Tagesarchiv für 27. Mai 2015

RT im Kino

The Babadook

Mittwoch, den 27. Mai 2015

Dieses verfluchte Buch. Es heißt “Mister Babadook” und scheint großes Unglück zu bringen. Das Grauen.
Amelia (Essie Davis) liest es eines Abend ihrem Sohn Samuel (Noah Wiseman) vor. Und was sie ihm da vorliest, ist mehr als unheimlich. Der Babadook ist ein Monster, und es heißt, wer diese Zeilen liest, der wird es mit der Angst zu tun bekommen. Der Babadook werde kommen, und es wird jemand sterben.
Samuel glaubt an Monster, er sieht sie in seinen Träumen – und macht damit widerum anderen Kindern Angst. Jetzt aber scheint diese Angst wirklich begründet zu sein.

Der australische Horrorschocker “The Badadook” spielt mit der Angst vor Monstern, damit, was in Büchern steht und Wirklichkeit werden könnte.
Allerdings hat Regisseurin Jennifer Kent viel Potenzial verspielt, denn wirklich überraschend ist ihr Film nicht. Zu durchschaubar ist die Geschichte, obwohl sie anfangs eine falsche Fährte setzt – und zunächst zeigt, dass der kleine Samuel für den Horror sorgt.
Ein weiteres Problem ist, dass Samuel leider unglaublich nervt. Es ist ein wenig bitter so etwas über ein Kind sagen zu müssen – aber leider spielt Noah Wiseman nicht sehr gut – und ist noch furchtbarer synchronisiert worden. Das wird erst im letzten Drittel besser, wenn er nur spielen und kaum noch sprechen muss.
Das letzte Drittel sorgt immerhin noch für Thrill und einen Gänsehautmoment. Ganz verschenkt ist dieser Horrorfilm somit nicht.

The Babadook
Australien 2014, Regie: Jennifer Kent
Centralfilm, 93 Minuten, ab 16
5/10

Hits: 5393

RTelenovela

Wegbegleiter (18): Mensch, ärgere dich! (nicht)

Mittwoch, den 27. Mai 2015
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(17) -> 23.5.2015

Der heutige Wegbegleiter ist ein Familienwegbegleiter. Es ist sicherlich weit mehr als 30 Jahre alt. Und dass das Ding so aussieht, wie es aussieht, dafür kann ich ausnahmsweise mal wenig.
In der Familie und vor allem mit Freunden habe ich öfter “Mensch, ärgere dich nicht!” gespielt. In der Variante, um die es hier speziell geht, hatte man aber nur je drei Spielsteine, die man ins Ziel bringen musste, und es gab an einer bestimmten Stelle eine Abkürzung. Vermutlich hieß es auch nicht “Mensch, ärgere dich nicht!”, sondern ein bisschen anders.

In der Mitte ist das Spiel mit einem Pflaster zusammengeklebt, mit einem Kugelschreiber sind die dadurch verdeckten Felder aufgemalt.
Was ist da bloß passiert?
Man erzählte mir die Geschichte eines Familienmitgliedes, das hier nicht genannt werden soll. Dieses Familienmitglied, etwas älter als ich, muss irgendwann mit dem Spielablauf nicht so ganz zufrieden gewesen sein. Das Spiel ist beendet worden, in dem das Spiel auseinandergerissen worden ist. Es muss ein bisschen Wut im Spiel gewesen sein.

Damals hat man solch gute Ware natürlich nicht gleich weggeschmissen – sondern wieder geklebt. Und in diesem Zustand ist es bis heute.

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