contest 2015, der am Vortag in Wien stattfand.
Für Joy Flemming war der Fall klar: Keiner kann Deutschland leiden, deshalb gibt uns niemand Punkte, und das sei ja eine Unverschämtheit, das könne ja gar nicht angehen.
Katja Ebstein, sie nahm einst sehr viel erfolgreicher am ESC teil, pflichtete ihr bei und faselte etwas davon, dass man Deutschland ja wenigstens Trostpunkte hätte geben können.

Da muss ich leider mal gehässig werden. Da sitzen also zwei alte Tanten, die irgendwann im 20. Jahrhundert am ESC teilnahmen, der damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson hieß, und blubbern rum, wie scheiße das heute alles ist. Frau Flemming glaubt, Deutschland werde nicht gewählt, weil das Image so mies sei. Ein Fremdschämmoment. Und Frau Ebstein denkt, dass irgendwer einfach mal so Trostpunkte vergeben könne. Sie müsste es besser wissen, wie der ESC funktioniert.
Aber stattdessen lässt die Redaktion vom “ZDF-Fernsehgarten” die beiden Schlagertanten irgendwelchen Müll daherfaseln. Im Fall von Joy Flemming sogar haarsträubenden, dummen Müll.

Komisch, darauf, dass ja vielleicht der deutsche Beitrag 2015 einfach nur lahm war, kommt keiner. Dass sich der Song nicht mal hierzulande durchsetzen konnte, ist niemandem aufgefallen. Aber stattdessen stellt man sich lieber hin, bewegt zum Uralt-Playback die Lippen und labert danach dummes Zeug.
Liebes ZDF! Frau Flemming bitte nicht wieder wählen!

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RTelenovela

Spreewald: Eine Kahnfahrt, die ist lustig

Montag, den 25. Mai 2015
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Als ich im September 2000 das letzte Mal im Spreewald war, da paddelten wir selber auf den Spreekanälen herum. Und immer habe ich gesagt, dass ich endlich mal wieder mit einem Kahn da durchgeschippert werden möchte. Es sollten 15 Jahre ins Land vergehen.

Pfingstsonntag war im Lübbenauer Hafen ordentlich was los. Kein Wunder, das Wetter war herrlich. Wir entschlossen uns zur Drei-Stunden-Tour mit Zwischenstopp in Lehde.
Zu Beginn der Fahrt hatten wir aber erst mal einen Fototermin. Seit Jahrzehnten ist es üblich, alle Kahnfahrer zu fotografieren. Dazu macht der Kahn einen bogen durch einen bestimmten Kanal, an dem der Fotograf steht. Das Foto, das so entsteht, kostet 5 Euro, und das ist sicherlich ein ganz gutes Geschäft.

Der Spreewald ist eine Idylle. Die pure Natur. Die Vögel zwitschern, das Wasser plätschert, dazu ein paar Enten. Es ist eine Entschleunigungsreise, die man auf dem Kahn unternimmt. Man sitzt einfach da, hinter uns staakt uns unser Kapitän durch die Spreearme.
Da ist es eigentlich ziemlich schade, dass viele Leute diese Ruhe nicht zu schätzen wissen. Eine echte Ruhe herrscht auf dem Kahn nie, irgendwer plappert immer. Sei es über die letzte Italien-Reise oder über die Schnapsflaschen, die irgendwo auf dem Kahn gelagert werden. Und dass die kleine Tochter mal dringend kacken muss, aber leider nicht kann. Vielleicht wären da ein paar Ruhezonen angebracht, wo einfach mal ein Redeverbot herrscht…

In Lehde ist’s dann mit der Ruhe vorbei. Hunderte von Menschen drängeln sich in den Café und Biergärten, dutzende Kähne schlängeln sich daran und aneinander vorbei. In Lehnde ist scheinbar immer Rushhour.
Wir stoppen an einem Café und haben eine Stunde Zeit. Das dortige Personal ist auf diese festen Zeiten eingestellt, das geht da alles ganz flott und organisiert vonstatten.
Wir wären auch pünktlich losgefahren, wenn nur die junge Teeniedame rechtzeitig wieder da gewesen wäre – kacken konnte sie aber immer noch nicht, wie es dann ausführlich diskutiert worden ist.

