Gavin Extence: Das unerhörte Leben des Alex Woods oder Warum das Universum keinen Plan hat

Als er in Dover von der Polizei gebeten wird, auszusteigen, scheint es, dass für Alex die Lage kritisch ist. Der 17-Jährige hat genau 113 Gramm Marihuana im Schubfach seines Autos. Und eine Urne voller Asche.
Aber Alex ist sich sicher, nichts falsch gemacht zu haben.
Warum? Das erzählt er uns in aller Ausführlichkeit.

Mit 31 Jahren veröffentlichte der Engländer Gavin Extence auf der Insel seinen Debütroman, der dort ein großer Erfolg geworden ist. Mit Recht. Denn der Autor erzählt von einem außergewöhnlichen jungen Mann mit einer noch außergewöhnlicheren Geschichte.
Alex, der einst in seinem Haus von einem Meteoriten getroffen wurde und seitdem eine große Narbe am Kopf hat, trifft eines Tages den alten Mr. Peterson. Der Mann findet ihn, nachdem Alex vor ein paar Jungs auf der Flucht war. Erst hat Alex Angst, und der Alte reagiert mürrisch auf ihn. Dass dieses Gespann jedoch bald sehr viel mehr verbindet, dass daraus eine ganz große Freundschaft wird, wissen sie da noch nicht.

Der Autor lässt Alex erzählen, was passiert ist, und das in einem wunderbaren Plauderton. Alex berichtet von seinen Ängsten, von seinen Erlebnissen, von seinen Begegnungen mit Peterson. Das ist lustig, manchmal berührend und zum Ende hin richtig packend – wenn auch irgendwie traurig. Aber zu lesen, wie der Junge körperlich wächst – und mit ihm sein Mut, seine Seele, seine Empathie – das ist ein toller Lesegenuss.
Und filmreif auch.

Gavin Extence: Das unerhörte Leben des Alex Woods oder Warum das Universum keinen Plan hat
Limes, 472 Seiten
9/10


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