Tagesarchiv für 20. Mai 2015

RTZapper

Eurovision Song Contest 2015 – 1. Halbfinale

Mittwoch, den 20. Mai 2015
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DI 19.05.2015 | 21.00 Uhr | phoenix

Gut gemeint, aber trotzdem ausgeschieden. Finnland hat es nicht ins Finale des Eurovision Song Contests 2015 geschafft. Dabei sorgte die Band Pertti Kurikan Nimipäivät (PKN) für Furore: Mit nur 100 Sekunden lieferten sie mit “Aina mun pitää” (Ich muss immer) den kürzesten ESC-Song aller Zeiten. Und: Alle vier Punkmusiker haben eine geistige Behinderung. Drei haben das Down-Syndrom, einer ist Autist. Integration lautet das Stichwort, und sie bekamen viel Aufmerksamkeit. es heiß, der Einzug ins Finale sei sicher, und eigentlich haben sie das auch schon wieder gewonnen.
Nur leider: Der Song war nicht gut. Und so ein kleines bisschen geht es beim Eurovision Song Contest ja auch um eben jenen Song. Und der ist durchgefallen, und das zurecht. Auch wenn es für die Jungs natürlich schade ist.

Nach dem Sieg von Conchita (die “Wurst” scheint Geschichte zu sein), ist der Eurovisionszirkus in Wien zu Gast. Mit einer pompösen Show startete das dreiteilige Event am Dienstag, übertragen von phoenix. Erstmals können auch gehörlose Zuschauer dabei sein, denn auf einsplus läuft parallel die Show mit Gebärdendolmetschern.

Von 16 Songs kamen zehn weiter. Ein richtiger Kracher fehlte im ersten Halbfinale aber leider. Die Belgier mit dem jungen Mann, der offenbar erst seinen Stimmbruch noch vor sich hat, sind weiter – und hatten einen der besseren Beiträge am Dienstagabend. Die Russen kamen mit einem Friedenslied daher, auf der Bühne standen alle ganz in Weiß – Roy Black nimmt das oben im Himmel sicherlich interessiert zur Kenntnis.
Meine drei weiteren Favoriten, Moldawien (Rowdy macht Polizistin an), Weißrussland (die Geigerin hat’s rausgerissen) und Dänemark (die Band “Anti Social Media” ist bei Facebook), haben es leider nicht geschafft.
Dafür aber Armenien, obwohl das Musical-Arie-Pop-Mischmasch so gar nicht in mein Ohr wollte.

Für das 2. Halbfinale am Donnerstag ist noch sehr viel Luft nach oben. Und ich bin gespannt auf The Makemakes aus Österreich – das Lied finde ich mehr und mehr favoritenverdächtig. Aber ob die Ösis den ESC auch 2016 wieder ausrichten wollen?

Hits: 124

RTZapper

Herbstblond – Gottschalks große Geburtstagsparty

Mittwoch, den 20. Mai 2015
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MO 18.05.2015 | 20.15 Uhr | RTL

Jeder hat dunkle Flecken in seiner Biografie. Auch Thomas Gottschalk, der am Montag bei RTL mit einer großen Live-Show seinen 65. Geburtstag feierte. Er konnte Heidi Klum und – noch schlimmer – Mario Barth nicht verhindern.

Letzterer war einer der Promis, der in der Live-Show per Telefon zugeschaltet wurde. Ist ja auch ein langer Weg von Berlin nach Berlin. Mario Barth erzählte dem Geburtstagskind, dass ja Gottschalk schuld sei, dass Barth seine Männer-Frauen-Witze reißt. In einer Show von der Berliner Funkausstellung habe Gottschalk mit Macho-Jokes auf Barth einen so großen Einruck gemacht, dass sich der Mario das zum Vorbild nahm.
Kurz sah es so aus, als ob auch Gottschalk darüber nachdachte, wie er das hätte verhindern können.
Heidi Klum siegte einst bei einer Model-Casting-Sause in der seiner RTLplus-Show “Gottschalk”.
Aber, Thommi, Schwamm drüber!

65 ist er nun also geworden. Herzlichen Glückwunsch! Thomas Gottschalk gehört wohl zu den letzten Showdinos, die wir in Deutschland haben. Ich kenne ihn, seit er im ZDF “Na sowas!” moderierte. Dann kam “Wetten, dass…?”, und er war eine Größe am Sonnabendabend. Er machte Late Night, später Hauspartys und scheiterte grandios mit seiner ARD-Vorabendshow – wohl einer seiner wenigen echten Misserfolge, den er aber am wenigsten selbst verschuldete
Er rockt die Bühne, immer noch. Wenn er spontan sein kann, ist er am besten. Er macht Witze, er ist locker drauf, er sorgt immer noch für tolle Unterhaltung. Ja, der Tiefgang ist nicht seins, aber das ist eben nicht sein Aufgabengebiet. Es würde etwas fehlen, wenn er nicht mehr wäre. Also, bitte: Nicht aufhören!

Hits: 110

RTelenovela

Moritzburger Haselnüsse

Mittwoch, den 20. Mai 2015
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Immer in der Weihnachtszeit läuft der Film gefühlte 27-mal im Fernsehen: die “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel”. Gedreht wurde er 1973 u.a. am Schloss in Moritzburg bei Dresden.
Lumpige 42 Jahre später sahen wir uns diesen Drehort ein wenig genauer an.
Wer nach Moritzburg kommt, fährt genau auf den Eingang des Schlosses zu. Es sieht seltsam künstlich, so gelackt aus. Wie eine Kulisse. Ist aber echt.
Wir begaben uns auf die Haselnüsse-Spurensuche. Auf einer der Treppen ist auch tatsächlich eine Szene gedreht worden. Wer ins Schloss kommt, wird diverse Hinweise auf den Film finden – in Form einer Ausstellung.
Und wenn wir im Dezember wieder das Aschenbrödel-Märchen schauen, sehen wir noch genauer hin…

Auch Meißen ist toll. Unsere Oldtimertour führte mitten durch die Altstadt mit den schmalen Gassen hoch zur Albrechtsburg. Die ist um die 500 Jahre alt und thront hoch über der Stadt. Auf dem Rundweg hat man einen tollen Blick auf die Elbe und die Stadt Meißen. Seltsamerweise war die Altstadt am Sonnabendvormittag weit nach 10 Uhr noch sonderbar leer, erstaunlich viele Geschäfte waren geschlossen. Vielleicht schlafen die Meißener ein bisschen länger…

Auch ins Lusthaus führte uns unsere Tour. Besser gesagt: in ein ehemaliges Lusthaus. Heute ist das Spitzhaus in Radebeul ein hervorragender Aussichtspunkt – und Restaurant. Wer im Biergarten sitzt, bekommt nicht nur ein meitens gutes Essen, sondern auch einen Wahnsinnsblick auf Radebeul.
Unschön ist nur, dass man im Spitzhaus streng nach Zeitplan isst, uns saß schon eine Hochzeitsgesellschaft im Nacken, für die wir doch bitte umgehend das Lokal räumen durften.

Hits: 6004