Nach exakt drei Stunden erreichten wir wieder Lübbenau – nicht ohne daran erinnert zu werden, dass ja am Anfang ein Foto von uns gemacht worden ist.
Der Ausflug in den Spreewald lohnt sich – aber vielleicht sollte man eher einen Privatkahn chartern – mit lauter ruhigen Mitfahrern. Oder doch lieber selbst paddeln? Oder mal ein Häuschen am Wasser mieten?

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RTZapper

Eurovision Song Contest 2015

Sonntag, den 24. Mai 2015
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SA 23.05.2015 | 21.00 Uhr | Das Erste

Wie unhöflich! Da kommt die Musikwelt nach Wien, lässt es sich gut gehen, hat Spaß – und wo bleibt der Dank an die Gastgeber? Null Punkte für Österreich. Nicht einen einzigen Punkt. Gar nichts. Ein Oaschtritt erster Güte. Dabei lieferten The Makemakes eine wirklich tolle Nummer ab, die ich von Anfang an sehr mochte. Aber nirgendwo in Europa schaffte er offenbar den Sprung in die Top Ten.
Ach ja, und Deutschland auch nicht. Auch Ann Sophie und “Black Smoke” geht mit null Punkten nach Hause, so mies schnitten wir seit 50 Jahren in diesem Wettbewerb nicht mehr ab. Auch dieser Song lief überall unter ferner Liefen, so dass nirgendwo ein Punkt abfiel. Aber seien wir ehrlich: Der Auftritt war zwar gelungen – aber selbst hier in Deutschland taugte der Song bislang nicht wirklich zum Hit. Und wer ihn zum ersten Mal hört, ist von dem Gejaule eher genervt.

Stattdessen wird Schweden 2016 den 61. Eurovision Song Contest ausrichten. Drei Jahre nach dem letzten Sieg war es diesmal Mans Zelmerlöw, der den Wettbewerb für das Land gewann – und das völlig zurecht und von mir auch so getippt. Die Bühnenshow mit den Strichmännchen im Hintergrund war originell, der Song war eingängig und flott.
Und er kam in ganz Europa an. Gemeinsam mit dem Song aus Russland und dem aus Italien setzte sich ein Trio bereits sehr früh beim Voting ab. Europa (und Australien) war sich also einig.

Australien, das wegen des 60er-Jubiläums ausnahmsweise dabei sein dürfte, schaffte einen tollen 5. Platz. Da wird die Freude Downunder sicher groß gewesen sein.
Meine weiteren Favoriten nach Schweden war das Duo aus Estland mit dem leicht retromäßigen Liebessong (und dem Paar, das schaute, als sei es in echter Ficklaune) sowie Slowenien und der Dame mit den Kopfhörern. Der junge Mann aus Belgien landete bei mir sowie in der echten Wertung auf Platz 4. “Rhytym Inside” möchte ich gern mal im Radio hören.

Noch immer als Kult gilt in Deutschland der Kommentator Peter Urban. Mir jedoch geht er mehr und mehr auf die Nerven. Er quatschte ständig in die Eröffnungsnummer rein. Er machte Großbritannien schon vor dem Auftritt auf recht unverschämte Weise madig und nölte, dass die Briten schon wieder comedy machen – wo doch wir Deutschen einst auch mit Comedy (Raab, Guildo) recht erfolgreich waren.
Der Kommentator sollte sich lieber aufs Übersetzen konzentrieren – oder darauf, Hintergründe zu den Auftritten und Interpreten zu erklären. Ob er Großbritannien scheiße findet, möchte ich nicht wissen. Vielleicht schafft es der NDR ja mal, endlich auch den reinen Originalton der Show (wie es auch auf den DVDs der Fall ist) anzubieten.

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aRTikel

Mehrheit stimmt für Umbau des Schulhofes

Samstag, den 23. Mai 2015
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Harte Debatte in Kremmen über die Zukunft des Bildungsstandortes

MAZ Oranienburg, 23.5.2015

KREMMEN
Der von Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse (SPD) verhängte Haushaltsstopp für den geplanten Umbau des Hofes der Goetheschule sorgte am Donnerstagabend in der Stadtverordnetenversammlung – vorsichtig ausgedrückt – für Gesprächsstoff.
Mit großer Mehrheit haben sich die Stadtverordneten nach einer insgesamt mehr als zweistündigen Debatte rund um die Zukunft der Schule dafür ausgesprochen, den Hofumbau wieder auf die Agenda zu setzen. Klaus-Jürgen Sasse stimmte gegen den Antrag der Fraktion Die Linke/Bürger für Bürger/Koop. Frank Bommert (CDU), Peter Winkler, Margitta Ganschow, Detlef Reckin (alle SPD) und Gerhard Mittelstädt (Bürgergemeinschaft Groß-Ziethen) enthielten sich in der namentlichen Abstimmung.

Dass er einen Haushaltsstopp in Sachen Schulhof verhängt hatte, begründete Bürgermeister Sasse mit der unklaren Situation. Wie berichtet, überlegt die Hennigsdorfer Stadtverwaltung, die Oberschulen von kommunaler Verwaltung an den Landkreis abzugeben. Wegen der zu zahlenden Kreisumlage müssten sich alle Oberhavel-Kommunen, die Oberschulen betreiben, anschließen – so auch Kremmen. Wie Kreissozialdezernent Ludger Weskamp (SPD) sagte, sei das frühestens zum 1. Januar 2017 möglich.
Dann jedoch wäre unklar, wie die Stadt Kremmen mit der Grundschule umgeht – sie befindet sich im selben Haus wie die Oberschule. Eine Unterscheidung in Sachen Buchhaltung, Finanzen und Raumgestaltung sei da schwierig, so Sasse. Stattdessen könne die jetzige Goethe-Grundschule aufgelöst werden. Dann gäbe es eine Oberschule mit Grundschulteil. Möglich sei auch, dass sich die Gundschule in Beetz anschließe und eine Filiale der Kremmener Schule bilde. „Es könnte ein besserer Lehreraustausch zwischen Grund- und Oberschule stattfinden“, so der Bürgermeister. Das Vorbild wäre die Löwenberger Libertasschule.

Elke Schwabe, die Leiterin der Oberschule, sagte: „Das ist ein Schnellschuss. Mit uns hat vorher niemand geredet.“ Sie erinnerte daran, dass Anfang der 90er der umgekehrte Weg gegangen sei, damals sind die Einrichtungen getrennt worden.
Die Stadtverordneten stimmten mit großer Mehrheit dafür, dass sich die Verwaltung dieses Themas annehmen und alle notwendigen und bildungspolitischen Stellungnahmen zu diesem Schritt einholen soll. Das Thema wird in Kremmen somit in den kommenden Monaten weiter für Diskussionen sorgen. Bürgermeister Sasse stellte jedoch klar, dass er nicht dafür plädiere, die Oberschule an den Landkreis abzugeben. „Das ist ein längerer Weg“, sagte Reiner Tietz (Linke). Er sei nicht in einem halben Jahr und einer Stadtverordnetenversammlung zu machen. Eckhard Koop (parteilos) appellierte an den Landkreis, die finanziell klamme Stadt Hennigsdorf in Sachen Oberschule zu unterstützen: „Helfen Sie Hennigsdorf, dann helfen Sie uns.“

Die meisten Zuhörer im überfüllten Zuschauerraum des Rathaussaals wollten aber auch wissen, was denn nun aus dem Schulhof wird. Lehrerin Sabine Napiralla erinnerte an den Protestbrief, den die Goethe-Grundschüler verfasst haben. Laut Bürgermeister Sasse müssten die Umbaupläne sowieso neu besprochen werden, auch müsse das Parkplatzproblem an der Stadtparkhalle geklärt werden. Nachdem sich die Fraktion Linke/BfB/Koop mit ihrer Beschlussvorlage durchgesetzt hatte, wird der Hofumbau demnächst in den Ausschüssen weiterdiskutiert.

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